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Guten Tag.

Ich freue mich darüber, dasss SIE den L-Schoenefelder-Almanach besuchen.

Viel Spaß beim Blättern und Lesen!

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig (SGM)

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Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Direktor: Dr. Anselm Hartinger
Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Katja Etzold
Tel.: 0341 9651320
presse.stadtmuseum(at)leipzig.de
www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

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MUSEUMS_NEWS
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, Sportmuseum Leipzig,  informiert zu folgenden Veranstaltungen:
DFB-Pokal im Museum
Präsentation des DFB-Pokals und geführte Tour in der Ausstellung »EHRENPLATZ« des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

RB Leipzig ist DFB-Pokalsieger.

Das DFB-Pokal-Finale 2022 entschied über den Sieger des DFB-Pokals 2021–22, der 79. Saison des jährlichen deutschen Fußballpokals. Mit einem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg gelang RB Leipzig am 21. Mai 2022 im Olympiastadion in Berlin der Spielsieg.
Am Mittwoch, den 5. Oktober von 10 bis 18 Uhr, haben Interessierte im Rahmen der Studioausstellung »EHRENPLATZ. Eure Geschichten. Eure Schenkungen. Euer Sportmuseum!« (21.9.2022 – 26.2.2023) im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, HAUS BÖTTCHERGÄßCHEN, die Möglichkeit, dem Pokal ganz nahe zu kommen. Außerdem werden zum Mannschafts- und Fangeschehen herausgegebene Souvenirs und Erinnerungstücke des Pokalfinales im Museum präsentiert.

Der Besuch der Ausstellung ist an diesem Tag kostenfrei.
Titel:                            DFB-Pokal on tour
Termine:                      Mittwoch, 5.10.2022
Uhrzeit:                        10 Uhr – 18 Uhr
Ort:                              Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, HAUS BÖTTCHERGÄßCHEN, Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Preis:                           kostenfrei

Das Sportmuseum Leipzig erhält jedes Jahr in etwa 300 bis 500 Schenkungen für die sporthistorische Sammlung. Viele Schenkende wünschen sich einen Ehrenplatz für ihr Objekt in der Ausstellung des Museums. Von der Autogrammkarte bis zur Weltrekordurkunde und von der Torwartmaske bis zum Wanderpokal: Auf dem Weg zum neuen Sportmuseum in Leipzig erhalten nun einige Objekte bereits jetzt diesen Ehrenplatz. Im Rahmen der Führung erzählen wir die – teils verblüffenden, teils verrückten – Geschichten hinter den Objekten und hinter der Schenkung.

Titel:                            EHRENPLATZ – thematische Führung
Termine:                      Samstag, 1.10.2022
Uhrzeit:                        11 Uhr
Ort:                              Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, HAUS BÖTTCHERGÄßCHEN, Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
Preis:                           2,00 Euro pro Person (zzgl. Eintritt)
Voranmeldung:            erwünscht unter 0341 9651340 bzw. stadtmuseum(at)leipzig.de

eingestellt: Kurt Meran 29.09.2022
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Aktuelles Programm
September
Sa. 10.9. 16 Uhr Auktion in „Die Welt als Würfel“*
Zum Ersten – zum Zweiten – zum Dritten – Verkauft! Im Rahmen der Sonderausstellung „Die Welt als Würfel. 5000 Jahre Glück im Spiel“ veranstaltet die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft gemeinsam mit dem Sammler Jakob Gloger eine Auktion im Stadtgeschichtlichen Museum. Versteigert werden historische Würfel, Spielkarten und andere Spiele - allesamt Originale aus der Sammlung Jakob Gloger. Der Erlös kommt dem aktuellen Förderprojekt der Lotter-Gesellschaft, der Restaurierung des Gemäldes „Kurfürst Johann Georg l“, zu Gute. Hinweis: Nur Barzahlung möglich!

Diese Objekte werden versteigert.

Mi. 14.9. 17 Uhr Die Magie des Würfels: Kurator trifft Sammler*
Objekte zum Anfassen und Kuratorenführung mit Jakob Gloger und Tim Rood.

Sa. 17.9. 16 Uhr Aktiv-Führung für Kinder und Familien*
Seit wann wird gewürfelt und hatte der Würfel schon immer sechs Seiten? Spielerischer Rundgang durch die Ausstellung mit Objekten zum Testen und Anfassen.

