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Deutsche Stiftung Völkerverständigung - Medien-Information vom 9. August - Auf in die Welt
Neue Chancen in 50 Ländern für junge Weltentdecker, die 2018 / 2019 ins Ausland wollen

Schüleraustausch, Au Pair, Freiwilligendienste, Sprachreisen, Work and Travel,

Auslandsstudium – viele Stipendien

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Immer mehr Schülerinnen, Schüler und Abiturienten haben Fernweh. Sie wollen andere Länder und Kulturen erleben und etwas für ihre Sprachkenntnisse tun. Das Ziel ist zumeist der Klassiker: ein „High School“-Aufenthalt in den USA. Viele Jugendliche und ihre Familien sehen bei näherer Betrachtung: Es gibt viele weitere Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte. Die Alternativen bieten ebenfalls spannende Erfahrungen, Chancen zur Kostenersparnis und zur Abstimmung auf den individuellen Schul- und Bildungsweg.

In der achten, spätestens neunten Klasse wächst das Interesse am Schüleraustausch. „Wohin soll es gehen?“ steht am Anfang der Überlegungen für den Schüleraustausch. Die ganze Welt lockt: Schüler und Abiturienten können heute in rund 50 Ländern Auslandserfahrungen sammeln und etwas für ihre Bildung tun. Oft beginnt die Suche mit der Frage, wann der Auslandsaufenthalt am besten in die Schullaufbahn passt. Die intensivste Erfahrung, der Schüleraustausch, ist nur während der Schulzeit möglich. Sprachreisen, Freiwilligendienste, Au Pair oder Work and Travel kann man nach der Schulzeit angehen. Neuerdings wird es für Abiturienten auch attraktiver, nach dem Schulabschluss ein Schnupperstudium an einem College oder einer internationalen Universität zu verbringen. Stipendien können die Finanzierung des Auslandsaufenthaltes wesentlich erleichtern.

Wichtig ist die Festlegung der Sprache, die man im Ausland (besser) lernen will. Neben den englischsprachigen Ländern lohnt ein Blick auf Südamerika, Asien und Europa. Hier kann man eine „ausgefallene“ Sprache lernen – und oft viel Geld sparen. Die nächste Frage betrifft die Auswahl des Anbieters, die von der Beratung im Vorfeld über die Organisation der Reise bis zur Betreuung vor Ort zum Gelingen des Auslandsaufenthaltes beitragen kann.

Wer 2018/19 ins Ausland will, sollte jetzt mit der Vorbereitung starten, damit die Zeit für eine fundierte Entscheidung reicht und man noch breite Auswahl hat. Aber: Wo bekommt man verlässliche Informationen und einen guten Vergleich der Angebote? In jedem Falle sollte man persönlich mit mehreren seriösen Anbietern sprechen. Dafür gibt es bundesweit die „Auf in die Welt“- Informationsmessen der gemeinnützigen Deutschen Stiftung Völkerverständigung.

Am 02.09.2017 findet in Leipzig die „Auf in die Welt“- Schüleraustausch-und Auslands-Messe für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Die Messe umfasst eine Ausstellung der führenden seriösen Anbieter und Beratungsinstitutionen sowie Erfahrungsberichte und Vorträge von Fachleuten. Die Botschaft der USA wird ebenfalls vor Ort sein. Die Stiftung gibt Tipps zu Stipendien im Wert von mehr als 300.000 Euro und anderen Finanzierungsmöglichkeiten.

Die Messe wird am 02.09.2017 von 10 bis 16 Uhr in der Leipziger Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11, 04107 Leipzig geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.

Informationen zur Messe gibt es unter www.aufindiewelt.de. Im Internet gibt die Stiftung ebenfalls umfangreiche Informationen zu Auslandsaufenthalten für junge Leute: www.schueleraustausch-portal.de

Der Eintritt ist frei.

10.08.201710.08.2017

Georg Hans Schlitte (Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten) im Interview mit Juliane Nagel am 7. April 2017

Frau Nagel: Sie haben sich frühzeitig nach „Links“ orientiert und im Jahr 1999  mit das linXXnet-Büro in Leipzig-Connewitz eingerichtet. Ist es nicht belastend,  in dem als linksextrem, ja verschrienen Stadtteil zu agieren?

