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4. Wochenendgeschichte - 4. Woche 27.01.2018

Text

Marianne kam ganz aufgeregt nach Hause.
Kurt, Kurt da müssen wir unbedingt hin!
Wo müssen wir hin?
In die Schreibwerkstatt.
Was denn für eine Schreibwerkstatt?
Blöde Frage, na da wo geschrieben wird!
Und was sollen wir dort ?
Also Kurt du stellst wieder einmal doofe Fragen. Schreiben lernen.
Wozu sollen wir Schreiben lernen?  
Nicht wir, du sollst Schreiben lernen!
Ich verstehe kein Wort! Wozu soll ich schreiben lernen, ich kann doch Schreiben! Ich kann Schreiben und Lesen. Das habe ich in der Schule gelernt.
Doch nicht so.
Also Marianne, wenn du mir nicht sofort sagst was du willst, werde ich böse.
Die Mayern hat gesagt...
Hach dauernd die Mayern!
Kurt lass mich bitte ausreden!
Also die Mayern hat gesagt, im Ortsblatt steht, im Pachtverein findet eine Versammlung statt, da kann man Schreiben lernen, und bekommt dafür Geld. Deshalb müssen wir dahin.
Ich glaubs nicht ! Ich bekomme noch einen Knall.
Aber Kurt, den hast du doch schon. Deshalb brauchst du doch nicht Schreiben lernen. Also noch einmal. Wir gehen in die Versammlung beim Pachtverein, damit du Schreiben lernst! Und wenn du dann Schreiben kannst, nämlich Bücher, bekommen wir dafür viel Geld.
Marianne! Wieso erzählst du denn so einen Unsinn? Im Ortsblatt stand, es findet ein Literaturwettbewerb statt. Alle die Geschichten oder Gedichte schreiben können, sollen ihre Werke beim Bürgerverein einreichen. Bür-ger-verein! Nicht Pachtverein! Die Geschichten werden ausgewertet und zum Sommerfest wird die Auswertung bekannt gemacht. Die besten Geschichten werden prämiert.
Toll, was für einen Preis hast du  bekommen?
Marianne, hast du einen Preis gesehen?
Wann denn?
Na zum Sommerfest!
Nein, da hätten wir hingehen müssen!
Mensch Marianne, wir waren doch dort!
Wo waren wir?
Beim Sommerfest!
Also ich war nicht dort! Du bist also wieder einmal ohne mich weggegangen! Wie üblich!
Marianne mir reichts gleich! Wir waren beide zusammen zum Sommerfest Anfang Mai im Mariannenpark, weist du denn das nicht mehr! Du hast doch noch über den Preis der Bratwurst geschimpft.
Ja, na klar. Also das war das Sommerfest. Aber warum hast du keinen Preis bekommen?
Weil ich nicht mitgemacht habe beim Literaturwettbewerb! Menschenskinder!
Also musst du Schreiben lernen!
Marianne, wenn wir dahin gehen, müssen wir doch bestimmt eine Geschichte, einen Text mitbringen!
Na da schreib einen.
Ich kann doch nicht!
Na so schwer kann das doch nicht sein.
Gut ich schreibe. Marianne ist blöd. Ist das genug Text?
Aber Kurt! Du bist wieder sooo gemein. Ich bin doch nicht blöd. -

Um endlich Ruhe zu haben, ging ich wirklich hin. Marianne musste zu Hause bleiben. Denn wer weis, was sie dort angerichtet hätte. Es war ganz toll.
Es war eine richtige Schriftstellerin da, und wie es sich herausstellte, hatten mehrere Anwesende selbst schon Bücher mit Geschichten und Gedichten veröffentlicht. Wer sich traute, konnte eigene Geschichten oder Gedichte vorlesen. Es gab Heiteres aber auch sehr Ernstes. Sofort nach dem Vorlesen, wurde über das Gehörte gesprochen. Jeder durfte seine Meinung äußern. Mit Kritik und Lob wurde nicht gespart. Die Zeit war viel zu kurz. Nicht alle Anwesenden konnten ihren Beitrag anbringen. Man war sich einig, bei der nächsten Veranstaltung, wieder dabei zu sein.

Kurt Meran von Meranien 15.03.2007

***
Und so wurde dann die "Schönefelder Schreibwerkstatt" 2006 im Bürgerverein Schönefeld gegründet! Ihre erste öffentliche Lesung fand am 8. März 2007 mit dem Thema "Die Magie des Geschlechterkampfes" im Festsaal des Schlosses Schönefeld statt.
Dazu erschien der "Schönefelder Blätterwirbel" 1. Jahrgang mit den Geschichten und Gedichten der Teilnehmenden.
Meine Geschichte war "Was ist wunderbarer als eine Frau?" Ich las sie jahrelang bei eigenen Lesungen, als Startgeschichte vor.