Buchbar auch für Grundschulen.
So. 18.9. ab 12 Uhr  2. Deutsche Kniffel-Meisterschaft und Führung
Eintritt und Teilnahme kostenfrei, Open Air vor dem Haus Böttchergäßchen
Höhepunkt der Sonderausstellung mit großer Kniffel-Meisterschaft in Kooperation mit FORUM-Spiel und Schmidt Spiele vor dem Haus sowie einer Führung und Getränken

Einzelteilnahme an den Meisterschaften ab 6 Jahren, Ende gegen 15 Uhr. Voranmeldung unter 0341.9651340 oder stadtmuseum(at)leipzig.de erforderlich

Oktober
Do. 13.10. 16:30 Uhr Die Magie des Würfels: Kurator trifft Sammler*
Objekte zum Anfassen und Kuratorenführung mit Jakob Gloger und Tim Rood.
Di. 18.10. 14 Uhr  Kreativ Ranklotzen! Bau Deinen eigenen Würfel (Workshop)*
Im Anschluss an eine kurze Führung kannst du deinen eigenen, individuellen Würfel bauen. Dabei erfährst du, wie unterschiedlich Würfel sein können und was sie dennoch gemeinsam haben.

Für Kinder ab 7 Jahre, mit Ferienpass 2 €, ohne 4 € (inkl. Material), Voranmeldung erforderlich.

So. 23.10. 15 Uhr Finissage mit Führung "Die Magie des Würfels: Kurator trifft Sammler"*
Objekte zum Anfassen und Kuratorenführung mit Jakob Gloger und Tim Rood. kostenfreier Eintritt ab 15 Uhr.

Wenn nicht anders angegeben sind Führungen und Vorträge kostenfrei, zzgl. Eintritt.

*Voranmeldung unter 0341/9 65 13 40 oder stadtmuseum(at)leipzig.de
Alle Angaben seitens des L-Schönefelder Almanach ohne Gewähr
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PRESSEINFORMATIONEN
SGM 29.08.2022

Veranstaltungstipps im Rahmen von "Die Welt als Würfel":
10.9., 16 Uhr: Auktion | 18.9., 12 Uhr: Kniffel-Meisterschaft
das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig informiert über folgende VA-Tipps:

Auktion und Kniffel-Meisterschaft im Stadtgeschichtlichen Museum
Höhepunkte der Sonderausstellung „Die Welt als Würfel. 5000 Jahre Glück im Spiel“
Bei der Auktion der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft kann jeder ein Stück Würfelgeschichte ergattern. Dabei werden am 10.9. ausgewählte Originale aus der Sammlung Jakob Gloger im Stadtgeschichtlichen Museum versteigert. Spaß für die ganze Familie verspricht die 2. Deutsche Kniffel-Meisterschaft am 18.9., welche mit dem FORUM-Spiel und Schmidt Spiele organisiert wird.
 
Auktion in „Die Welt als Würfel“
Zum Ersten – zum Zweiten – zum Dritten – Verkauft! Im Rahmen der Sonderausstellung „Die Welt als Würfel. 5000 Jahre Glück im Spiel“ veranstaltet die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft gemeinsam mit dem Sammler Jakob Gloger eine Auktion im Stadtgeschichtlichen Museum. Versteigert werden historische Würfel, Spielkarten und andere Spiele - allesamt Originale aus der Sammlung Jakob Gloger. Der Erlös kommt dem aktuellen Förderprojekt der Lotter-Gesellschaft, der Restaurierung des Gemäldes „Kurfürst Johann Georg l“, zu Gute. Informationen über die zu ersteigernde Objekte gibt es unter www.stadtmuseum-leipzig.de. Hinweis: Nur Barzahlung möglich!
Termin:  Sa. 10.9.2022
Uhrzeit: 16 Uhr, Vorbesichtigung ab 15 Uhr
Ort:        Stadtgeschichtliches Museum, Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3
Kosten:  kostenfrei
Anmeldung:  
erwünscht unter 0341/9 65 13 40 oder stadtmuseum(at)leipzig.de