Juliane Nagel: Connewitz ist ein wunderbarer Stadtteil. Sein Bild in der Öffentlichkeit ist sehr gespalten, jedoch bemerke ich oft, dass die Vorurteile haben, die sich dort gar nicht oder nur selten aufgehalten haben. Die Entscheidung unser „linXXnet“ in Connewitz einzurichten lag von Anfang an auf der Hand. Wir wollen einen Raum schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, Politik und Kultur machen oder Unterstützung finden können. Und dieses Konzept ist aufgegangen. Nach fast 17 Jahren ist das linXXnet fester Bestandteil nicht nur des Stadtteils sondern weit darüber hinaus. Das besondere ist sein Charakter als „offenes Büro“, das barrierefrei zum Beispiel für Treffen und für Veranstaltungen nutzbar ist, wo politische Akteure technische Infrastruktur nutzen und andere Unterstützung bekommen können – ein lebendiger Umschlagplatz von linker Politik.
Und noch zu Connewitz: Selbst die Polizei räumt ein, dass der Stadtteil eine unterdurchschnittliche Kriminalitätsrate aufweist.  Im Gegenteil lässt sich sagen, dass Connewitz für eine besonders hohe Bereitschaft sich politisch zu engagieren steht, dass hier die demokratische Kultur besonders  ausgeprägt ist. Für Nazis ist der Stadtteil aufgrund seiner linken, alternativen Infrastruktur natürlich ein besonderer Dorn im Auge. Für Ordnungsbehörden aufgrund der Widerständigkeit von Teilen der BewohnerInnen allerdings auch.

Frau Nagel, Sie setzen sich besonders für Roma und Sinti ein. Darf ich fragen,  was Sie dazu bewogen hat?
Juliane Nagel: Gegen die Unterdrückung von Minderheiten zu kämpfen, war mir schon immer ein politisches Anliegen. Es kann doch nicht sein, dass Menschen Menschenrechte versagt werden, weil sie anders aussehen, anders leben oder woanders geboren wurden. Sinti und Roma, die ja zumeist StaatsbürgerInnen der Länder sind, in denen sie leben, trifft immer noch systematische Ausgrenzung und Diskriminierung – sowohl durch staatliche Instanzen als auch durch die Gesellschaft. Und wir wissen auch, dass diese Exklusionsmechanismen auf jahrhundertealten Mythen basieren, Mythen, die das falsche Bild von Sinti und Roma als „Unanpassbaren“, „Wilden“, „Kriminellen“ und „Arbeitsscheuen“ prägen.

Ganz konkret begann ich mich für die Belange von Roma und gegen Antiziganismus zu engagieren, als in Tschechien im Jahr 2011 regelrechte Pogrome gegen die Roma-Bevölkerung begannen. Ich besuchte mit MitstreiterInnen mehrfach die nordtschechische Stadt Varnsdorf, in der regelmäßig bedrohliche Aufmärsche gegen die dortigen zwei Unterkünfte von Roma stattfanden. Wir besuchten die Angefeindeten, beteiligten uns an Solidaritätsveranstaltungen und gründeten auch in Leipzig eine Initiative gegen die Diskriminierung von Roma. Denn auch hier begannen im Leipziger Osten Anfeindungen gegen Angehörige der Minderheit, außerdem herrschte schon seinerzeit ein hartes Regime der Bundes- und Landesregierung gegen Roma-Flüchtlinge.
Auffällig ist und war für mich immer, dass eine krasse staatliche Diskriminierung (vor allem in den Ländern Südost- und Osteuropas) in Form des Ausschlusses vom Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie aus dem Bildungssystem mit rassistischen Anfeindungen und Gewalt auf der Straße Hand in Hand gehen.
Wenig später habe ich mit Stephan Bosch und Richard Gauch die Initiative Leipzig korrektiv gegründet, die den Blick vor allem auf die Situation von Roma in Ungarn lenkte. Wir haben 2012 gegen den Auftritt des ungarischen Minister Zoltan Balog beim Leipziger Lichtfest protestiert und aufgrund der innenpolitischen Situation in Ungarn, die vom Abbau demokratischer Rechte und Diskriminierung insbesondere der Roma-Minderheit geprägt ist, seine Ausladung gefordert.

Heute engagiert sich Leipzig korrektiv sehr praktisch für die Verbesserung der Lebenssituation von Roma in Ungarn. Der Verein „Verantwortung für Flüchtlinge“, mit dem ich im vergangenen Jahr in verschiedenen Westbalkanstaaten war, unterstützt Roma in eben jenen Ländern. Es geht dabei jeweils nicht vordergründig um humanitäre Hilfe, sondern um Empowerment, um Hilfe zur Selbsthilfe.