Ich lebe seit Jahren allein und erinnere mich in der Reihe "Marianne und Kurt" an solche und solche Zeiten der Ehe.

Kurt Meran von Meranien 27.01.2018

***
3. Wochenendgeschichte - 3. Woche 20.01.2018

Erstens: Mausi
Peter lag auf seinem Sofa und beobachtete seine kleine Katze. Mausi, wie er sie „getauft“ hatte, spielte mit einem Tischtennisball. Peter kamen immer die Tränen, wenn er ihr beim Spielen zusah. Es waren Tränen der Verzweiflung. Er hatte Mausi in der kurzen Zeit, die sie bei ihm war sehr lieb gewonnen.
Vor ein paar Wochen hörte er ein leises Miauen, als er an einem Gebüsch im Park vorbeiging. Das Miau klang sehr kläglich. Peter sah sich nach allen Seiten um. Keine Katze. Er umrundete das Gebüsch. Entdeckte einen alten Abfallbehälter und um ihn herum abgelagerten Unrat. Woher kamen die Laute? In dem Dreck herumwühlen wollte er nicht. Schließlich bahnte er sich doch einen Weg durch den Dreck und öffnete den Container. Das Miauen wurde lauter. Nicht viel. Er suchte sich einen starken Zweig und forschte, das Zeug im Container hin und herschiebend nach dem Tier.
Ein Mann in einer Art Uniform blieb stehen und fragte barsch: „Was machen sie da?“ Peter sagte: „Fragen sie nicht, helfen sie mir lieber. Im Container ist eine Katze!“ Der Mann sah ihn ungläubig an und trat dann näher. Sah und horchte in den Container. Sagte dann: „Ich bin gleich wieder da.“ Nach kurzer Zeit kam er mit einer Schaufel, Müllsäcken und einem Henkelkorb wieder. Zu zweit suchten sie nun das Tier und sortierten gleichzeitig den Müll. Schließlich fanden sie ein winziges, kläglich miauendes Fellbündelchen. Der Mann meinte: „Eine Schweinerei so etwas. Überlebenschancen hat das Tierchen nicht. Ich lasse es einschläfern.“ Inzwischen war ein Kleintransporter der Stadtreinigung gekommen. Die Müllsäcke wurden aufgeladen und weggebracht. Peter sagte zu dem Mann: „Wo wollen sie mit der Katze hin, ich komme mit.“
Beim Tierarzt bestand er darauf das Kätzchen behalten zu wollen, obwohl es völlig unterernährt war. Der Arzt zuckte mit den Schultern. Dann meinte er: „Kommen sie morgen wieder. Ich werde es erst einmal untersuchen und versorgen.“ Am nächsten Tag erfuhr er, dass das Kätzchen kaum eine wirkliche Chance hätte. Es wäre völlig unterernährt. Dazu wäre ein Vorderbein gebrochen und ein Hinterbein kürzer. Peter bestand darauf, es mitzunehmen. Der Arzt schrieb ihm Verhaltensmaßregeln auf. Mausi lebte bei der Pflege auf. Trotz ihrer Behinderungen wurde sie ein fröhliches Tier. Allerdings konnte sie zuerst weder springen noch klettern. Am liebsten saß sie auf seinem Bauch, wenn er auf dem Sofa lag. Oder sie verkroch sich in seine Armbeuge. Dass sie nicht in seinem Bett schlafen durfte, sah sie nicht ein. Peter hatte Angst, sie im Schlaf, wenn er sich umdrehte zu erdrücken. Anstatt in ihrem Körbchen zu bleiben, saß sie traurig mauzend vor seinem Bett. Hochspringen konnte sie ja nicht. Peter blieb hart. Sie durfte alles tun, was sie wollte. Aber in sein Bett kam sie nicht!
Sie lebte sich ein und wurde sogar etwas fülliger. Saß Peter am Computer, hob er sie auf den Tisch. Interessiert sah sie ihm beim Schreiben zu. Wie alle Katzen musste sie ihn ärgern. Ging er einmal raus und kam zurück, lag sie auf der Tastatur und mimte tiefen Schlaf.
Der Arzt meinte bei einer Konsultation: „Warten wir ab. Sie hat sich durch ihre Pflege gut erholt. Aber …“