2. Deutsche Kniffel-Meisterschaft und Führung
Höhepunkt der Sonderausstellung ist die 2. Deutsche Kniffel-Meisterschaft in Kooperation mit FORUM-Spiel und Schmidt Spiele, die vor dem Museum stattfindet. Den Gewinner oder die Gewinnerin erwartet ein attraktives Spielepaket. Im Anschluss führt der Sammler Jakob Gloger durch die Ausstellung.
Einzelteilnahme an den Meisterschaften ab 6 Jahren, Ende der Meisterschaft gegen 15 Uhr.
Termin:   So. 18.9.2022
Uhrzeit:  12 Uhr
Ort:         Open Air am Stadtgeschichtlichen Museum, Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3
Kosten:   kostenfrei
Anmeldung: erforderlich unter 0341/9 65 13 40 oder stadtmuseum(at)leipzig.de
 
Fotos:
Leipziger ROVO Würfelautomaten um 1935 © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Foto Markus Scholz
Meisterschaften am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

In Vertretung Ann-Kathrin Reichenbach
Katja Etzold
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Stadt Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
Tel.: +49(0)341-96513-20
Fax: +49(0)341-96513-52
E-Mail: katja.etzold(at)leipzig.de
Internet: https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Kurt Meran 29.08.2022
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das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, Schillerhaus informiert:

Götterfunken für das Kleinod

Neue Ausstellung für das Schillerhaus Leipzig

Das historische Kleinod der Leipziger Stadt- und deutschen Literaturgeschichte, das Schillerhaus des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, erhält einen neuen Auftritt. Aufgrund der Umbauarbeiten zur Ausstellung ist das Haus und der Garten ab dem 12. September 2022 für den Publikumsverkehr geschlossen.  

Die feierliche Wiedereröffnung ist für Samstag, den 1. April 2023, geplant.

Im heute ältesten Bauernhaus der Stadt, in der Gohliser Menckestraße, hat der junge Friedrich Schiller (1759 – 1805) auf Einladung eines Freundeskreises um den Leipziger Juristen Christian Gottfried Körner einige Wochen des Sommers 1785 in den oberen Räumen verbracht. In dieser Zeit findet er Freunde, Gleichgesinnte, Anerkennung und dichtet im Hochgefühl des unerwarteten Aufwinds jene Verse, die heute weltweit seine bekanntesten sind – das Lied »An die Freude«.

Seit 180 Jahren existiert hier eine Gedenkstätte. Robert Blum war es, der wenige Jahre vor der Deutschen Revolution 1848/49 die Pforte und Gedenktafel einweihte. Seit 1961 ist das Schillerhaus Außenstelle des Stadtgeschichtlichen Museums. Die aktuelle Ausstellung aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erhält nun eine Verjüngungskur.In der neuen Ausstellung werden Besucherinnen und Besucher dem jungen Schiller als normalem Mitmenschen begegnen und der Weltkarriere seines Liedes folgen, durch Haus und Garten, durch Konzerthallen und Revolutionen bis hin zu den modernen Medien dieser Tage.

„Wir beabsichtigen, unsere Gäste nicht mit dem Schöpfergenie der »Kraniche des Ibykus«, sondern einem jungen Mann bekannt zu machen, der den verhassten Job hingeworfen, den geliebten nächsten verloren, der die Behörden auf den Fersen, die Gesundheit angeschlagen und dazu Pech mit den Frauen hatte. Kurzum, im Zentrum wird ein Fünfundzwanzigjähriger stehen, für den seine Welt in einer monströsen Katastrophe unterzugehen drohte.“ so Steffen Poser, der die Neukonzeption der Ausstellung museumseitig intensiv begleitet.

Mit dem Gestalterteam von Zebraluchs und deck61° hat das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig Partnerinnen und Partner gefunden, die diesen Weg mit entsprechender Sensibilität, Spielfreude und Entdeckerlust gemeinsam mit dem Museum gehen.

Der Besuch der neuen Ausstellung ist ab Samstag, den 1. April 2023, wieder möglich. Dann bietet die Ausstellung und der Garten neben dem individuellen Besuch ebenso ein umfangreiches Programm an Konzerten, Theatervorführungen, Lesungen und vieles mehr.

