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Bildergalerie

1. Die acht Häuser des Stadtgeschichtlichen Museums zu Leipzig

2. Bilder der aktuellen Ausstellungen und Ereignisse

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Das Stadtgeschichtliche Museum informiert:

»Moderne in Leipzig« und »Hymnus an die Zeit«
Kostenfreier Vortrag von Dr. Peter Leonhardt und thematische Führung in der Sonderausstellung »Silber auf Glas« des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

Moderne in Leipzig
Kostenfreier Vortrag von Dr. Peter Leonhardt
Etwas später als in anderen deutschen Großstädten, traten ab 1927 auch in Leipzig Architekten mit modernen Entwürfen für Wohnhäuser und öffentliche Bauten hervor, die wie anderenorts auch von leidenschaftlich geführten Debatten begleitet waren. Einige, wie der Rundling und die Großmarkthalle, gehören inzwischen zum Kanon der modernen Architektur, andere sind nahezu unbekannt geblieben. Schon wenige Jahre später fand die Formensprache des Neuen Bauens unter der NS-Diktatur ein jähes Ende.
Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten der Architektur der Moderne in Leipzig im Kontext der internationalen Entwicklung und zeichnet die Geschichte jener städtebaulichen Entwürfe, Bauten und Projekte nach, die einen lokalen Beitrag zum Neuen Bauen in der Weimarer Republik geliefert haben.
Vor dem Vortrag wird den Besuchern empfohlen die Sonderausstellung »Silber auf Glas. Leipzig-Fotografien Atelier Hermann Walter 1913-1935« zu besichtigen (zzgl. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro).

Termin: Do. 5.3.2020
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Eintritt: kostenfrei
Treffpunkt Haus Böttchergässchen 3, 04109 Leipzig
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„Hymnus an die Zeit“ (Kästner, 1928)
Öffentliche Führung in der Ausstellung »Silber auf Glas. Leipzig-Fotografien Atelier Hermann Walter« mit Friederike Degner
Mit einem Augenzwinkern geht es durch die äußerst bewegten und doch goldenen Jahre 1913 bis 1935 in Leipzig, die vom Leipziger Fotografienatelier Walter in einzigartiger Weise festgehalten wurden. Hinzugezogen wird die Lyrik Erich Kästners jener Zeit. Selbst Student und Journalist in den 1920er Jahren in Leipzig liefert er als "Chronist der Weimarer Republik" sozusagen den "Soundtrack" zu den Walter-Fotografien.

Termin: So. 8.3.2020
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Dauer: 60 min
Preis: Führung kostenfrei (zzgl. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro)
Personenanzahl: max. 25 Pers.
Anmeldung: telefonisch unter 0341-9651340 möglich
Ort: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Haus Böttchergäßchen,
Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig


Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Stadt Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Böttchergäßchen 3
0410
Leipzig

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Pressemitteilung, 20.02.2020
Präsentation kostbarer Mendelssohn-Möbel  langfristig gesichert  Stadtgeschichtliches Museum Leipzig und Mendelssohn-Haus Leipzig bekräftigen Partnerschaft zur Ausstellung der Mendels-sohn-Wohnung 1969 gelang dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig mit dem Familiennachlass von Hugo Wach, einem Enkel von Elisabeth Wach, die vor ihrer Heirat den Namen Mendelssohn trug, ein außergewöhnlicher Ankauf. Sie war die jüngste Tochter des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdys. Weite Teile des Nachlasses aus dem Hause des großen Gewandhauskapellmeis-ters, mit originalen Möbeln, Gemälden und Kunstgegenständen werden seit 50 Jahren ausge-stellt, seit 1997 als Dauerleihgabe im Mendelssohn-Haus in Leipzig.  Dr. Anselm Hartinger, Direktor der Stadtgeschichtlichen Museums: „Wir freuen uns, die bewährte Zusammenarbeit mit dem Mendelssohn-Haus fortzuführen und die kostbaren Einrichtungsgegenstände der ehemaligen Mendelssohn-Wohnung dort verlässlich erhalten und präsentieren zu können. Es ist ein wichtiges Signal, dass die thematisch verbundenen Museen der Stadt im Interesse der Besucher vertrauensvoll kooperieren.“  1970 wurde im Alten Rathaus des Stadtgeschichtlichen Museums ein »Mendelssohn-Zimmer« einge-richtet. Mit diesem Raum entstand damals die erste Leipziger Mendelssohn-Gedenkstätte in einem Museum, die inmitten einer auf Arbeiterbewegung und Sozialismus ausgerichteten musealen Ge-schichtsdarstellung, eine kleine Oase mit dem Flair eines großbürgerlichen Salons bildete. Das Zim-mer war der Versuch, dem Geschmack der Familie Mendelssohn nachzuspüren sowie ihre unmittel-bare private Lebenswelt zu vermitteln. Als im Jahr 1997 nach langer Sanierung das Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße 12 (ehe-mals Königstraße 3, der Ort an dem die Familie ihre letzte Wohnung hatte) eröffnet werden sollte, zö-gerte das Stadtgeschichtliche Museum nicht und stellte sein „Mendelssohn-Zimmer“ als Dauerleih-gabe zur Verfügung – Die letzte erhaltene Privatadresse des Komponisten sollte nicht ohne originale Einrichtungsgegenstände bleiben. Dort kann man seitdem nachempfinden, was der Komponist Louis Spohr nach einem Besuch der Mendelssohns im Juni 1846 berichtete: "In ihrer Einrichtung und gan-zem Wesen herrscht neben allem Luxus und Reichthum eine so reizende Anspruchslosigkeit, daß man sich sehr wohl dabei befinden muß.".

