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Erfolgreiche Buchmessetage - 200 Gäste und 4 Gewinner -
 
Die drei Veranstaltungen der Lyrikgesellschaft während der diesjährigen Leipziger Buchmesse fanden insgesamt mehr als 200 Zuhörerinnen und Zuhörer (Leipziger und Besucher der Stadt bzw. Buchmesse). „Leipzig hört" könnte man sagen, auch Lyrik, ob im Gohliser Schlösschen, in der Buchhandlung Hugendubel in der Leipziger Innenstadt oder in der Buchhandlung „Südvorstadt“ in der Karl-Liebknecht-Straße.

Das Poesiealbum neu „My generation“ und Ringelnatz‘ „Wassertropfen & Seifenblase“ standen auf dem Programm. – Nicht zu verstehen, dass das Leipziger Kulturamt solche Veranstaltungen der GZL als „nicht förderungswürdig“ bescheidet.

Vergeben wurde am 23. März zum dritten Mal der „Poesiealbum neu-Preis“, ein Schreibgerät namens Edelfeder aus Sterling-Silber mit dem eingravierten Namen des Gewinners, und dies ist der in Eilenburg geborene Lyriker und bildende Künstler Peter Frömmig, der seit langem in Marbach am Neckar zu Hause ist.

Glück gegen Gleichschritt. Zu Peter Frömmigs Gedicht

WHEN WE WERE YOUNG

Fünfzig Jahre nach 68 und knapp dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer hält Frömmigs Gedicht Rückschau auf eine bewegte und bewegende Zeit der Jugend, die auch eine Phase des Sturms und Drangs war. Dabei siegt das Gefühl über die Vernunft, die spontane Emotion setzt sich gegen kühle Rationalität durch. Der Gleichklang der Herzen evoziert Freiheit und dominiert über den Gleichschritt vom Marsch, der das Individuum zur Konformität zwingt.

So die Einschätzung der Jury.

Das Gedicht ist in unserer aktuellen Ausgabe „My generation“ zu lesen.

Am Buchmesse-Sonntag fand auch die Verlosung unter alle jenen statt, die mit ihrer Geldspende das Veranstaltungsprogramm 2019 der GZL ermöglichen. Die Ringelnatz-Vortragenden Steffi Böttger, Mayjia Gille und Axel Thielmann zogen die Gewinnerinnen:

Auf unser Mitglied, die großartige Sängerin Nadine Maria Schmidt aus Leipzig, fiel der Hauptgewinn; ein fotografisches Werk des Berliner Künstlers Antonius mit dem Titel „noch so vieles ungeschrieben“ (Galerie-Preis 800,00 €).

Über den zweite Gewinn darf sich unser Braunschweiger Mitglied, die Malerin und Autorin Charlott Ruth Kott, freuen. Es ist eine längst vergriffene, auf 50 Exemplare limitierte und signierte Lyrik-Grafik-Edition von Frank Wahle (Linolschnitte) und Ralph Grüneberger aus der >24 x 34<-Reihe des Leipziger Bibliophilen Abends (LBA).

Den dritten Gewinn, ein Exemplar der limitierten und im Handel nicht zu erwerbenden Faksimile-Ausgabe „Denk ich an Leipzig“ (mit handschriftlichen Huldigungen der Messestadt von Günter Kunert, Fritz Rudolf Fries, Guntram Vesper, Jan Wagner, Kerstin Hensel, Ingo Schulze und 14 weiteren Nicht-Leipzigern), erhält unser Zwickauer Mitglied, die Autorin Heidi Bergmann.

Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch. Und allen Spenderinnen und Spendern noch einmal ein großes Dankeschön! Desgleichen danken wir Herbert Kästner vom LBA und Antonius für ihre Sachspende und der Waldmann KG für die erneute Unterstützung.