Fotos, Markus Scholz

© Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

1 Eingangspforte des Schillerhauses in Leipzig-Gohlis.

2 Impression der aktuellen Ausstellung im historischen Bauernhaus.

Im Auftrag

In Vertretung Ann-Kathrin Reichenbach | Marketing

Katja Etzold

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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Stadt Leipzig

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Böttchergäßchen 3

04109 Leipzig

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Pressemitteilung, Leipzig, 08.2022


Vergessene Rück(an)sichten
Status quo der Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen
Museum Leipzig


Im Provenienzforschungsprojekt zu NS-Raubgut lenkte das Stadtgeschichtliche Museum
Leipzig von 2019 bis 2022 den Blick auf ein dunkleres Kapitel der Museumsgeschichte und widmete sich den Erwerbungen zwischen 1933 und 1945, prüfte insgesamt 323 Kunstwerke auf möglichen unrechtmäßigen Erwerb. Eine Publikation stellt nun die Ergebnisse vor. Die Provenienzforschung zu ausgewählten Beständen dieser Zeit wird ab Dezember 2022 in einem neuen Projekt fortgeführt.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die zuvor geltende gesellschaftliche Ordnung vollkommen ausgehebelt. Durch die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, politischen Gegnern, Sinti und Roma, „Asozialen“ und Homosexuellen setzte nach kurzer Zeit auch eine Welle der Enteignungen ein. Davon profitierten nicht nur die Auktionshäuser oder der Kunsthandel, sondern auch die kulturbewahrenden Institutionen der Museen.
Im durch das Zentrum für Kulturgutverluste geförderten Projekt »Provenienzrecherchen im Sammlungsbereich Kunst und Kunsthandwerk des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig für die Erwerbungen zwischen 1933 und 1945« untersuchte das Museum die Biografien der Einliefernden, sowie die Netzwerke des Leipziger Kunsthandels und die Beziehungen zu den städtischen Ämtern.
Darüber hinaus sind die Erwerbungen jener Zeit, etwa Schenkungen, Ankäufe im Rahmen von Auktionen, Überweisungen oder Tauschgeschäfte von Kunstwerken, systematisch und proaktiv gesichtet worden, um NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter zu identifizieren. Bei sieben Objekten wurde festgestellt, dass eindeutig ein NS-verfolgungsbedingter Entzug vorliegt. Eine Erwerbung 1941 beim Versteigerungshaus Hans Klemm deutete unmittelbar auf NS-Raubkunst hin.
Fünf weitere Werke weisen aufgrund von Vereinsauflösungen und den damit verbundenen Zuweisungen ins Museum oder Ankäufen im Kunsthandel auf eine bedenkliche Herkunft hin. Alle Forschungsergebnisse sind in der Museums-Sammlungsdatenbank www.stadtmuseum.leipzig.de sowie in der Lost Art-Datenbank im Falle von bedenkenswerten Provenienzen öffentlich einsehbar.

Die Publikation »Vergessene Rück(an)sichten« rückt nun die einst übersehenen Kunstwerke ins Blickfeld: Ein Einstieg ist durch die Vorstellung der Museumsgeschichte und den Überblick der Ausstellungen zwischen 1933 und 1940 gegeben. Ein Teil der Erwerbungen und ausgewählte Forschungsaspekte werden dargestellt, darunter u. a. Die Aufklärung einer Irreführung im Falle des Künstlers Emil Büchner und seiner angeheirateten Familie Polich. Die Vorstellung der Kunsthandlung Curt Naubert und C.G. Boerner stehen stellvertretend für den damaligen Leipziger Kunsthandel. In weiteren Beiträgen wird sich mit der Sammelleidenschaft von Privatpersonen auseinandergesetzt, der Blick auf frühere Ausstellungen als wertvolle Quelle der Provenienzforschung gerichtet und sich der Aufklärung einer bedenklichen Provenienz in der Museumsbibliothek gewidmet. Exemplarisch wird zudem eine bereits erfolgte Restitution der Sammlung von Karl Rudolf Bromme, darunter Abzeichen, Bücher, Spiele und Gegenstände der Alltagskultur, aus dem Jahr 2006 vorgestellt. Details zu ihrer Arbeit stellt die Restauratorin Franziska Lipp, die das Projekt bei der Untersuchung der Kunstwerke maßgeblich unterstützt hat, in einem Interview vor. Zudem werden die Intention und Umsetzung des
realisierten pädagogischen Angebotes für Jugendliche beschrieben. Ein Glossar erläutert abschließend die Fachbegriffe der Provenienzforschung.

