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Wer bin ich?
Als ich eines morgens aufwachte, lag ich in einem Raum in dem alles weiß war. Zimmerdecke. Wände. Türen. Neben dem Bett stand ein Nachtschränkchen.

Was war los, wie kam ich hier hin?
Nur ganz langsam wurde mir bewusst, dass ich im Krankenhaus war und weder allein Aufstehen, Essen, Laufen und mich Waschen konnte.
Ich wurde angezogen, gewaschen, gefüttert und hin und her gefahren. Untersuchungen. Fragen Fragen Fragen …
Wer war ich?
Auf dem Personalausweis stand Kurt Meran von Meranien.
Nach allen möglichen Untersuchungen und Fragestunden wurde mir eins klar:

Ich war Kurt Meran, wohnte in Berlin und hatte keine Frau. Keine Frau – wieso nicht?

Wo war meine Frau? Frau weg, Job weg, Schulden!
Von irgendeiner Versicherungsanstalt erfuhr ich, dass ich schwerbeschädigt und arbeitsunfähig war.
Arbeitsunfähig – berufsunfähig – schwerbehindert – erwerbsunfähig!

In dieser Reihenfolge kamen nach unzähligen Tests und Untersuchungen die Mitteilungen der Bundesversicherungsanstalt und anderen Institutionen.
Ab Juni 1999 wurde Rente wegen Berufsunfähigkeit, ab April 2000 Rente wegen Erwerbsunfähigkeit gezahlt. Ab März 2001 Altersrente für schwerbehinderte Menschen! Und später normale Altersrente.

Im gleichen Jahr (2001) wurde Hirntumor, vier Jahre später Hauttumor diagnostiziert und wieder vier Jahre danach eine unheilbare Nervenkrankheit. Unzählige Operationen sollten meine Lebensfreude wiederherstellen. Nett gesagt. Nicht erreicht.

In jungen Jahren hatte ich mich der Poesie gewidmet. Nach dem Millennium begann ich Kurzgeschichten zu schreiben und trug sie in Gesellschaft, in Clubs und Vereinen, aber auch Gaststätten, vor. Mein liebstes Werkzeug wurde der Computer beziehungsweise das Notebook.
Schlimm war es, als ich feststellen musste, dass ich mir nichts mehr merken, nichts mehr lernen konnte. Ich musste NEUES schriftlich haben, um es nachvollziehen zu können.

Für viele intelligente Menschen in meiner Umgebung, wurde ich dadurch zum Dummling.
Schmerzen kann ich gut ertragen. Herabwürdigung kann ich schlecht ertragen. Aber ich lasse diese Leute Reden.
Wie lautet ein Sprichwort? Lass die Leute REDEN, sie REDEN über JEDEN!

Und Ablenkung habe ich täglich genug, durch meine immerwährenden Schmerzen.

Falls ich es erlebe, werde ich dieses Jahr achtzig Jahre jung. Eine Feier gibt es meinerseits nicht! Warum sollte ich mein elendes Leben auch noch feiern!

Kurt Meran von Meranien 2020
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Sex im Schrank

Dinge gibt es …
Ich war heute Vormittag fleißig – sehr fleißig! Habe aufgeräumt und ausgekehrt. Jetzt sind wieder alle Schränke und Regale voll. Kaum was liegt noch herum. Allerdings muss ich alles aus den Regalen und Schränken bei Gelegenheit wieder rausnehmen, um es zu sortieren.
Bei dieser heutigen Aktion habe ich einmal meine Bücher gezählt. Ab dem Jahr 1955 habe ich mich für Kulturgeschichte interessiert und viele kulturgeschichtliche Romane gesammelt.
Inzwischen habe ich jede Menge Bücher verschenkt und nur meine Lieblingsbücher und ein paar andere, wie zum Beispiel Märchen und Sagen behalten. Wer ein Volk verstehen will, muss seine Sagen und Märchen kennen.

Meine Büchersammlung ist (leider) auf 470 Bände geschmolzen!

Abgesehen von vielen anderen Büchern fehlt aus der Reihe Kontinente NORDAMERIKA. Südamerika, Afrika, Asien und Australien, Ausgaben von 1957 sind noch da. Oder Expedition RA – Im Papyrusboot über den Atlantik von 1977 ist da, während die anderen Bücher von Thor H. fehlen!

Und, ich sah mehrmals hin! In der Reihe der Handwerksbücher, zwischen Tapezieren und Regale, ich war platt, stand „Das Neue Kamasutra“! Hochglanzausgabe! Zusammengestellt von einer FRAU!

Ich habe vor langer langer Zeit, etwa Anfang der sechziger, zwei sehr interessante Bücher gehabt. „Das Liebesleben der japanischen Geisha“ und eben „Kamasutra“. Das Buch über die Geishas hatte ich verborgt und nie wiederbekommen und über das alte Kamasutra hatte sich meine vierte Gemahlin furchtbar aufgeregt (wozu brauchst Du sowas) und verbannt!