Ralph Grüneberger, Vorsitzender
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www.lyrikgesellschaft.de
www.tage-der-poesie-sachsen.de
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
Haus des Buches
Gerichtsweg 28
D-04103 Leipzig

Kommentar

Gewinner
Der Vorsitzende der Lyrikgesellschaft Ralf Grüneberger schreibt:

„200 Gäste und 4 Gewinner!“

Dieser Aussage möchte ich widersprechen. Die Zahl der Gäste mag stimmen. Die Zahl der Gewinner stimmt nicht!
Gewinner sind nicht nur die Gäste, die einen Preis gewonnen haben! Gewinner sind alle Menschen die sich mit Literatur und Poesie beschäftigen. Egal ob sie „nur“ Lesen oder selbst SCHREIBEN oder DICHTEN!

Was wäre unser Leben ohne Poeten und Schriftsteller? Menschen die die Fähigkeit haben, ihre Gedanken und die Gedanken der Umwelt in Verse und Geschichten zu verwandeln? Und sie der Allgemeinheit zugänglich machen!

Die Buchmesse hat wieder einmal gezeigt, das mutige Menschen ihre Gedanken in Worte fassen, ohne sich dem Mainstream zu unterwerfen!


GS 2019

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Unter http://www.derstoryteller.de/ habe ich folgende Meldung gefunden:

Bildungsrevolution – Finnland schafft bis 2020 alle Schulfächer ab …


Dazu fiel mir ein, das im L-Schönefelder Almanach im Jahr 2012 ein Buch mit dem Titel: Nie mehr Schule – Immer mehr Freude rezensiert wurde. Diese Rezension von GS stelle ich hier im L-Schönefelder Almanach ein.
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Andreas Salcher   Nie mehr Schule – Immer mehr Freude

Andreas Salcher spricht aus, was viele DENKEN, aber kaum an eine Besserung glauben. Als die Ergebnisse der PISA-Untersuchungen zum ersten Mal vorlagen, ging ein Aufschrei durch Mitteleuropa! Wieso war Finnland so gut? In Österreich wird es genauso gewesen sein.

In Deutschland gibt es mehrere Millionen Analphabeten – wieso? Ich fand erst Antworten auf meine Fragen, als ich mich mit einer Lehrerin unterhalten hatte. Sie sagte mir ganz einfach: Warum sollte ich schlechteren Schülern die Zukunft verbauen? Wer sich nicht meldet, bekommt eine DREI. Nur, wer mitarbeitet, wird leistungsmäßig zensiert. Auf meine Frage, wie das bei den Prüfungen funktionieren würde, lächelte sie und zuckte mit den Schultern.

Salcher schildert die allgemeinen Zustände in österreichischen Schulen und nennt sie „tödliche Schule“. Warum es sie noch gibt und wer sie verteidigt.  
Spricht über das Entstehen dieses Schulwesens und wie es in der Gegenwart gehandhabt wird. Die meisten Lehrer halten vor den Schülern Monologe. Arbeiten den Lehrplan ab und kümmern sich um nichts anderes. Den Kindern wird die Freude am Lernen genommen. Sie werden unaufmerksam und sehnen sich nach dem freien Nachmittag. Für Hobbys sind sie viel besser motiviert. Ganztagsschulen werden von den Lehrern und den Lehrergewerkschaften prinzipiell abgelehnt. Die Eltern müssen sich nach Feierabend als Hilfslehrer mit ihren Kindern beschäftigen. Wer es sich leisten kann, engagiert Nachhilfelehrer. In WIEN geben Eltern je Kind im Jahr 866 Euro für Nachhilfe aus. Österreich mutiert zum Land der Hilfsarbeiter. Acht von zehn Bewerber um eine Lehrstelle scheitern trotz positivem  Hauptschulabschluss an den Aufnahmetests, die größere Unternehmen durchführen. Dabei werden nur die Grundrechnungsarten, Prozentrechnungen und einfache Deutschkenntnisse überprüft.

Die Bilanz die Salcher zieht ist erschreckend. Er zeigt aber nicht nur auf die Mängel im Schulwesen.
Im zweiten Teil seines Buches schildert er die „lebendigen Schulen“ in denen Direktor, Lehrer, Schüler und Eltern einen Verbund bilden. Eine homogene Einheit. Wo lernen Freude macht.

