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Das Bett

Bett – was ist das eigentlich?

Bei Wikipedia steht: Der Begriff Bett bezeichnet ein Möbelstück, das dem Schlafen, Liegen oder Ruhen dient.  

Was kann man mit dem Bett, außer Schlafen, Liegen und Ruhen machen?
Man kann im Bett Essen. Wer schon einmal im Bett gegessen hat und die Krümel nicht sofort beseitigte, weiß wie sich die Prinzessin auf der Erbse gefühlt haben muss.
Man kann im Bett lesen. Als Kind habe ich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen, weil meine Mutter immer im spannendsten Augenblick, das Licht ausgemacht hat.
Man kann im Bett Beischlafen. Was könnte es schöneres geben, als eng umschlungen mit einer Frau, es muss ja nicht unbedingt die eigene sein, im Bett zu liegen. Oder sich sportlich zu betätigen.

Wieso sagt man eigentlich im Bett? Wir liegen doch auf dem Bett. Aha, früher lag man in der strohgefüllten Bettkiste.
Aber, egal was man im oder auf dem Bett gemacht hat, etwas gilt immer:
Es ist der schrecklichste Moment, wenn sich der Mensch vom Bette trennt!

Donnerstagnachmittag. Ich liege auf dem Bett und träume. Von was wohl? Unvermutet klingelt das Telefon. Eine weibliche Stimme legt los, bevor ich mich melden kann: „Schatz, du musst mir einen Gefallen tun!“ Wer ist das? Wer sagt hier Schatz zu mir? Gisela, Bettina, Schneewittchen? „Bist Du noch da?“ „Ja Schatz!“ „Pass auf, ich habe mir ein Bett gekauft. Du kannst es mir aufstellen.“ „Wo und wann?“ Wenn ich nur wüsste, wer das ist! „Bei mir, Sonntag um drei.“ Ich habe immer noch keine Ahnung, wer dran ist. Die Rufnummer, die auf dem Display steht kenne ich nicht. Ich unterbreche das Gespräch, warte einen Moment und wähle die Nummer. Eine weibliche Stimme meldet sich: „Ja!“ „Gottver….!“ Dass die Leute sich nicht anständig melden können. Ich halte mir die Nase zu und sage: „Frau Meyer, sie wollten mir doch Brot mitbringen.“ Die Stimme antwortet: „Hier ist nicht Frau Meyer.“ Aufgelegt. Wieder klingelt es. Ich habe inzwischen Rufunterdrückung eingestellt und melde mich mit einem Stück Papier auf der Sprechmuschel: „Fernmeldedienst Meisterei drei. Was kann ich für sie tun?“ „Wer ist dort?“ Ich wiederhole meinen Vers. „Ich wollte Kurt sprechen.“ „Hier gibt es keinen Kurt.“ Das Telefon klingelt noch ein paar Mal. Ich gehe nicht ran.

Zwei Stunden später klingelt es an der Haustür. „Wer ist da?“ „Schatz, ich bins.“ „Komm rauf!“ Gespannt warte ich. Wer ist der Schatz? Eine junge Frau kommt die Treppe hoch, die mir vage bekannt vorkommt. Sie umarmt mich stürmisch. Wir gehen in meine Wohnung. Sie sieht sich um. Als ich sie nun im vollen Licht ansehe kommt schlagartig die Erinnerung. Brigitte aus W. Wie haben uns mehr als zehn Jahre nicht gesehen und geliebt. Sie war damals scharf wie eine Rasierklinge und wild wie eine Nonne. Hübsch war sie nicht. Aber das spielt im Bett ja keine Rolle.

Am Sonntag um drei stehe ich in W. vor der Wohnungstür von Brigitte.
Ich höre drinnen einen Schrei und einen Klatsch. Verziehe mich eine halbe Treppe höher. Die Wohnungstür geht auf. Ein junger Mann springt raus und rennt die Treppe runter.

Ich warte noch ein paar Minuten und klingle dann. Brigitte im Jogginglook. Sie bittet mich lächelnd herein. Im Schlafzimmer stehen Kisten und liegen Bretter.

Das Bett.