Provenienzforschung ist für uns ein zentraler Bestandteil einer kritischen Sammlungsgeschichte, die ganz viel zeithistorisches Material zu den Verstrickungen und Spielräumen der Beteiligten bereitstellt.
Es war uns deshalb wichtig, die Ergebnisse des Projekts nicht allein in einem wissenschaftlichen Arbeitsbericht darzustellen, sondern auch eine gut lesbare Publikumsveröffentlichung vorzulegen, die gleichermaßen Einblicke in die Stadt- und Museumsgeschichte ermöglicht, so Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Die systematische Provenienzforschung und die Prüfung von Erwerbungen, die in einem
Zusammenhang mit NS-Raubgut stehen, werden in einem weiteren Forschungsprojekt durch die Provenienzforscherin Lina Frubrich ab Dezember 2022 fortgesetzt. Das gesamte Forschungsvorhaben umfasst dabei sammlungsübergreifend die Bereiche Kunst/Kunsthandwerk, Fotothek, Alltagskultur/Volkskunde und Bibliothek. Es werden die Provenienzen von insgesamt 43 Erwerbungen recherchiert. Das Forschungsprojekt wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert.


Vergessene Rück(an)sichten.
Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig
Herausgeber: Lina Frubrich und Anselm Hartinger im Auftrag der Stadt Leipzig
Redaktion: Ulrike Dura, Katja Etzold, Lina Frubrich, Friederike Klose, Celina Papendorf
Gestaltung: Studio Oase GbR
Druck und Herstellung: pögedruck Leipzig

ISBN 978-3-910034-89-1
Das Buch ist zum Preis von 8,50 Euro im Stadtgeschichtlichen Museum erhältlich.

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Die Welt als Würfel. 5000 Jahre Glück im Spiel
Sonderausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig bis 23.10.2022 verlängert
Die Würfel sind noch nicht gefallen – Die aktuelle Sonderausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig zur über 5000-jährigen Kulturgeschichte des Spielwürfels geht in die Verlängerung. Noch bis Sonntag, den 23.10.2022, ist die interaktive Ausstellung »Die Welt als Würfel. 5000 Jahre Glück im Spiel« mit der Würfelsammlung des Leipzigers Jakob Gloger, eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zur Kulturgeschichte des Spielwürfels, im HAUS BÖTTCHERGÄßCHEN in Leipzig zu sehen.
Alle hatten ihn bereits in der Hand, aber nur wenige kennen seine Ursprünge. Als eines der ältesten Spiel-Kulturgüter der Menschheit blickt der Würfel zurück auf eine 5000-jährige Geschichte. Neben der Geschichte weltbekannter Würfelspiele wie »Mensch ärgere Dich nicht« oder »Backgammon«, können auch der vergessene Bestseller Glocke und Hammer und andere kuriose Objekte entdeckt werden. Was hat z.B. Parfum in Würfeln zu suchen und wie hängen ein Mini-Würfel, ein Schuhabsatz und eine Schnupftabakdose zusammen? In der Ausstellung begeben sich die Gäste auf eine Zeitreise: Von der Zukunft zurück zu den Anfängen des Würfels.
„Ich freue mich, dass unsere Schau auf so positive Resonanz stößt, dass so viele Menschen sich für das Thema Würfel interessieren, die Möglichkeiten zum Spielen nutzen und sich kreativ an unserer interaktiven Wand austoben. Nun haben Leipzigerinnen und Leipziger ebenso Gäste der Stadt einen weiteren Monat die Chance, der Reise zu den Anfängen des Spielwürfels nachzugehen!“ so Kurator Tim Rood.
Noch bis in die Herbstferien hinein haben kleine und große Gäste die Möglichkeit, in »Die Welt als Würfel« einzutauchen und ihr Würfelglück bei historischen Spielen und in der Spielecke unter Beweis zu stellen. Zudem bieten Kurator Tim Rood und Sammler Jakob Gloger Workshops, Vorträge und interaktive Führungen an.
Veranstaltungstipp
So. 18.9. ab 12 Uhr 2. Deutsche Kniffel-Meisterschaft und Führung
Eintritt und Teilnahme kostenfrei, Open Air vor dem Haus Böttchergäßchen
Höhepunkt der Sonderausstellung mit großer Kniffel-Meisterschaft in Kooperation mit FORUM-Spiel und Schmidt Spiele vor dem Haus sowie einer Führung und Getränken
Einzelteilnahme an den Meisterschaften ab 6 Jahren, Ende gegen 15 Uhr.
Kurt Meran am 16.08.22
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»KLANGPAUSE« - Mittagskonzerte im historischen Festsaal Altes Rathaus Leipzig

