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PRESSEMITTEILUNG GRASSI MAK 14.10.2021

FRAGILE PRACHT. Glanzstücke der Porzellankunst
Ausstellung 13.11.2021 – 9.10.2022

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst präsentiert ab 13.11.2021 in seiner Art déco-Pfeilerhalle über 400 herausragende Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung. Dabei sind die bedeutendsten Manufakturen sowohl mit Geschirren als auch Figuren vertreten – aus der Zeit des Barock, Rokoko, Klassizismus und Biedermeier.

Schwerpunkte bilden frühe Porzellane der Manufaktur Meissen, der ersten Porzellanmanufaktur Europas, aber auch Porzellane der Thüringer Manufakturen Gera, Gotha, Limbach, Kloster Veilsdorf, Volkstedt und Wallendorf.

 

GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz  5-11, 04103 Leipzig, www.grassimak.de
Öffnungszeiten: Di - So und Feiertage 10-18 Uhr, Mo geschlossen

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Pressemitteilung Zeichen der Ermutigung“ nach Belarus

Die belarussischen Journalistinnen Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa werden mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ 2021 ausgezeichnet

 

Leipzig, der 29. Juli 2021

Die belarussischen TV-Journalistinnen Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa werden in diesem Jahr mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt jeweils 10.000 Euro. Der Preis wird an Medienschaffende verliehen, die sich in herausragender Art und Weise und häufig unter Gefahr für das eigene Wohlergehen um die Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung verdient gemacht haben. Wie sehr das belarussische Regime die Pressefreiheit beschränkt, beobachten wir seit Jahren mit zunehmender Besorgnis. Seit der Präsidentschaftswahl 2020 wird Tag für Tag erkennbarer, dass sich Präsident Lukaschenko und seine Regierung nur noch durch massive Eingriffe in die Redefreiheit, die Pressefreiheit oder die Versammlungsfreiheit im Amt halten können und für den Machterhalt alle Register, bis hin zur Kaperung einer zivilen Passagiermaschine, zu ziehen bereit sind“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung. Die Entscheidung der Jury zur Verleihung unseres Medienpreises an Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa ist als Zeichen der Ermutigung an alle Medienschaffenden und auch an die Zivilgesellschaft nicht nur in Belarus zu verstehen, für die Freiheit des Wortes und eine unabhängige Berichterstattung einzutreten. Ausdrücklich würdigt die Jury das Engagement der beiden jungen Journalistinnen, die mit ihrer Arbeit auf das Schicksal Roman Bondarenkos aufmerksam machten, der Stimme einer freien Berichterstattung in einem autokratischen Regime Gehör verschafften und dafür nun – wie so viele andere – unter den Repressionen des Regimes leiden müssen“, so Seeger weiter: „Mit allem Nachdruck verlangen wir die sofortige Haftentlassung unserer beiden Preisträgerinnen sowie das Ende ihrer strafrechtlichen Verfolgung.“ Die Verleihung des „Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien“ findet in der Regel am 8. Oktober in Leipzig statt – am Vorabend des Jahrestages der nicht nur für Leipzig entscheidenden Demonstrationen gegen das DDR-Regime am 9. Oktober 1989. In welcher Form die Preisverleihung in diesem Jahr stattfinden wird, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Über die Preisträgerinnen

Die 27-jährige TV-Reporterin Katerina Bachwalowa (Pseudonym: Katerina Andrejewa) und ihre heute 24-jährige Kamerafrau Daria Tschulzowa arbeiten für den Sender BelSat TV, der aus Polen betrieben wird. Medienexperten zufolge ist BelSat TV eine der wenigen Möglichkeiten für die Menschen in Belarus, sich regimeunabhängig zu informieren. Damit fülle der Sender ein „Informationsvakuum“. Bachwalowa und Tschulzowa hatten am 15. November 2020 eine Gedenkversammlung für den wenige Tage zuvor getöteten Roman Bondarenko übertragen. Bondarenko war am 11. November 2020 festgenommen worden und wurde wenig später schwer verletzt von der Bezirksabteilung für innere Angelegenheiten in ein Krankenhaus verlegt, wo er am 12. November verstarb. Über fünf Stunden sendeten Bachwalowa und Tschulzowa einen Livestream von der Gedenkversammlung für Bondarenko. Daraufhin wurden sie festgenommen. Ein belarussisches Gericht wertete die Sendung später als „Handlung, die in grober Weise die öffentliche Ordnung“ verletzt habe. Bachwalowa und Tschulzowa wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Berufung gegen das Urteil wurde Ende April 2021 abgewiesen. Katerina Bachwalowa wurde am 2. November 1993 in Minsk geboren. Sie studierte an der Minsker Staatlichen Linguistischen Universität und zog anschließend für zwei Jahre nach Spanien. Nach ihrer Rückkehr nach Belarus arbeitete sie als Journalistin für das belarussische Radio Libertyund die Zeitung Narodnaya Volya. Seit 2017 ist sie für BelSat TV tätig. Im Zuge ihrer Arbeit wurde sie mehrfach verhaftet. DariaTschulzowa wurde am 20. Februar 1997 in Schklou geboren. Sie studierte an der Staatlichen Kuleschow-Universität Mahiljou, studienbegleitend arbeitete sie für die Webseite Mahiljou Online. Nach dem Ende ihres Studiums 2019 wurde sie zunächst freie Korrespondentin bei BelSat TV, später Mitarbeiterin. Zum Preis:Mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ehrt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig seit 2001 jährlich Journalisten, Verleger und Institutionen, die sich mit hohem persönlichen Einsatz für die Freiheit und Zukunft der Medien engagieren. Der Preis soll auch die Erinnerung an die friedliche Revolution in Leipzig am 9. Oktober 1989 wachhalten: Damals forderten die Demonstranten „eine freie Presse für ein freies Land“.

 

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Menckestrasse 27
04155 Leipzig

 

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