Für ein Bett sind das zu viele Einzelteile. „Was ist das?“ „Mein Bett.“ Ich schüttle meinen Kopf. „Das kann nicht sein. Für ein Bett zu viel Holz.“ „Unser Ehebett.“ „Blödsinn, ich heirate Dich doch nicht.“ „Sollst Du auch nicht. Du bist mir viel zu alt. Mein Mann ist beim Bund zu einer Reserveübung.“ „Wann kommt er zurück?“ „Irgendwann.“ Ich schlucke und sage heißer: „Immer noch zu viel Holz.“ „Überbautes Bett.“ Nach einigem Fragen weiß ich, was das für ein Bett sein soll. „Gib mir bitte den Aufbauplan.“ „?“ Es gibt weder einen Plan, noch ein Einzelteileverzeichnis oder ein Bild. Bau einmal ein Möbelstück auf, das du nie gesehen hast.

Ich verlange erst einmal etwas zu trinken und fange dann an, die Bretter zu sortieren. Sie sieht gelangweilt zu. Schließlich könnte ich mit dem Aufbau beginnen. Könnte! Wenn ich die Teile finden würde, die die Bretter zusammenhalten. Beim Suchen in den Kisten und Kartons gebe ich mich der Hoffnung hin, doch noch den Bauplan zu finden. Ich finde ihn nicht. Aber Brigitte fällt ein, das sie eine Tüte die aus einer Kiste gefallen war, in den Abfalleimer geworfen hatte. Nach einer kurzen Diskussion halte ich die Plastetüte in der Hand. Nun kann der Aufbau beginnen. Als ich fast fertig bin, stoppt mich Brigitte: „So sah aber das Bett im Laden nicht aus!“ Eine endlose Diskussion beginnt. Ich könnte doch gleich…! Gedacht, getan. Wir machen Probeliegen. Alle Beide. So lange wir nur so herumliegen passiert nichts. Aber Brigitte stellt plötzlich fest, dass es im Zimmer sehr warm ist und beginnt sich auszupellen. Viel hat sie nicht an. Als wir in der schönsten körperlichen Unterhaltung sind, knirscht und kracht es. Rums! Wir liegen samt der Matratze auf dem Fußboden. Nun brauchen wir uns nicht mehr vorzusehen. Dann trinken wir noch etwas. Als ich gehe, sagt Brigitte: „Wir treffen uns Morgen um eins im Möbelhaus. Da kannst Du Dir das Bett ansehen.“

Am nächsten Tag im Möbelhaus. Brigitte zeigt mir das Schlafzimmer. Das ist nicht das Schlafzimmer, was in Einzelteilen in ihrer Wohnung liegt. „Doch das ist es!“ „Bist Du neuerdings farbenblind? Dieses hier ist Kirsche. Das bei Dir ist Nussbaum. Die Größenverhältnisse stimmen auch nicht!“

Während wir noch diskutieren, kommt ein Feldwebel auf uns zu. Er mustert mich kurz, umarmt Brigitte und sagt: „Sag einmal Schatz, was ist das für ein Durcheinander im Schlafzimmer? Außerdem liegt da eine Unterhose. Wem gehört die?“

Da ich die Leute nicht kenne, halte ich Abstand, sehe mir noch etwas an und gehe.

Jetzt weis ich auch, warum ich auf dem Heimweg so ein komisches Gefühl hatte.

Kurt Meran 03.12.2010

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Schrecklich! (Oder wie nimmt man am schnellsten ab)


Als ich vorhin zur Post gehen wollte und meine Straßensachen anzog, bekam ich einen Riesenschreck! Meine Hose ging zu, ohne dass ich meinen Bauch einziehen musste!

Ich brauchte ihn noch nicht einmal ansatzweise einziehen.
Die Ringe schlapperten an den Fingern herum, als ob sie gar nicht mir gehören würden.

Ich habe mein Körpergewicht viele Jahre monatlich kontrolliert und konstant gehalten gehabt. In den letzten Jahren hatte ich bis vor einem halben Jahr, als C. ins Gespräch kam, nicht mehr aufs Gewicht geachtet.

Auslöser war damals, ich war zum vierten Mal verheiratet, mein Hausarzt gewesen.

„Herr Meran“, hatte er gesagt, „wir müssen unbedingt operieren. Aber mit ihrem Bauchfett wird das nichts. Nehmen Sie schleunigst ab und melden sich dann wieder!“
Schleunigst abnehmen?
Ich habe dann wirklich schnell abgenommen, nachdem ich eine leicht umsetzbare Methode entwickelt hatte.

Wann und wie nimmt man(n) am schnellsten ab?
Es ist ganz einfach und man muss sich nicht anstrengen. Im Laufe eines halben Jahres hatte ich mein Körpergewicht von schlappen 113 Kilogramm auf mein (damals gültiges) Normalgewicht (Körpergröße in Zentimeter minus einhundert gleich Normalgewicht) reduziert. Ich schaffte sogar das Idealgewicht! Freudestrahlend kam ich zum Arzt.

