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Parkbogen Ost

Eine Vision - Ein Projekt

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Parkbogen Ost das Tor zur Parthe - Eine Entdeckungsreise in die Wildnis der Stadt

Samstag 20. Oktober. Hauptbahnhof Westseite. Ladestraße. An der Fahrradstation Eckardt sammeln sich Leute. Viele. Mindestens fünfzig. Sie waren der Einladung der Stiftung „Bürger für Leipzig“ gefolgt und zur Entdeckungsreise in die „Wildnis der Stadt“ gekommen.

Herr Michael Berninger (MICHAEL BERNINGER CULTURTRAEGER GmbH) leitete diese Entdeckungsreise.
Zur Einführung unterrichtete er die Teilnehmer über die Entstehung des Leipziger Hauptbahnhofes. Des Bahnhofes und der Nebenanlagen. (Mit der Eröffnung der Ludwigs-Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth schlug die Geburtsstunde der deutschen Eisenbahn). Privatbahnen und später Staatsbahnen bauten größere, kleine und kleinste Linien. Bahnhöfe schossen wie Pilze aus dem Boden. Privatbahnen und länderabhängige Bahnverwaltungen konkurrierten oft auf engstem Raum. Vor 1871 waren landeseigene Staatsbahnen entstanden. Nach 1871 wurde eine einheitliche kaiserliche Staatsbahn angedacht. Diese Idee konnte aber nicht gleich umgesetzt werden.
Im Leipziger Raum existierten nebeneinander mehrere Bahnhöfe verschiedener Verwaltungen und Landesbahnen. Dresdner Bahnhof. Thüringer Bahnhof, Magdeburger Bahnhof, Bayrischer Bahnhof, Berliner Bahnhof. Eilenburger Bahnhof.
Die Idee für einen zentralen Bahnhof in Leipzig wurde mit dem Bau des Hauptbahnhofs mit angeschlossenem Postbahnhof umgesetzt. 1909 erfolgte die Grundsteinlegung. Im Jahr 1915 war der Bahnhof als Anlage fertig gestellt und hatte die Aufgaben der anderen Bahnhöfe weitgehend übernommen. Die Bahnhofanlage hat eine Grundfläche von 83.000 qm.
(Unklar ist, was wirklich mit den alten Bahnhöfen passierte. Die Geschichtsschreibung besagt, dass die alten Bahnhöfe abgebrochen wurden. Anzunehmen ist, dass damit die alten Empfangsgebäude gemeint sind. Denn bis etwa 1993 existierten die Bahnhöfe Leipzig-Magdeburg-Thüringer Bahnhof und Dresdner Bahnhof noch als Güterbahnhöfe. Wobei der L-MTh-Bahnhof eine riesige Freiladeanlage hatte. Der Zugverkehr zum und vom Leipzig-Eilenburger Bahnhof wurde 1942 eingestellt. Bis in die 1980er wurden die Gleise als Entladestellen für Kohle und sonstige Ladungen genutzt. Der Berliner Bahnhof war als Kesselwagenbahnhof dem Bahnhof L-MTh unterstellt. Den Bayrischen Bahnhof gibt es immer noch. Mitte der 1980-er wurden noch Reisezüge abgefertigt. Bis etwa 1993 existierten im Bereich Leipzig folgende selbstständige Bahnhöfe: Leipzig Hauptbahnhof, Leipzig-Dresdner Bahnhof, Leipzig Magdeburg-Thüringer Bahnhof mit Eilgut- und Freiladebereich (beides reine Güterbahnhöfe), Rangierbahnhof Leipzig-Wahren mit zwei Haltepunkten für den Personenverkehr, Leipzig-Stötteritz als Container- und Messebahnhof (technische Messe), Leipzig-Connewitz, Schönefeld, Engelsdorf, Leipzig-Leutsch, Industriebahnhof Leipzig-Plagwitz mit Personenverkehr, Mockau, Paunsdorf, Leipzig-Knauthain, Thekla, Wiederitzsch, Neuwiederitzsch. Weitere Bahnhöfe gehörten zum Amtsbereich Leipzig. Der Bahnhof Schönefeld trug zum Entsetzen des Amtsvorstandes den Nicknamen „SED-Bahnhof“ - selten eine Durchfahrt.  Das Mitglied des ZK der SED Günter Mittag hatte durchgesetzt, dass alle Bahnhöfe und technischen Dienststellen sich selbst verwalten sollten. So wurden größere Einheiten entflochten und es entstanden selbstständige Minibahnhöfe, oft mit 5 oder 6 Beschäftigten, von denen einer der Chef war. In Städten wurde mehrere Dienststellen – Bahnhöfe und technische Dienststellen (Bahnmeisterei, Signal- und Fernmeldemeisterei, Bahnbetriebswerke und Bahnbetriebswagenwerke zu Dienstorten mit einem Dienstortsältesten – das war immer der Bahnhofschef- zusammengefasst. Wobei wiederum die Bahnhöfe den Reichsbahnämtern unterstanden und die technischen Dienststellen den Reichsbahn-Direktionen).  
Der Leipziger Hauptbahnhof war in eine sächsische und eine preußische Seite unterteilt. (Entgegen der Geschichtsschreibung existierte die Unterteilung bis etwa in die 1970-er Jahre).
Als in den Jahren 1992/93 der Güterverkehr langsam weniger wurde, kam es zur Stilllegung von Gleisen und schließlich zum Verkauf der Anlagen (Anlagen, die bahnmäßig nicht mehr genutzt wurden, wurden veräußert.  Manchmal auch wieder zurückgekauft. Der Finanzminister verwaltet das Vermögen über das Bundesvermögensamt, dem auch die verbeamteten Eisenbahner unterstehen). Das veräußerte Gelände im westlichen Bereich des Hauptbahnhofs ist Privatbesitz der Aurelius AG. Mit dem Konzept „Arbeit und Wohnen“ sollen Wohnungen, Hotels und Betriebe geschaffen werden. Da der Straßenverkehr im Bereich des Astoriahotels sehr kompliziert ist, soll der Autoverkehr über die Berliner Straße abgeleitet werden. Dabei ist auch ein autofreies Gebiet angedacht.
Ebenfalls angedacht ist die Erweiterung des Parkbogens Ost bis zur Westseite des Bahnhofs mit Anschluss an den Norden Leipzigs, im Bereich des geplanten Bahnbogen Gohlis.
Der Parkbogen hat nichts mit dem Parken von Autos zu tun! Er ist ein grüner Ring, der am Grassimuseum beginnt und den ehemaligen Johannisfriedhof, Lene-Vogt-Park, Stünzer Park, Volksgarten, Mariannenpark, ehemaligen Postbahnhof, die Partheufer, und das ehemalige Freiladegelände vom Bahnhof LMTh einschließt und am Westeingang des Leipziger Hauptbahnhofs endet. Die zwischen den Parks und anderen Grünanlagen liegenden Flächen werden nach und nach mit einbezogen. Leipzig ist jetzt schon eine grüne Stadt. Nun wird sie noch grüner.  Wichtig ist, dass unbebautes und verlottertes Gelände, wie entlang der alten Ladestraße des LMTh-Bahnhofs am Partheufer, gepflegtes Grün wird.  Und wenn man sieht, was aus dem ehemaligen Gelände des Eilenburger Güterbahnhofs geworden ist – der Lene-Vogt-Park – das ist schon bemerkenswert!