Was soll ich achtzigjährig mit dem Kamasutra? Das Buch muss mir irgendwer mitgebracht haben. Da sind viele schöne Bilder drin, aber na ja, ich brauche keine Anregung. Ich habe eine rege Phantasie ...

KM 19.11.2019

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Drittes Gewandhaus in Leipzig

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Der erste Gewandhauskapellmeister im neuen Haus, die Bauzeit des neuen und damit dritten Hauses betrug 57 Monate, war ab 1981 Kurt Masur. Ich kannte ihn und seine bezaubernde japanische Gattin persönlich.

Ich erinnere mich auch noch an meine vielen Theaterbesuche in den fünfziger- und sechziger Jahren in der damaligen "Oper" in der Dreilindenstraße - jetzt Muko. Und im Operettentheater am Lindenauer Markt. Wenn Gerd Pallesche sang war ich stets dort. Leider ging Pallesche dann nach Berlin.

Die Kammerspiele waren in der Thomasius Straße und das Schauspielhaus habe ich auch oft besucht.

An den Bau des neuen Gewandhauses kann ich mich auch noch erinnern. Es wurden neue Technologien erprobt und schließlich eingesetzt. Als ich heiratete, war es mit den Theater- und Konzertbesuchen vorbei. Die jeweiligen Damen hatten andere Interessen. Nach 2000 hatte ich ein Konzert Abo auf einen der besten Plätze - Rang Mitte - rechts der erste Platz - wegen meiner langen Beine. Sehr gern besuchte ich auch Kammerkonzerte im Mendelssohn-Saal. Reihe 4 Platz ...

Musik-CDs kaufte ich stets im Gewandhaus-Shop oder bekam welche mit Autogramm geschenkt, kann mich aber nicht mehr an den jeweiligen Anlass erinnern.
Dann kam eine Zeit, in der die "Neuen Meister" dominierten, deren Musik absolut nicht mein Geschmack war. Das Abo lies ich verfallen. Tauschen war ausgeschlossen.

Viele meiner Platten und CD eignen sich dazu, mir ins Traumland zu helfen. Ich stelle dann das Bild der Frau, die ich Anfang dieses Jahres kennengelernt hatte auf den Tisch, nehme einen seltenen Edelstein in eine Hand, versprühe ein wenig Duftwasser, und genieße die Musik, die mich ins Traumland schweben lässt ...

KM 2019
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ICH 2020!
Willkommen im Boot e Club! Ich bin Kurt (ohne Gurt). Vor 79 Jahren bin ich in Reudnitz geboren und getauft. Habe in Lindenau gelernt. Mich in Stötteritz, Plagwitz, Knauthain, Lindenau umgesehen und in Wahren gearbeitet. Außerdem im Ausland. Seit 2000 lebe ich allein in Schönefeld, als kunstbegeisterter Hobby-Journalist.
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! Ich bin Kurt und liebe meine Stadt -Leipzig- !

Ein mir bekannter Computerexperte "bescheinigte" mir vor zwei Jahren, dass mein Computerwissen auf dem Stand von vor zwanzig Jahren ist. Da hat er natürlich RECHT! Ich habe Mitte/Ende der achtziger Jahre begonnen, mit Computern zu arbeiten. Mein "Computerwissen" habe ich aus den Quellen des RENTROP-Verlages geschöpft, da ich mir einen Direktlehrgang nicht leisten konnte und mein Betrieb mich ich nicht freistellte.

Ende der Neunziger hatte ich einen Nervenzusammenbruch, wurde Erwerbsunfähigkeitsrentner (schwerbeschädigt) und habe Krebs. Ich kann mir NEUES nicht mehr merken und brauche deshalb alles schriftlich, um es nachvollziehen zu können. Das ist manchen Leuten zu viel verlangt und ich wurde aussortiert! Dazu kommt, dass es mir ab- und zu so schlecht geht, dass ich Termine kurzfristig absagen muss.

In Absprache mit Fachärzten arbeite ich weiter am Computer, um meine grauen Zellen in Bewegung zu halten. Vor allem ist es ungefährlicher, als auf der Straße rückwärts zu laufen oder die Treppen rückwärts hoch und runter zu gehen.

Manche wollen auch nicht, dass ich gesellschaftlich mitarbeite. Spenden würde genügen. Mir genügt das nicht. Deshalb habe ich mich aus der Mitarbeit weitgehend zurückgezogen, Spende nicht mehr und engagiere mich dort, wo man mich nicht diskreditiert.

Von offizieller Seite bekam ich zwar den Hinweis, dass ich im SB wirken könne, aber so ganz sicher bin ich mir nicht, ob ich nur geduldet werde oder nicht.

KM 01.01.2020
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