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Pressemitteilung

GRASSIMESSE LEIPZIG: 29.10. – 31.10. 2021

Rund 130 Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen

und Designer aus Europa und Asien

Für die Teilnahme an der vom 29.10. bis 31.10. 2021 stattfindenden

GRASSIMESSE im Leipziger GRASSI Museum für Angewandte Kunst sind 130 Aussteller*innen aus acht europäischen Ländern sowie aus Taiwan, Japan, Südkorea und China ausgewählt worden. Das diesjährige Gastland Italien stellt virtuoses und überraschendes Design und Kunsthandwerk vor.

Die GRASSIMESSE gilt als eine der führenden internationalen Verkaufsmessen für angewandte Kunst und Design, als Treffpunkt für Kreative, Galerien, Fachleute und an Design und Gestaltung Interessierte. Die Grassimesse lädt zum Schauen, Kaufen und Informieren ein und zeigt Tendenzen und Innovationen in den Bereichen Mode und Textil, Schmuck und Accessoires, Keramik, Porzellan, Möbel, Holz, Metall, Glas, Papier und Spielzeug.

Schwerpunkte

Die Schwerpunkte der diesjährigen Grassimesse liegen in den Bereichen Schmuck, Keramik, gefolgt von Holz, Textil und Papier/Buchkunst. Von handwerklich exzellent gearbeitetem Möbelstücken und humorvollen Wandinstallationen bis hin zu filigranem Papierschmuck und hervorragend gearbeiteter Keramik reicht die Spannbreite der zu verkaufenden Arbeiten. Knapp ein Drittel der Aussteller*innen ist erstmals auf der Grassimesse 2021 vertreten, alle Weiteren waren zumindest auf einer der vergange-nen Grassimessen zu Gast.

Neuentdeckungen und Experimentelles

Neben arrivierten und der Grassimesse seit langem verbundenen Ausstellern gibt es eine Reihe von Premieren. So ist beispielsweise erstmals dabei dieaus Lettland stammende und in Frankfurt/M. ansässige Sarmite Polakova. Sie forscht intensiv zu

Naturmaterialien und arbeitet aktuell mit Kiefernrinde, die sie in unterschiedliche Zustände versetzt. In Streifen geschnitten und geflochten, kann die naturbelassene Rinde zu großen Objekten und sogar Sitzmöbeln verarbeitet werden. Mit Kunstsoff versetzt, werden Rindenpartikel zu wasserdichten Gefäßen.

Auch Beate Eismann aus Halle/Saale arbeitet seit jeher experimentell, moderne Technologien fordern sie geradezu heraus. Die Schmuckkünstlerin hat sich mit ihrer Objektgruppe „Units“ ganz gezielt mit dem Gegenüber von Tradition und zeitgenössischer Gestaltung auseinandergesetzt. So verwendet sie als Ausgangsmaterial die Rohformen der Matroschka-Puppen und stellt sie mittels Reihung und Rhythmisierung sowie durch individuelle Dekore in einen neuen Kontext.

Humorvolles und Bissiges stellt die Leipziger Firma „Doppeldenk“ vor. Das Designerduo hat sich ein eigenes Sprachrepertoire entwickelt, das sich auf freie Skulpturen, Wandinstallationen und Drucksachen anwenden lässt. Es bewegt sich zwischen Comic, Emojis und kreativer Typografie. Besonderer Fokus liegt jedoch auf der Verarbeitung von Holz und verweist auf erzgebirgische Wurzeln.

Specials und Hochschulpräsentationen

Erstmals zu Gast ist die Münchner Galerie Biró. Angefangen hat Olga Zabel-Biró als Spezialistin für Schmuck aus Kunststoff. Heute repräsentiert sie und ihr Team zahlreiche international renommierte Schmuckkünstler und Schmuckkünstlerinnen.

Als weiterer Gastbeitrag bereichert das Designbüro „The Fild“ die Messe. In Kiew ansässig, jedoch international ausgerichtet, bietet es Produkte für Freunde des schlichten und anspruchsvollen Designs.