In einem Teil des geplanten Parkbogens, an der Parthe im Bereich der alten Ladestraße des LMTh-Bahnhofes hat sich schon etwas getan! Die alten, dem Verfall preisgegebenen Gebäude wurden durch Graffitikünstler aus dem Schlaf geholt. Damit nimmt der Parthepark langsam Gestalt an.

Schwierigkeiten gibt es seitens der Stadt- und der Landesverwaltung, Bahn, Post und Gewässer bzw. Flüsse. Obwohl alle Verwaltungen staatliche Einrichtungen sind, walten sie bevölkerungsfern. Jede Verwaltungseinrichtung macht was sie will, keine, was die Bevölkerung möchte. In der DDR-Zeit sagte man: Jeder macht, was er will. Keiner macht was er soll und alle machen mit! Ist es heute anders? Werden Planungen bekanntgemacht und Planvorlagen zur Einsichtnahme ausgelegt, sollten die Bürger diese Gelegenheiten wahrnehmen, um ihr Mitbestimmungsrecht auszuüben. Hinterher zu protestieren oder zu meckern ist sinnlos. Als zum Beispiel die Diskussion zu „Bus 90“ begann, habe ich mir die neu vorgeschlagene Route in Schönefeld angesehen und mit Bürgern auf der Straße gesprochen. Alles zusammengefasst und schriftlich an LVB und Stadt weitergeleitet. Außerdem habe ich die Beratungen des Stadtteilbeirates besucht und dort auch meinen Mund aufgemacht. Demokratische Einrichtungen und Möglichkeiten soll man nutzen, wenn man etwas erreichen will!

Ab der Ecke Berliner Straße / Roscherstraße ging es an der alten Ladestraße und schließlich direkt am Flussbett zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Der Rundgang war sehr informativ. Wir erfuhren viel, was so nicht unbedingt in der Zeitung steht. Unverständlich ist immer wieder, dass entgegen ökonomischen Gedanken die Bahnanlagen stillgelegt, rückgebaut und veräußert worden waren. Anstatt das Gelände zu nutzen, ist es verwachsen und verlottert. Wer das rege Eisenbahngeschehen erlebt und für „Verkehr auf die Schiene verlagern“ gekämpft hatte, konnte da nur seinen Kopf schütteln. Dass jetzt wieder ansatzweise ökonomisch gedacht wird und außer Wohnraum auch gepflegtes „Grün“ und Kunst auf dem Gelände angedacht ist, lässt hoffen.