Salcher sitzt nicht nur am Schreibtisch und kritisiert. Er besucht Schulen und spricht mit Schülern, Lehrern und Eltern. Im ersten Bereich „Tödliche Schule“ wird über drei wichtige Themen gesprochen: Die Lügen der Politik. Die Irrtümer der Lehrergewerkschaft und die Selbsttäuschungen von uns allen. Im zweiten Teil „Die lebendige Schule“ – wo es sie schon gibt und wie sie funktioniert, lauten die Themen: Die sieben Wahrheiten der lebendigen Schule. Es gibt eine Verschwörung zum Guten. Die unaufhaltsame Revolution – warum Lernen Freude machen wird.

Einhundertvierundzwanzig Seiten eines kleinen Buches. Bilanz auf fünfundsechzig und Fortschritt auf neunundfünfzig Seiten.
Ich glaube, dass dieses Buch nicht nur für Österreich wichtig ist!

hS 07.10.2012

Seiten    128
Format    12,4 x 18,2, gebunden mit Schutzumschlag
Preis    EUR 14,90 (A/D), CHF 21,90
ISBN    978-3-7110-0032-3

Bilder: © Ecowin Verlag GmbH | Dr. Hannes Steiner | Lessingstraße 6 | 5020 Salzburg | Österreich

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Kurt Meran von Meranien 03.02.2019

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Reporter ohne Grenzen informiert (11.01.2019)

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Deutschland 11.01.2019 - Doxing-Angriff auf Medien

Nach dem sogenannten Hackerangriff beobachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) mit großer Sorge, dass Journalistinnen und Journalisten nach diversen Vorfällen in anderen Ländern nun auch in Deutschland mit solchen Angriffen konfrontiert sind. Beim sogenannten Doxing werden persönliche Informationen veröffentlicht mit dem Ziel, dem Ruf der Personen zu schaden. In vielen Fällen handelt es sich um nichtstaatliche Akteure, die sich jedoch als „Partisanen“ politischer Gruppen verstehen und mit vergleichsweise einfachen Methoden an persönliche Daten kommen. ROG geht davon aus, dass diese Gefahr in Deutschland zunehmen wird. Journalistinnen und Journalisten gefährdet dies in ihrer eigenen Sicherheit und in ihrer Vertrauenswürdigkeit gegenüber Publikum und Quellen.

„Doxing von Journalistinnen und Journalisten ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die Integrität und Freiheit der Medien allgemein“, kritisiert ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Er erinnert jedoch auch an die Verantwortung für die IT-Sicherheit aller, die im Medienbereich arbeiten: „Der aktuelle ‚Hack‘ zeigt eindrücklich, dass sich Medien gegen solche Partisanen mit einfachen Mitteln schützen können. Wir appellieren an alle Journalistinnen und Journalisten, diese Maßnahmen umgehend zu ergreifen, um die eigenen Daten und die ihrer Kolleginnen und Kollegen zu schützen.“
Daten-Diebstahl enthüllt Informationen zu Dutzenden Journalisten

Am Freitag (04.01.) war bekannt geworden, dass über einen Twitter-Account namens _0rbit seit Anfang Dezember als eine Art Adventskalender 24 Mal Links zu privaten Informationen von Politikerinnen, Satirikern, Schauspielerinnen und Journalisten veröffentlicht worden waren. Von einer breiteren Öffentlichkeit bemerkt wurde dies jedoch erst in der vergangenen Woche, als diverse Medien das Leak auswerteten und darüber berichteten. Betroffen waren unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ARD, des ZDF und des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots Funk.

Daniel Moßbrucker, ROG-Referent für Internetfreiheit und Security-Trainer, hat den Datensatz umgehend analysiert und festgestellt, dass es sich hier nicht wie medial anfangs kolportiert um einen großen „Hack“ von Medienunternehmen handelt, sondern eher um den gezielten Dox von Journalistinnen und Journalisten und anderer Personen, die im öffentlichen Leben stehen. Es ist der erste größere Dox deutscher Journalistinnen und Journalisten. Damit ist ein Trend, mit dem sich Medienschaffende in anderen Ländern der Welt bereits seit einiger Zeit konfrontiert sehen, auch in Deutschland angekommen.

Daniel Moßbrucker
Referent für Informationsfreiheit im Internet
11.01.2019

Bearbeitet GS Mitglied bei ROG

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