Der besah mich von allen Seiten. Verglich mein Gesicht mit dem Passbildfoto und sagte: „Wir operieren nicht, sondern machen eine Tablettenkur!“
Ich hätte ihn erschlagen können. Er muss das wohl gespürt haben und verschanzte sich hinter seinem Schreibtisch.
Mit dem Tablettenrezept in der Hand zog ich mich fauchend zurück. Meine geliebte Supergattin fragte am nächsten Abend, vorher hatte sie mich nicht wachbekommen, was passiert sei. Ich hatte nach den lieblosen Worten des Arztes eine Flasche echten Kuba-Rum mit einer halben Flasche Rotwein verdünnt und mich nach Einnahme dieses Beruhigungsmittels hingelegt.

Ach so. Wie nimmt man am schnellsten ab? Ganz einfach. Während die Familie Schlemmermahlzeiten einnimmt, ißt man zusehend, trockene unbelegte Semmeln!
Kurt Meran 04.10.2019
***

Freundschaft


Frauen sind keine Engel! Sie tun so, doch nur …

Was ist Freundschaft? Es gibt viele verschiedene Freundschaftsformen.

Nehmen wir interessanterweise, die „Freundschaft“ zwischen Frau und Mann.

Heute Morgen hörte ich im Radio folgenden Witz oder auch Quizfrage:
Was ist der Unterschied zwischen Frauen und tropischen Wirbelstürmen? Es gibt keinen Unterschied!
Wenn sie kommen sind sie heiß. Wenn sie da sind bringen sie alles durcheinander. Wenn sie weggehen, hinterlassen sie Chaos!

Ich bin in einem Frauenhaushalt aufgewachsen und deshalb Frauen gegenüber vollkommen hilflos! Wie sich hier zeigt!

Nehmen wir also Freundschaft – Freundschaften!
Bei einer Männerfreundschaft helfen sich die Männer kompromisslos.
Freundschaft zwischen Frau und Mann.
Gibt es überhaupt Freundschaft zwischen Frau und Mann?
Und wenn wie sieht diese aus?
Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung, wie sie idealerweise sein sollte.

Als junger Kerl wurde ich immer älter eingeschätzt, als ich wirklich war. Das war günstig beim Besuch von Filmen ab Achtzehn! Ich musste nur ein einziges Mal meinen Personalausweis zeigen. Sonst kam ich mit dreizehn/vierzehn ins Kino bei Filmen für Erwachsene.

Junge Frauen suchten oft meine „Freundschaft“. Wenn ich ahnungslos darauf einging, waren sie erstaunt über meine Naivität und Hilflosigkeit.
Später bandelten Kolleginnen und Hausbewohnerinnen mit mir an. Da hatte ich nur angelesene Erfahrungen einzusetzen und wurde meist abgeschrieben. Noch später änderte sich das. Ich konnte aber nie über meinen Schatten springen.

Erfahrungen sammelte ich beim Tanzengehen. Ich war Stammgast im Tanzlokal „Zum Papser“ im Osten der Stadt. Zusammen mit einem Freund war ich sehr oft dort und wir erzählten uns später unsere Erlebnisse.
Nach diesen Jugenderfahrungen, ging ich meist nur mit einer Frau ins Bett, wenn ich sie näher kannte. Eine sogenannte „schnelle Nummer“ gab es selten.
Eines Morgens kam ich nach Hause und fiel meiner älteren Schwester fast in ihre Arme. Sie fragte, mich interessiert musternd: „Sag mal, wie läufst Du denn? Bist Du gestürzt?“ „Nee, ich habe gerankert!“ „Gerankert?“ „Ja“. „Wasn das?“ Ich erzählte es ihr. Ich hatte die Einladung einer Kollegin befolgt und sie zu Hause besucht. Wir landeten auf dem Sofa. Ich begann gewohnheitsgemäß mit dem Vorspiel. Ohne ausgiebiges Vorspiel geht bei mir nichts! Petting ist ja das wirklich Schönste! Die Kollegin hatte verständnislos gefragt: „Was piepelst Du denn da rum?“ Nach meiner Erklärung lehnte sie das Vorspiel ab und ich absolvierte eine „Trockenübung“! Das zog sich mit wechselndem Erfolg bis in den frühen Morgen.