Frau Nagel, als ich die Berichte über die Reisen nach Südosteuropa für den „L-Schönefelder Almanach (http://lsa-news.de/sinti-und-roma/)“ redigierte und  das Elend der dortigen und dazugekommenen, aus Deutschland deportierten  Volksgruppen „kennenlernte“, war ich entsetzt. Was Sie und wir tun können, ist  doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Was müsste wirklich europaweit getan werden, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten?

J.Nagel: Es gibt zwei Aspekte: Die uneingelöste Verantwortung der Europäischen Union die Lebenslagen der Roma in ganz Europa zu verbessern einerseits, die Einräumung eines Bleiberechts für die Menschen in Deutschland andererseits.

Die EU hat verschiedene Beschlüsse gefasst, die darauf abstellen die Lebenssituation von Roma in den europäischen Staaten zu verbessern. Seit 2011 und bis 2020 ist die Periode angelegt, in denen es auf nationalstaatlicher Ebene echte Bewegungen bei der Gleichstellung und der Realisierung der vollen sozialen und demokratischen Teilhabe der Roma geben soll. Zu merken ist davon recht wenig. Insbesondere in Tschechien und Ungarn und natürlich auch in den Westbalkanstaaten, die allerdings zum größten Teil keine EU-Mitglieder sind. Die Gelder, die zu diesem Zweck in den Staaten fließen, scheinen vielmehr zweckentfremdet eingesetzt zu werden. Dies wurde uns seinerzeit in Tschechien von NGO eindrücklich beschrieben. Während Roma in Obdachlosenunterkünften hausen müssen, wird im Ort ein neuer Parkplatz gebaut. Es scheint nicht ausreichend Kontrollmechanismen zu geben, die die reale Umsetzung der EU-Rahmenstrategie zur Integration der Roma überwacht. Die LINKE forderte daher auch Sanktionen bei Nicht-Umsetzung, was insbesondere mit Blick auf die Situation in Ungarn angemessen ist. Auch Zahlungen an die Westbalkan-Staaten müssen an das Ziel der Verbesserung der Lebenslagen von Roma geknüpft werden. Für uns als Zivilgesellschaft heißt es vor Ort Strukturen zu unterstützen, die sich für die Belange der Minderheit einsetzen, die gegen die strukturelle Ausgrenzung und gegen Diskriminierung kämpfen.

Die andere Seite der Medaille ist die, die wir ganz unmittelbar beeinflussen können: Für ein Bleiberecht der nach Deutschland geflüchteten Roma kämpfen. Bereits Anfang der 1990er kamen vor dem Hintergrund des Zerfalls Jugoslawiens, der ja von heftigen Bürgerkriegen und ethnischen Säuberungen begleitet wurde, tausende nach Deutschland. Damals wurde das Grundrecht auf Asyl durch CDU, SPD und FDP faktisch abgeschafft. In der jüngeren Vergangenheit wird diese Linie von den beiden großen Volksparteien weitergeführt. Sechs Westbalkanstaaten (Bosnien, Mazedonien. Serbien, Montenegro, Kosovo und Albanien) wurden zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt – obwohl die massive und systematische Diskriminierung von Angehörigen der Roma-Minderheit erwiesen ist und in diesen Staaten zum Teil heftige Korruption herrscht, die bspw. die Gewährleistungen rechtsstaatlicher Abläufe fraglich erscheinen lassen.

Von Abschiebungen sind in den letzten Monaten vor allem Menschen aus den Westbalkan-Staaten betroffen, darunter auch Menschen, die schon jahrzehntelang hier leben und deren Kinder in Deutschland geboren wurden. Unter diesen ist auch ein großer Teil Roma – genaue Zahlen lassen sich schwer erheben. Wir fordern, dass Roma in Deutschland prinzipiell ein Bleiberecht ermöglicht werden soll – auch als Wiedergutmachung für den Völkermord an den Sinti und Roma im Nationalsozialismus, dem fast eine halbe Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Denkbar wäre hier eine Regelung wie bei den jüdischen Kontingentflüchtlingen, die nach Deutschland einwandern und auch hier bleiben können.

Frau Nagel ist seit 2009 Stadträtin in Leipzig und wirkt in der Linksfraktion im Stadtrat Leipzig als kinder- und jugendpolitische Sprecherin. Am 31.8.2014 wurde Frau Nagel direkt in den Sächsischen Landtag gewählt.



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! PALMÖL ist nicht nur im TANK – sondern auch in industriellen LEBENSMITTELN ! Für PALMÖL muss der REGENWALD sterben ! WAS TANKST DU – WAS ESSEN DEINE KINDER ?

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