Erzgebirgische Traditionen sind Thema des Projekts „Schmuckes Erzgebirge“, das von Prof. Ines Bruhn/Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, kuratiert wird. Es vereint acht Künstlerinnen und Künstler, die sich mit den Ausgangsmaterialien der „Männelmacher“ auseinandersetzen. Die Spielzeuggestalter oder die Hersteller weihnachtlicher Volkskunst können auf eine lange handwerkliche Tradition blicken, doch inzwischen werden auch viele der Objekte aus automatisiert hergestellten Kleinteilen montiert. Kann man die traditionellen Formen des Kunsthandwerks aus dem Erzgebirge in neue Kontexte bringen und über verfremdende Effekte neue Anwendungen erschließen? Eine Gruppe von Künstlern geht dieser Frage nach und präsentiert die Ergebnisse zur Grassimesse.

Neben der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst aus Hildesheim, die sich mit Schmuck und Gerät vorstellt, stellen sich Studierende der benachbarten Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle an zwei Fachbereichen vor. Die Klasse Keramik von Prof. Martin Neubert und die Klasse Buchkunst unter der Leitung von Prof. Sabine Golde sind mit ausgewählten Arbeiten zu Gast.

Gastland Italien

Italien ist mit zwei Präsentationen zu Gast. Die von Waldemar Kerschbaumer, Kreativdirektor seiner Agentur adpassion, zusammengestellte Schau „Italia Plurale“ stellt 15 italienische Kunsthandwerker*innen und Designer*innen vor. Dabei gibt es

Skurriles wie auch handwerklich Virtuoses zu bewundern. Vom riesigen Walfisch aus Metall bis zur Tabakspfeife in Schneckenform. Konzeptionell dagegen sind die Arbeiten der Studierenden der Freien Universität Bozen. Das Projekt „Bastoni“ vereint (nicht immer ernst gemeinte) Spazierstöcke für beinahe alle Lebenslagen.

Ausstellungsbereiche

Im vergangenen Jahr waren auf Grund der geltenden Corona-Maßnahmen neue, räumlich großzügigere Präsentationsideen für die Ausstellenden gefragt. Eine der sich als sehr erfolgreich erwiesenen Novitäten bestand darin, eine Reihe von Auch Beate Eismann aus Halle/Saale arbeitet seit jeher experimentell, moderne
Technologien fordern sie geradezu heraus. Die Schmuckkünstlerin hat sich mit ihrer
Objektgruppe „Units“ ganz gezielt mit dem Gegenüber von Tradition und zeitgenössi-
scher Gestaltung auseinandergesetzt. So verwendet sie als Ausgangsmaterial die
Rohformen der Matroschka-Puppen und stellt sie mittels Reihung und Rhythmisie-
rung sowie durch individuelle Dekore in einen neuen Kontext.
Humorvolles und Bissiges stellt die Leipziger Firma „Doppeldenk“ vor. Das Designer-
duo hat sich ein eigenes Sprachrepertoire entwickelt, das sich auf freie Skulpturen,
Wandinstallationen und Drucksachen anwenden lässt. Es bewegt sich zwischen
Comic, Emojis und kreativer Typografie. Besonderer Fokus liegt jedoch auf der
Verarbeitung von Holz und verweist auf erzgebirgische Wurzeln.

 

Quelle: GRASSI MAK

 

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PRESSEMITTEILUNG GRASSI MAK 14.10.2021

FRAGILE PRACHT. Glanzstücke der Porzellankunst
Ausstellung 13.11.2021 – 9.10.2022

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst präsentiert ab 13.11.2021 in seiner Art déco-Pfeilerhalle über 400 herausragende Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung. Dabei sind die bedeutendsten Manufakturen sowohl mit Geschirren als auch Figuren vertreten – aus der Zeit des Barock, Rokoko, Klassizismus und Biedermeier.

Schwerpunkte bilden frühe Porzellane der Manufaktur Meissen, der ersten Porzellanmanufaktur Europas, aber auch Porzellane der Thüringer Manufakturen Gera, Gotha, Limbach, Kloster Veilsdorf, Volkstedt und Wallendorf.

 

GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz  5-11, 04103 Leipzig, www.grassimak.de
Öffnungszeiten: Di - So und Feiertage 10-18 Uhr, Mo geschlossen

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Pressemitteilung Zeichen der Ermutigung“ nach Belarus

Die belarussischen Journalistinnen Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa werden mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ 2021 ausgezeichnet

 