Kurt Meran von Meranien 10.10.2011

*
Zweitens: Flinke Maus
Peter stand vor seinem Computer und fluchte. Mausi saß daneben und grinste. Sie lebte jetzt über ein Jahr bei ihm und hatte sich gut entwickelt. Gewachsen war sie zwar kaum, aber sie war gut genährt und recht flink. Springen konnte sie immer noch nicht richtig. Gottseidank! An seinen Tagesablauf hatte sie sich gewöhnt. Fernsehen fand sie interessant. Peter durfte allerdings die Fernbedienung nicht liegen lassen, wenn er einmal rausging. Genauso wenig durfte der Computer unbeaufsichtigt sein. Eines Abends stellte er erstaunt fest, dass ständig ein anderes Programm lief, wenn er einmal das Wohnzimmer verlassen hatte. Er konnte sich das überhaupt nicht erklären. Heute hatte er die Ursache ergründet. Mausi saß jetzt immer am Computer und wollte unbedingt schreiben. Sie legte sich nicht mehr auf die Tastatur, wenn er raus ging. Sie setzte sich davor und ließ ihre Pfötchen auf den Tasten spazieren gehen. Peter hatte sich nicht nur darüber gewundert, dass sich seine Fernsehsender dauernd änderten. In seinem Geschriebenen waren in letzter Zeit viele, vollkommen unverständliche Fehler. Außerdem verschwand ungespeicherter Text immer einmal. Vorhin musste er, auf dem Korridor stehend, mit ansehen wie Mausi seinen Text verschandelte und schließlich den Computer ausschaltete. Alles, was Peter in langen Stunden geschrieben hatte, war weg. Er fluchte unbeherrscht. Scheißkatze! Wütend schnauzte er sie an: „Du kommst mir nicht wieder auf den Tisch, wenn der Computer an ist!“

Mausi sah ihn unschuldig an. Peter musste sich eisern beherrschen, um sie nicht zu schlagen. „Raus!“ Gut gesagt. Mausi konnte weder hoch- noch runterspringen.
Brummend ging Peter zum Sofa und machte den Fernseher an. Es dauerte lange, bis er ein Programm fand, welches ihn interessierte. Mausi saß derweil mauzend auf dem Computertisch. „Strafe muss sein!“ Als er sah, dass sie Anstalten machte, herunterzuspringen, setzte er sie neben sich aufs Sofa. Dann nahm er die Zeitung und sah nach den Programmen. In dem Moment schaltete der Fernseher um. Peter sah entsetzt zu, wie Mausi mit der Fernbedienung spielte. Deshalb also …
Nach einem langen Stillschweigen zwischen ihnen lenkte Peter ein. Er kaufte einen alten und billigen Computer für Mausi. Da konnte sie sich amüsieren. Am Sofa brachte er einen Stufentritt an. Nun war Mausi nicht mehr auf seine Hilfe angewiesen. Die Fernbedienung bekam ein Fach in seinem Bademantel. Alles in Butter? Leider nicht.
Mausi langweilte sich mit der Zeit allein an ihrem Computer und sah ihm lieber bei der Arbeit zu. Peter stellte die automatische Textsicherung ein und als Bildschirmschoner eine irre Fratze. Mausi saß dann mit dem Rücken zum Bildschirm, wenn Peter einmal draußen gewesen war.

Kurt Meran von Meranien 26.10.2011

Meine "Katzengeschichten" sind reine Phantasie! Seit 1988 habe ich keine Katzen mehr. Vorher hatte ich, in einer Landgemeinde wohnend, Katzen. Immer Freigänger, die mich oft in gar nicht lustige Abenteuer stürzten.

***

Zweite WE-Geschichte 2. Woche 12.01.2018

Die Rechnung eines Zahnarztes
Ihr habt ja meine Geschichte – Mund auf - gehört oder gelesen! In ihr hatte ich beschrieben, wie ich von Arzt zu Arzt gelaufen bin, um feststellen zu lassen, wie Blut in meinen Mund kam. Der Zahnarzt wusste es! Parodontitis!

Danach war ich vom 25. Februar bis 29. Mai in schrecklicher Zahnbehandlung.
Drei Vorbehandlungen, eine Hauptbehandlung und schließlich sechs Nachbehandlungstage, die mit zur Hauptbehandlung zählten.

Am 20.Mai bekam ich die Rechnung für die Vorbehandlungstage!
In den Vorbehandlungen war ich Bezahlpatient. Warten musste ich trotz Privatstatus doch ganz schön lange, oft über eine Stunde.   