Wenn ich später leicht torkelnd nach Hause kam und einem Familienmitglied in die „Arme lief, kam sofort die Frage: „Hast Du wieder gerankert?“

Es kam zu merkwürdigen Verhältnissen und Ehen. Nach drei gescheiterten Ehen, nahm ich mir vor, nicht wieder zu heiraten. Die Liebesspiele gingen weiter, aber nur noch als Lieb- oder Freundschaften. Mit dem älter- und altwerden schlief das langsam ein. Ich hielt mich meist von Frauen fern. Das klappte aber nicht immer.

Beim Besuch einer Brieffreundin, wir saßen ganz gemütlich im Wohnzimmer und sahen Ferne, meinte diese plötzlich: „Da Du nun einmal hier bist, können wir auch zusammen schlafen!“ Etwas benommen folgte ich ihr ins Bad, um mich frisch zu machen. Sie duschte. Ich bespritzte mich am Waschbecken. Dann gings ins Bett. Ein eisigkaltes Schlafzimmer! Ich kuschelte mich unter der Bettdecke erst einmal eng an sie, um warm zu werden. Dann begann ich mit dem Vorspiel. Einem sehr intensiven Vorspiel. Plötzlich kniff sie ihre Beine zusammen und sagte: „Ich kann nicht!“ Ich war platt! Dass ich nicht konnte, war ab- und zu passiert. Die Frauen halfen dann nach. Aber das eine Frau „nicht konnte“, dass war mir neu! Sie zu vergewaltigen ist nicht mein Stil. Sie stand dann auf, zog ihren Morgenmantel an und ging raus. Allein im Bett wurde es mir kalt. Kalt und tief enttäuscht, stand ich schließlich auf und ging zu ihr ins Wohnzimmer.
Während wir uns gegenseitig warmrubbelten, erzählte sie mir eine Geschichte. Ich brachte sie dann ins Bett, zog mich an, setzte mich ins Auto und fuhr heim. Als ich ihre Geschichte kannte, war mir klar, warum sie nicht mit mir schlafen konnte. Wir schrieben uns noch ein paarmal, dann war es vorbei.

Meine vormalige Gattin meldete sich. Sie brauchte einen Fahrer. Aller halben Jahre. Die ersten drei Tage war ich der fleißige Liebhaber. Die nächsten drei Tage der fleißige Handwerker. Die letzten beiden Tage der Strolch, der sobald alle Reparaturen erledigt waren, wegmusste. Zwischendurch fuhren wir in ihrer Stadt und der Umgebung einkaufen und gingen ins Theater. Alle Bekannten wurden abends besucht. Nach den Besuchen wurden das Erlebte und die Vergangenheit von ihr und ihren Freundinnen durchgehechelt. Mich kannte ja jeder und jeder kannte meinen bezeichnenden Nicknamen.

Auch ihr wie den anderen Frauen musste ich immer wieder schwören, so schön wie ich es mit ihr gemacht hatte, mit keiner anderen zu tun!
Dann kam eine langjährige Liebespause.

Anfang dieses Jahrs lernte ich zwei Frauen kennen. SIE suchten meine Freundschaft! Über Facebook! Die Erste wollte, dass ich ihr meine Stadt zeigte. Also mit ihr spazieren ging. Die Zweite wollte mich kennenlernen. Warum – keine Ahnung!
Beide wollten nur FREUNDSCHAFT und nichts anderes, wie mir nachdrücklich erklärt wurde. Fragen, wer und was sie waren, wurden nicht erlaubt. Das heißt, die Zweite sprach über das tägliche Leben. Die Erste war beleidigt, wenn ich fragte. Sie könnte vom Alter her meine Enkelin sein und wollte tatsächlich, wie sie mir sehr nachdrücklich sagte, nur meine Freundschaft, um meine Stadt kennenzulernen.
Nach wieder einer Frage von mir, hatte sie die Fragerei und meine Mails satt und löste die „Freundschaft“, obwohl sie, wie sie betonte, mich mochte!