Leipzig, der 29. Juli 2021

Die belarussischen TV-Journalistinnen Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa werden in diesem Jahr mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt jeweils 10.000 Euro. Der Preis wird an Medienschaffende verliehen, die sich in herausragender Art und Weise und häufig unter Gefahr für das eigene Wohlergehen um die Medienfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung verdient gemacht haben. Wie sehr das belarussische Regime die Pressefreiheit beschränkt, beobachten wir seit Jahren mit zunehmender Besorgnis. Seit der Präsidentschaftswahl 2020 wird Tag für Tag erkennbarer, dass sich Präsident Lukaschenko und seine Regierung nur noch durch massive Eingriffe in die Redefreiheit, die Pressefreiheit oder die Versammlungsfreiheit im Amt halten können und für den Machterhalt alle Register, bis hin zur Kaperung einer zivilen Passagiermaschine, zu ziehen bereit sind“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung. Die Entscheidung der Jury zur Verleihung unseres Medienpreises an Katerina Bachwalowa und Daria Tschulzowa ist als Zeichen der Ermutigung an alle Medienschaffenden und auch an die Zivilgesellschaft nicht nur in Belarus zu verstehen, für die Freiheit des Wortes und eine unabhängige Berichterstattung einzutreten. Ausdrücklich würdigt die Jury das Engagement der beiden jungen Journalistinnen, die mit ihrer Arbeit auf das Schicksal Roman Bondarenkos aufmerksam machten, der Stimme einer freien Berichterstattung in einem autokratischen Regime Gehör verschafften und dafür nun – wie so viele andere – unter den Repressionen des Regimes leiden müssen“, so Seeger weiter: „Mit allem Nachdruck verlangen wir die sofortige Haftentlassung unserer beiden Preisträgerinnen sowie das Ende ihrer strafrechtlichen Verfolgung.“ Die Verleihung des „Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien“ findet in der Regel am 8. Oktober in Leipzig statt – am Vorabend des Jahrestages der nicht nur für Leipzig entscheidenden Demonstrationen gegen das DDR-Regime am 9. Oktober 1989. In welcher Form die Preisverleihung in diesem Jahr stattfinden wird, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Über die Preisträgerinnen

Die 27-jährige TV-Reporterin Katerina Bachwalowa (Pseudonym: Katerina Andrejewa) und ihre heute 24-jährige Kamerafrau Daria Tschulzowa arbeiten für den Sender BelSat TV, der aus Polen betrieben wird. Medienexperten zufolge ist BelSat TV eine der wenigen Möglichkeiten für die Menschen in Belarus, sich regimeunabhängig zu informieren. Damit fülle der Sender ein „Informationsvakuum“. Bachwalowa und Tschulzowa hatten am 15. November 2020 eine Gedenkversammlung für den wenige Tage zuvor getöteten Roman Bondarenko übertragen. Bondarenko war am 11. November 2020 festgenommen worden und wurde wenig später schwer verletzt von der Bezirksabteilung für innere Angelegenheiten in ein Krankenhaus verlegt, wo er am 12. November verstarb. Über fünf Stunden sendeten Bachwalowa und Tschulzowa einen Livestream von der Gedenkversammlung für Bondarenko. Daraufhin wurden sie festgenommen. Ein belarussisches Gericht wertete die Sendung später als „Handlung, die in grober Weise die öffentliche Ordnung“ verletzt habe. Bachwalowa und Tschulzowa wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Berufung gegen das Urteil wurde Ende April 2021 abgewiesen. Katerina Bachwalowa wurde am 2. November 1993 in Minsk geboren. Sie studierte an der Minsker Staatlichen Linguistischen Universität und zog anschließend für zwei Jahre nach Spanien. Nach ihrer Rückkehr nach Belarus arbeitete sie als Journalistin für das belarussische Radio Libertyund die Zeitung Narodnaya Volya. Seit 2017 ist sie für BelSat TV tätig. Im Zuge ihrer Arbeit wurde sie mehrfach verhaftet. DariaTschulzowa wurde am 20. Februar 1997 in Schklou geboren. Sie studierte an der Staatlichen Kuleschow-Universität Mahiljou, studienbegleitend arbeitete sie für die Webseite Mahiljou Online. Nach dem Ende ihres Studiums 2019 wurde sie zunächst freie Korrespondentin bei BelSat TV, später Mitarbeiterin. Zum Preis:Mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ehrt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig seit 2001 jährlich Journalisten, Verleger und Institutionen, die sich mit hohem persönlichen Einsatz für die Freiheit und Zukunft der Medien engagieren. Der Preis soll auch die Erinnerung an die friedliche Revolution in Leipzig am 9. Oktober 1989 wachhalten: Damals forderten die Demonstranten „eine freie Presse für ein freies Land“.

 

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Menckestrasse 27
04155 Leipzig

 

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