© Georg Hans Schlitte 21.10.2012

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Ich freue mich darüber, dass die Vision, das Projekt noch in Erinnerung geblieben ist. Wenn es Stadt und Land vielleicht nicht fertigbringen, die Vision (Parkbogen-Ost) Wirklichkeit werden zu lassen und das Projekt umzusetzen, so werden die Graffitibilder doch an die Vision erinnern und das Unvermögen der Stadt dokumentieren.
© Georg Hans Schlitte 15.09.2019

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Spaziergänge in Leipzig

Rosengarten
Ich bin vor ein paar Tagen im Mariannenpark gewesen. Es war schönes Wetter und ich habe Bekannten aus Plagwitz den Park gezeigt. Über die Geschichte Schönefelds und speziell des Parks gesprochen.
Der Rosengarten sah trist und öde aus. Vor allem an den beiden Eingängen.
Auf dem Kinderspielplatz war toll was los. Aber wie wir wissen, ist der Spielplatz viel zu klein. Wir haben den Rodelberg umrundet. Über die Sponsorenrallye und alles was mit dem Park zusammenhängt, wurde gesprochen.
Dann sind wir in den Abtnaundorfer Park. Auf den Weg dorthin habe ich die Leute mit der Geschichte Schönefelds im Zusammenhang mit der Völkerschlacht, dem Millionendörfchen und den beiden Schlössern bekannt gemacht. Natürlich spielten auch die Apelsteine, die Kugeldenkmale, die Kugeln am Tor des Gemeindehauses der Gedächtniskirche eine Rolle.
Besondere Rollen spielten die Parkfeste in Abtnaundorf. Der "Kulturkreis Schönefeld". Der Verein "Wir für Schönefeld", das Mahnmal Abtnaundorf und die Völkerschlacht.

Am Grünzug beginnend
Gestern habe ich Neu-Leipziger mit einem Teil unserer Stadt bekannt gemacht. Beginnend am Lokschuppen des ehemaligen Eilenburger Bahnhofs, sind wir durch den Lene-Voigt-Park zum Haus des Buches. Durch den Alten Johannisfriedhof zum GRASSI. Dann über den Rabensteinplatz, Dresdnerstraße, Inselstraße zum Reudnitzer Kugeldenkmal. Die ganze Eisenbahnstraße entlang mit ihren verschiedenen Abschnitten bis zum Torgauer Platz. Im GRASSI hatten wir eine kurze Tee-Pause eingelegt. Sonst waren wir per pedes unterwegs. Wir haben uns prächtig unterhalten und uns nicht überhastet, so dass wir fünf Stunden unterwegs gewesen sind!

Es wurde viel gefragt und manchmal konnte ich nicht antworten. Hier gibt es manches, was man einem Neu-Leipziger einfach nicht so ohne weiteres, oder auch gar nicht erklären kann.

KM 26052019
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Südosten
Ein wunderbarer Nachmittag im Südosten Leipzigs
Leipzig braucht sich mit seinen Denkmalen, Gärten, Parkanlagen und vor allem schönen Frauen vor keiner anderen Stadt zu verstecken.

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 KM 29092019

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Erinnert:

Es hat Spaß gemacht!

Ich habe heute in meinem Fotoarchiv ein Bild von 2011 angesehen. Es zeigt junge Menschen in einer Trainingseinheit für

TURN! Leipzig

Von der Turnschau zum Flashmob
Massenchoreographie von Heike Hennig
Der L-Schönefelder Almanach war vom Beginn am 02.11.2011 im Zeitgeschichtlichen Forum bis zur Aufführung in der
“Red-Bull-Arena Leipzig” am 2. Juni 2012 dabei!

Ich konnte die ganze Entwicklung von der Idee bis zur erfolgreichen Aufführung hautnah erleben.
Die Arbeit im Hintergrund, dass was der Besucher einer Ausstellung, einer Veranstaltung nicht miterlebt, fasziniert mich immer wieder. Beim Besuch von Ausstellungen versuche ich immer wieder mit dem Kurator ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, welche Schwierigkeiten von der Idee bis zur Eröffnung zu überwinden waren. Diese Gespräche sind für mich oft viel interessanter als die Ausstellung an sich.

GS 2019

https://www.heikehennig.de/produktionen/turn

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  Stadtrundgang

Stadtbilder aus ungewöhnlicher Sicht

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Alle Angaben seitens des L-Schönefelder Almanach ohne Gewähr

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