Nach der Sommerpause geht die »Klangpause« ab September in eine neue Runde. Die Mittagskonzerte finden wieder jeden Freitag im historischen Festsaal des Alten Rathaus in Leipzig statt. Die etwa halbstündigen Konzerte werden von den Klavierklassen der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig bestritten. Jedes Konzert wird zudem mit einem kleinen historischen Kalenderblatt eröffnet, das auf unterhaltsame Weise historische Ereignisse und Jubiläen der Stadtgeschichte in Erinnerung ruft und auf die Objekte der Dauerausstellung hinweist.

Termine:

Freitag, den 2.9., 9.9., 16.9., 23.9., 30.9., 14.10., 21.10., 28.10., 4.11., 11.11., 18.11.,     25.11., 2.12.,9.12.,16.12.

Uhrzeit: 12:30 Uhr

Einlass: ab 12 Uhr

Dauer:   30-45 min

Ort:        Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus,

               Markt 1, 04109 Leipzig

Preis:     3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro

Voranmeldung:

möglich unter 0341 9651340 bzw. stadtmuseum(at)leipzig.de

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

15. August 2022

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Von »Kreativ Ranklotzen« bis zum »Wow-Effekt«

Sommerferienprogramm des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig

Im Juli und August werden die jungen Besucherinnen und Besucher des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig beim bunten Ferienprogramm auf facettenreiche Weise kreativ tätig. Die sommerlichen Temperaturen verbringen die Kinder mit vielseitigen Workshops im Schillergarten oder basteln eigene Würfel im Haus Böttchergäßchen. Außerdem entdecken Kinder „Leipzig von unten“ im Alten und Neuen Rathaus und schaffen kleine Skulpturen am Völkerschlachtdenkmal. Neben Workshops finden zahlreiche Familienführungen in unseren Häusern statt. Die Abendstunden genießen Sie beim Sommertheater im Musengarten des Schillerhauses.

 

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AUSGESTELLT UND ANGESTAUNT

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig fragt im Alten Rathaus nach Hightech, Traditionen, aber auch Kolonialismus 1897 – und lädt zum Quiz-spiel und Gewinnen ein.

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig widmet sich mit der Intervention »AUSGESTELLT UND ANGESTAUNT« Menschen, Technik & Traditionen auf der Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung („STIGA“) 1897. Die Ausstellung findet vom 6. Juli bis 31. Oktober 2022 in der Ständigen Ausstellung »Moderne Zeiten« im Alten Rathaus statt. Sie ist ein Programmpunkt im städtischen Themenjahr 2022 »Leipzig. Freiraum für Bildung«.

Die Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung 1897 war eine Großveranstaltung, die vor 125 Jahren ein Millionenpublikum im Herzen Leipzigs in ihren Bann zog. Sie war angelehnt an große Weltausstellungen und bot Superlative. Etwa 2,3 Millionen Gäste bestaunten hier neueste Technik, kamen zur Unterhaltung und Vergnügen. Deren Dimensionen, aber auch kritische Seiten des Ausgestelltseins zeigt das Museum in einer Intervention im Alten Rathaus.

Warum verehrten viele Leipziger Bürger damals Bismarck? Wegen welcher Krankheit musste die Messe ausfallen? Hatte Leipzig ein besonders Bierprivileg? Solche Fragen können die Museumsgäste dabei selbst erraten und hochwertige Eintrittskarten in Leipziger Kulturorte gewinnen.

