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Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Das Völkerkundemuseum Herrnhut zeigt einen ersten Einblick in seinen Umgestaltungsprozess mit der Präsentation „TALANOA Zusammenkommen“

Die jadegrüne Klinge einer Prunk-Axt aus Neuseeland, der schillernde Brustpanzer aus Tahiti oder die weibliche Götterfigur aus Tonga: Es sind rare „Südsee-Kuriositäten“ der Pazifikfahrten um den britischen Seefahrer James Cook und dessen Offizier James Burney, die vor 250 Jahren in die Herrnhuter Sammlung gelangten. Ab dem 9. Dezember 2023 werden diese Objekte in der Präsentation TALANOA – Zusammenkommen. Netzwerk Herrnhut, James Cook und die Ahnengötter Ozeaniens“ im Herrnhuter Völkerkundemuseum präsentiert: Eine Präsentation, die den Prozess der Neukonzeption der Dauerausstellung mit einem ersten „Aussichtsfenster“ darstellt und begleitet.

 Die Objekte der „Cook-Sammlung“ sind Kulturzeugnisse voller Chiffren, die heute decodiert werden können. Rote Federn signalisieren Mana – die göttliche Macht der Ahnen und aus Keulen werden Statussymbole. Abstrakte Muster auf Schnitzereien und Stoffen weisen Herrscher-Familien aus und stehen für Tabus. Doch wie kam Cooks Crew zu diesen Objekten: durch Talanoa ­- ­ein Schenkungsritual? Und ebenso spannend: Wie gelangten sie weiter in das Herrnhuter Völkerkundemuseum, das als Einrichtung der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES) heute zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gehört?

Als Gastkurator der Präsentation um diese Objekte hat das Museum den promovierten Historiker Frank Vorpahl eingeladen. Er folgt seit 2004 den Spuren Captain Cooks sowie seinen deutschen Reisebegleitern Johann Reinhold Forster und Georg Forster und veröffentlicht dazu regelmäßig wissenschaftliche Beiträge. Zugleich weist er sich durch eine ganze Reihe von Sachbüchern, Katalogen und Ausstellungen sowie audio-visuellen und redaktionellen Beiträgen für ZDF, ARTE und 3sat als Experte für die europäische Entdeckung Ozeaniens und die Translokation materieller Kulturschätze aus dem pazifischen Raum aus.

Ein weiteres Highlight wird u.a. die Präsentation einer Tatanua -Maske aus Melanesien sein, die über die ausgedehnten Netzwerke der Herrnhuter Brüdergemeine aus Niu Ailan (Neuirland, ehemals Neumecklenburg) nach Herrnhut gebracht wurde. Über diese Handels-, Wissens- und Verwaltungsnetzwerke erwarb das Museum auch Objekte, die nicht aus Herrnhuter Missionsregionen stammten und daher auch nicht dem eigentlichen Sammelprofil des Museums entsprachen. Jetzt lädt die komplexe Zeichensprache der aufwendig restaurierten und hier gezeigten Malanggane zu einer Spurenlese und zu weiterer Forschung ein.

Präsentation: ab dem 9. Dezember 2023

Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag und an Feiertagen 9 bis 17 Uhr

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Eingestellt 30.10.2023

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         - Alle Angaben / Texte seitens des L-Schoenefelder-Almanach ohne Gewähr -

Residenzschloss Taschenberg 2 01067 Dresd

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Beiträge : Georg Hans Schlitte / Kurzgeschichten - Autor: Kurt Meran von Meranien

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