Unter den insgesamt 44 Objekten, die seit 1997 im Mendelssohn-Haus präsentiert werden, befinden sich 25 Originalmöbel aus der Wohnung der Mendelssohns. Dazu zählen u.a. ein Sofa, 14 Stühle, drei Tische, eine Reisetruhe, ein Nähtisch, drei Schränke, eine Kommode, Sockel, (Ofen)Stellschirm, wei-terhin ein Gemälde Porträt FMB von Eduard Magnus, Bronzestatuetten, Lüster und Porzellane. Der zur Verlängerung anstehende Leihvertrag wurde nun langfristig verlängert. Beide Partner haben sich dabei im Interesse der Objekte und ihrer dauerhaften Erhaltung auf hohe konservatorische Standards sowie künftige Restaurierungsvorhaben verständigt.

 

NEUES AUS BETON UND STAHL

Industriefotografien der 1920er Jahre in Sachsen

5.2.2020 bis 17.5.2020
Studioausstellung im Haus Böttchergäßchen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

Der Enkel Max Gotthilf Richters übergab im November 2017 dem Stadtgeschichtlichen Museum das Firmenportfolio der Baufirma seines Großvaters. Die Aufnahmen daraus werden jetzt erstmalig in der Studioausstellung gezeigt. Sie wurden durch das Fotoatelier Hermann Walter im Auftrag der Leipziger Stahlbetonfirma Max Gotthilf Richter für Werbezwecke in den Jahren 1912 bis 1934 angefertigt und halten damit den baulichen Wandel Leipzigs und Sachsens hin zum Industriestandort der Moderne im Bild fest. Mit den Aufnahmen von Rohbauten, Arbeitern oder auch Innenaufnahmen von Produktionshallen zeigen sie eindrucksvoll, wie Großbauprojekte vor rund 100 Jahren realisiert wurden.

Der Bauboom der 1920er Jahre in Sachsen war für die Leipziger Betonbaufirma Max Gotthilf Richter mit zahlreichen Aufträgen verbunden. Einige der Bauvorhaben dieser Zeit sind durch das Fotoatelier Hermann Walter umfangreich dokumentiert. Das Neue Bauen fand hier in zahlreichen Industrieneubauten Ausdruck. Anspruch der Neubauten jener Zeit war nicht nur die architektonische Raffinesse,die durch die neuen statischen Möglichkeiten des Stahlbetons gegeben war. Durch Luft und Licht sollte den Industriearbeitern eine verträglichere Arbeitsumgebung geschaffen werden. Der Neubau des Uhr- und Fahrstuhlturms der Schubert & Salzer Maschinenfabrik in Chemnitz, für den sich der namhafte Architekt Heinrich Basarke verantwortlich zeigte, kann zweifelsohne bis heute als markantestes Wahrzeichen der Industriearchitektur in Sachsen betrachtet werden. Baulich realisiert wurde er 1927 vom Leipziger Baumeister Max Gotthilf Richter, dessen Unternehmen aus Leipzig- Kleinzschocher Bauten in ganz Sachsen ausführte.

Das Sudhaus der Sternburg-Brauerei in Leipzig-Lützschena, entstand 1926 nach Zeichnungen des Architekten Heinrich Mossdorf. Bis heute ist es eine Höhendominante im Nordwesten von Leipzig und prägt mit seinem patinierten Kupferdach die Landschaft. Neben dem fertiggestellten Gebäude des Sudhauses zeigen weitere Bilder von diesem Komplex, Arbeiter bei der Herstellung der aufwendigen Schalung.

Die Ausstellung ist ein Beitrag des Stadtgeschichtlichen Museums im Rahmen des Jahres der Industriekultur Sachsen 2020..

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Alle Angaben seitens des L-Schönefelder Almanach ohne Gewähr 

 

 

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