1897 war Leipzig mitten im Wachstum und Wandel. Industrie und Technik boomten. Die Gewerbeausstellung schaute zugleich zurück in die Geschichte der Messestadt. Historischer Anlass war die 400. Wiederkehr des kaiserlichen Privilegs 1497, mit dem auf große Traditionen der Warenmesse verwiesen werden konnte. Das war nötig: Die Konkurrenz in neuen Industriezentren oder der Reichshauptstadt Berlin war am Start, Leipzig den Rang abzulaufen. Daher wurde 1895 hier die moderne Mustermesse konzipiert. Sie führte zu einem großen Umbau der Altstadt und dem Entstehen der Messehäuser. Das prägt Leipzig bis heute. Das Bürgertum wollte mit dieser Industrieausstellung mithalten mit anderen solchen Großveranstaltungen, von den gezeigten Produkten über Technologien bis zu Vergnügungsmöglichkeiten. Man präsentierte sich sozusagen schon damals als „The better Berlin“ und formulierte ein lang wirkendes Stadt-Image.

Die für Leipzig so wichtige Messe entwickelte sich rund ums Jubiläumsjahr zur modernen Musterschau. Angeregt vom Handelsbürgertum, betonte die Industrieausstellung die wirtschaftliche Bedeutung Mitteldeutschlands für das Deutsche Reich, auch gegenüber der Konkurrenz. Viele innovative Firmen, auch aus Leipzig, präsentierten ihre Leistungen. Sie beruhten auf dem positiven Gründungsklima der Stadt und politischer Förderung. Modernste Ausstellungsmittel zeigten den Boom von Industrie und Technik in Kontrast zu historischen Architekturen, dörflichem Leben – und Menschen aus Ostafrika.

Die als Menschenschau aufgebaute Deutsch-Ostafrikanische Ausstellung (DOAA) als Teil der Industrieausstellung STIGA war eine entmenschlichende Ausstellung zur Belustigung des weißen Publikums. 47 Ostafrikanerinnen und Ostafrikaner waren dafür nach Leipzig gebracht worden. Sie wurden als Teil einer vermeintlich idyllischen deutschen Kolonialherrschaft zur Schau gestellt. Wer die Entstehung des gegenwärtigen Rassismus verstehen will, muss meines Erachtens genau in diese Epoche der Geschichte schauen“. so Tania Kolbe, Mitglied der AG Colonial Memory ReTelling: DOAA Leipzig. Im Alten Rathausstelltdie Intervention bewusst die Perspektive der ausgestellten Personen in den Vordergrund statt der vermeintlich "objektiven" weißen Geschichtsschreibung. „Dieses damalige Bild vom Menschen – den Kolonisierten, den sich als überlegen empfindenden Besucher – wollen wir heute in Zusammenarbeit mit der AG kritisch zeigen.“, so Dr. Johanna Sänger, Kuratorin der Intervetion.

Dazu kommen noch weitere Menschenbilder in diesem großen Vergnügungspark, denn auch das war die Industrieausstellung: Kostümierte, die sich als Händler, Schankmädchen oder Ritter aus einer heilen Vergangenheit zeigten oder Thüringer Bauersleute. Wie in einem Themenpark wurde ein Bild von Stadt und Land, Moderne und Vergangenheit und letztlich auch Rassendenken vorgeführt. Lebensweisen, Technik und Traditionen wurden hier zu einem Spiegel ihrer Zeit.

Die Intervention des Stadtgeschichtlichen Museums „stört“ damit in ihrer Ständigen Ausstellung »Moderne Zeiten«. Im Alten Rathaus suchen diese Bilder und Objekte Kontraste zu den bekannten Stadtansichten und Exponaten. Fotos, Pläne, Souvenirs, aber auch einer Maschine oder selbst einem Sportgerät oder Klavier zeigen noch heute, was die STIGA damals für die Menschen bedeutete: Das Erlebnis von modernen Technologien wie elektrischem Licht und Antrieb, in der Industrie genau wie im Alltag.

Zum Ausstellungsrundgang erhält jeder Gast zudem ein Quiz, womit er die Ausstellung besser kennenlernen kann und auf sein Wissen rund um die STIGA testen kann.

Öffnungszeiten Altes Rathaus:

Dienstag bis Sonntag und Feiertage = 10 Uhr bis 18 Uhr

Alle Angaben ohne Gewähr

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Im Rahmen des Begleitprogramms finden bereits ab Mittwoch, den  6.7., um 15 Uhr und 17 Uhr geführte Rundgänge durch die Ausstellung sta

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Katja Etz

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