Es ist ja Privileg der Ärzte, Patienten stundenlang ohne Erklärung oder Entschuldigung warten zu lassen, und sich aufzuregen, wenn der Patient einmal 5 Minuten zu spät kommt!

Was stand auf der Rechnung?   
- 25. Februar: Schriftlicher Heil + Kostenplan auf Aufforderung, 10,12 €!
Ich hatte nur gefragt, ob + wie viel € ich dazu bezahlen müsste! Das ich für die Beantwortung dieser Frage 10,12 € bezahlen musste, und dass auch detailliert und schriftlich bekam, konnte ich nicht ahnen.
-
Mundhygienestatus + Unterweisung 11,25 €!
Was er untersucht hatte, war ganz einfach ein normales etwas abgenutztes, teilweise ersetztes, von ihm in 8 Jahren Behandlungszeit kontrolliertes Gebiss. Unterwiesen wurde ich im Gebrauch der Zahnbürste. Er tut das jedes Mal. Aber diesmal musste ich die Unterweisung bezahlen.   
- Oberflächenanästhesie 13,52 €
- Entfernung harter + weicher Zahnbeläge 23,80 €
Entfernen klingt gut – Schreddern kommt der Wahrheit näher!

An den zwei weiteren Tagen machte er immer das Gleiche wie am ersten. Dafür kamen an den 3 Tagen 94,03 € zusammen und mit auf die Rechnung.

- Zusätzlich stand für den 3. Tag Kontrolle des Übungserfolges gleich 05,62 € da.

Was habe ich geübt?
Zuerst hatte ich mich in Zurückhaltung beim Konsumieren von Alkohol geübt. Außerdem hatte ich mit meinem Zahnfleisch geübt, nicht zu bluten, wenn ich anstatt einer Medium Zahnbürste eine mit harten Borsten benutzte. Weiterhin hatte ich geübt, trotz verstopfter Nase mit weit geöffnetem Mund durch diese Nase zu atmen. Nicht auszureißen, wenn eine Spritze auf mich zukam, ruhig bleiben und nicht zu zucken, wenn er mit den Haken mein Zahnfleisch anhob, oder beim Spülen des Gebisses meine Augen gleich mit gewaschen wurden.

Für diese 3 Vorbehandlungstage blechte ich die stolze Summe von 121,02 €.

Lustig war die Hauptbehandlung!
Ich bekam für je zwei Zähne eine Spritze. 17 Zähne, ich wusste gar nicht, dass ich noch so viele hatte, wurden behandelt, also 9 x gepiekt.

Mit dem Hinweis, ich sollte nicht den Helden spielen, wenn es wehtun würde, sondern eine Hand hochhalten, ging es los!
Als ich dann wirklich einmal meine Hand hochhielt, meinte er erstaunt, das kann gar nicht sein. Sie haben ausreichend Spritzen bekommen. Es kann gar nicht wehtun! Und ich bekam natürlich keine neue Spritze und er machte tatendurstig und unbeschwert weiter.

Ich war kein Bezahlpatient mehr – meine Krankenkasse bezahlte das Haupt + die Nachbehandlung – und wurde wie üblich verarztet.

Zum Schluss zeigte und gab er mir einen Flyer und trug mir auf, mir ein Zahnreinigungsgerät mit Munddusche zuzulegen. Bekommen sie bei Karstadt, und wenn es im Angebot ist, vielleicht sogar etwa 20,00 € billiger.

Was kostet denn dann das Maschinchen?

Ich werde wohl lieber eine abgesägte Klistierspritze und Zahnseide benutzen.

Ich freue mich schon auf die Herbstbehandlung.
Da will er mir ein Video zeigen, und meinen Modellguß unterlegen.

Was immer er damit auch meint. Ich frage nicht!

Wenn jede beantwortete Frage mit 10,12 € zu Buche schlägt, wird es ganz schön happig.

Vielleicht muss ich armer Rentner mir noch eine 400 € Nebenbeschäftigung zulegen, um meine Ärzte bezahlen zu können. obwohl ich erwerbsunfähig bin.

Beim jährlichen Männertest beim Urologen muss ich auch schon immer 92,50 € berappen und die Medizin kostet ja auch manches.

Hoch lebe die medizinische Vorsorge mit ihren ungeahnten Ergebnissen!