Die Zweite will mich besuchen …


KM 16.09.2019

Erklärung:
Der vorstehende Text ist natürlich nur eine freierfundene Kurzgeschichte, ohne realen Hintergrund. Welche junge, intelligente Frau sollte auf die Idee kommen, um die Freundschaft eines Greises, der nichts, außer seinem Alter, zu bieten hat, zu buhlen!
KM

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Fisch - Essen

Heute habe ich einmal wieder richtig geschlemmt - in Fisch! Ich esse, so wie die Medien es vorgeben, zweimal in der Woche FISCH! Mehr als zweimal sollte man keinen Fisch essen. Meinen die von ärztlicher Seite beratenen Medien. Durch die Verschmutzung der Umwelt ist das Meer auch betroffen, was natürlich negative Auswirkungen auf den Seefisch, und ich meine, auch den Fluss- und Bachfisch hat. Wie die Mediziner festgestellt haben, birgt das Fischessen die Gefahr das Erbgut zu schädigen.
Erbgut schädigen.
Wenn mein Erbgut durch das Verspeisen von Fisch geschädigt sein sollte, kann ich mir keine weitere Schädigung anderen Lebens vorstellen. Meine körperlichen Abfälle werden schließlich in Kläranlagen (?) gereinigt. Es gäbe natürlich auch eine weitere Möglichkeit, des Schädigens. Aber ich glaube, die ist in meinem Alter weitgehends ausgeschlossen. Erstens kenne ich zurzeit keine Frau, die mit mir schlafen möchte / würde und zweitens, wäre, wenn es eine gäbe, diese über das Gebäralter hinaus.

Vorige Woche hatte ich mir in Buchenholzrauch geräucherte Bachforelle gekauft. Ich esse liebend gern Fischbrötchen. Also richtete ich mir vier Fischbrötchen an. Weniger als vier sind sinnlos und mehr als acht sind mir zu viel. Ich aß aber nicht einmal eines der lecker duftenden Fischbrötchen. Ein bisschen Fisch war übriggeblieben und ich aß es so - wollte es so essen! Der Fisch schmeckte nicht nach Buchenholzrauch, sondern alt! Ich beroch den anderen Fisch auf den Brötchen und entsorgte alles zusammen im Müllcontainer, obwohl die Mindesthaltbarkeitszeit noch nicht abgelaufen und mein Kühlschrank optimal eingestellt gewesen war.

Heute Vormittag hatte ich mir "edle Matjesfilets nach nordischer Art" gekauft.  Dummerweise hatte ich die Brötchen vergessen. Dass machte aber nichts. Ein belegtes und zugeklapptes Brötchen besteht ja sowieso aus vielzuviel Mehl und nur wenig aus Belag. Fisch, Zwiebel, Gurke und Sauerkraut verwendete ich als Belag von Schnitten aus Kartoffelbrot. Also wenig Mehl! Beim Kauf der Zwiebeln achte ich nach schlechten Erfahrungen darauf, dass ich deutsche Zwiebeln aus der unmittelbaren Region bekomme und keine Zwiebeln aus Neuseeland!

Dass ist wie mit Eiern! Es gibt unter den sogenannten "frischen Eiern" auch große Unterschiede. Man sollte genau darauf achten, wo die frischen Eier gelegt worden sind! Ich war ja ein paar Jahre  Markthändler. In einem Ort an der Elbe stand öfters ein Händler neben mir, der mit frischen Eiern, so stand es an seinem "Sprinter" handelte und großen Zulauf hatte. Eine Tages bat er mich auf seinen Stand aufzupassen und nannte mir auch die Eierpreise. Ich passte genauso wie andere Händler auf die Nachbarstände auf, wenn mal einer einmal wegmusste.

Einer der Händler war mir jahrelang sehr dankbar. Er war Essen gegangen und hatte mich gebeten aufzupassen, als zwei Frauen sich für seine Handtaschen interessierten. Ich hatte keine Ahnung, was diese kosteten. Die Frauen hatten keine Zeit ewig zu warten. Also verkaufte ich ihnen die Taschen. Ich fragte, was sie denn freiwillig zahlen würden. Bei den ersten Angeboten zog ich ein nachdenkliches Gesicht und nach ihren dritten Angeboten schlug ich zu. Die Damen zogen mit ihren Erwerb hochbefriedigt ab und der Händler überschlug sich fast vor Staunen und Freude, als ich ihm das Geld gab. Er zeigte sich erkenntlich und mir brachte es den Ruf ein, ein wertvoller Mensch zu sein, was sich in meiner Geldbörse niederschlug.

Zurück zu den Eiern. Die Eier waren in Norditalien tatsächlich frisch vom Nest gekommen!

Zurück zum Fisch: Ich musste zwar etwas balancieren, um die Schnitten mit dem Fisch heil in meinen Mund zu befördern, aber mit Vorsicht und etwas Geschick klappte es!
Es war ein Genuss!

Kurt Meran von Meranien 02.05.2017
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Alle Angaben seitens des L-Schönefelder Almanach ohne Gewähr

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