Kurt Meran von Meranien 2011

 

Diese Geschichte habe ich während einer öffentlichen Lesung bei HUGENDUBEL in Leipzig-Mitte vorgetragen. Der Raum war knackend voll und die Massen waren begeistert und haben getobt. Wie es sich herausstellte, war eine Zahnarztgattin anwesend. Diese entfachte eine halbstündige Diskussion. Da ich die Originalrechnung dabeihatte konnte ich auch beweisen, dass die Geschichte auf Tatsachen beruhte. Den Namen des Zahnarztes nannte ich allerdings nicht. Er ist ein sehr guter Arzt, der mein Gebiss seit 2000 pflegt.

 

KM


*****

Erste WE-Geschichte 1. Woche 6.01.2018

Mund auf
Was ist medizinische Vorsorge? „Da stellen wir uns einmal ganz dumm“, wie Professor Schnauz in der Feuerzangenbowle sagte. „Medizinische Vorsorge gibt die Möglichkeit, eine entstehende Krankheit im Frühstadium zu erkennen und zu behandeln“! So denke ich, der Patient. Aber wie denkt der Weißkittel? Ich komme zu meiner Ärztin. Ich gehe lieber zu Ärztinnen. „Herr Meran“, was fehlt ihnen“? „Frau Doktor“, „außer Geld fehlt mir nichts. Ich glaube, ich habe etwas zu viel“! „Und was?“ Bla, bla, bla. Ich werde überwiesen.
Und nun geht es los! Der Eine sagt: „Hosen aus, Schlauch rein, wir sehen mal nach.“ Der Griff der Schwester lenkt mich von den Ungelegenheiten der Darmspiegelung positiv ab. Der Urologe sagt: „Hosen runter, ich fasse mal an“. Leider kenne ich keine Urologin. Da wäre mir das Anfassen viel lieber. Die Hautärztin sagt: „Lassen Sie mal den Slip fallen und drehen sie sich herum“. Magenonkel, Lungentante, Orthopäde. Alle sagen, negativ, sie sind gesund! Schön wär’s!
Der Zahnarzt. „Mund auf, Gebiss raus“. Und kratzt ein bisschen am Restgebiss herum. Ich sage zum Zahnarzt: „Ich habe dauernd Blut im Mund. Vom Magen, Hintern, Genitalien und Lunge kommt es nicht.“ Der Zahnklempner sticht herum, und sagt lakonisch: „Wenn ich hier sondiere, schießt Blut heraus. Das darf nicht sein. Sie könnten Parodontitis haben.“ Und hält mir einen Vortrag auf Latein. Als ich frage: „Könnten Sie mir das auf DEUTSCH erklären“, wird er grantig, drückt mir eine Broschüre in die Hand und meint, die Schwester macht PSI. Mein Restgebiss wird geröntgt.
Beim nächsten Besuch, stellt er fest: „Sie haben Parodontose. Sie ist, rechtzeitig erkannt, gut behandelbar“. Wieso er das erst festgestellt hat, nachdem ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe, erklärt er nicht. Er hat also 8 Jahre nur durch die Vorsorge Geld verdient! Nun fuhrwerkt er mir im Mund herum. Es tut weh. Da ich meinen Kopf vom Schmerz wegbewege, sagte er dauernd: „Bleiben sie hier, wir sind noch nicht fertig“. Am liebsten möchte ich ihm ein paar auf den Punkt geben, aber leider hält mich seine Gehilfin fest. Als ich vor Jahren einem Zahnfleischer einen rechten Haken gab, bekam ich Praxisverbot. Das will ich nun aber auch nicht. Es werden 3 Vorbehandlungen und eine Hauptbehandlung angesetzt. Die Vorbehandlungen muss ich auch noch selbst bezahlen. Wie er seine Nachlässigkeit verrechnet, werde ich ihn nach Abschluss der Hauptbehandlung fragen, und dann vorsichtshalber wechseln, denn Zahnarztrache ist furchtbar.

Kurt Meran von Meranien 28.02.2008

*

Der „L-Schönefelder Almanach“

(http://l-schoenefelder-almanach.de/ - http://lsa-news.de/  - http://www.kmvmso.com/),

ist eine private (Hobby)-Onlinezeitung ohne werbliche Inhalte. Warenwerbung wird, falls erkannt, auch wenn sie als Pressemitteilung getarnt ist, nicht publiziert! KM

! PALMÖL ist nicht nur im TANK – sondern auch in industriellen LEBENSMITTELN ! Für PALMÖL muss der REGENWALD sterben ! WAS TANKST DU – WAS ESSEN DEINE KINDER ?

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