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Die Kartoffel
Ich war da! Zum ersten Mal war ich im Westen.
Staunend besichtigte ich das Grundstück meiner Schwester. Ein riesiger Garten mit einer zweistöckigen Villa, zwei Gartenhäusern und einem Carport. Hier musste Geld sein. Ich hatte eine Woche eingeplant. Von mir aus konnten es auch mehrere Wochen sein. Ich wollte den Westen, das Wohlsein genießen.
Im Erdgeschoss gab es eine große Wohnküche, ein Wohnzimmer, eine schöne, große, gediegen eingerichtete Stube und eine kleine Gästetoilette. In der ersten Etage ein großes Badezimmer mit Dusche und Klo. Das Schlafzimmer meiner Schwester. Das mit Magnettonbändern in Buchhüllen und Computern vollgestopfte Zimmer meines Neffen Klaus. Ein kleines Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Das oberste Geschoss bestand aus einem großen ausgebauten Boden. Meine Schwester nannte es Speicher. Hier stand in einer Ecke unter einem Atelierfenster ein Bett. Es gab an den Wänden Schränke. In einer Ecke stand ein großer Tisch umgeben mit Couch, Stühlen und einem Großvatersessel.
Meine Schwester wohnte mit ihrem Enkel allein im Haus. Ihre zweitälteste Tochter Ellen war kurz nach der Geburt von Klaus gestorben. Mein Schwager Ludo war auch schon lange tot. Erinnerungen.

Mir stand der Sinn nach Gegenwart. Ich war die ganze Nacht und den Morgen gefahren und hatte riesigen Hunger. Mein Magen hing in den Kniekehlen, wie man so sagt.
In der Wohnküche war für zwei Personen gedeckt. Klaus war noch auf Arbeit. In der Mitte des Tisches stand eine kleine Schüssel mit Gulasch. Auf einem Tellerchen lagen drei mittelgroße Kartoffeln. Meine Schwester nahm sich eine der Kartoffeln und eine Kelle Gulasch. Ich tat die beiden anderen Kartoffeln auf meinen Teller, schüttete den restlichen Gulasch darüber und wollte essen. Als ich gerade Gabel und Messer in die Hände nahm, machte meine Schwester Sofie ihren Mund auf und fragte wütend: „Was machst Du da?“ „Ich esse.“ „Du kannst Dir doch nicht beide Kartoffeln und den ganzen Gulasch nehmen. Was soll denn Klaus essen?“ „?“ „Eine Kartoffel und ein Teil des Gulasch ist für ihn!“ In der Schüssel waren höchstens drei kleine Kellen Gulasch gewesen. Das bisschen konnte doch nicht das ganze Mittagessen für drei erwachsene Personen sein. Das sagte ich auch. Sofie konnte es immer noch nicht fassen, dass ich das ganze Essen für mich haben wollte. „Du bist wohl ein Vielfraß? Wir essen nicht so viel. Scheinst Dich hier mästen zu wollen. Du hast ja früher als Kind auch schon gefressen wie ein Scheunendrescher!“ Das stimmte gar nicht. Ich wollte mich nicht mästen. Ich verhielt mich beim Essen, wie das Sprichwort sagt: Morgens Essen wie ein Edelmann. Mittags wie ein Bürger. Abends wie ein Bettelmann. Da ich nach meiner Fahrt noch nichts weiter gegessen hatte, war hier das Mittagessen quasi mein Frühstück. Außerdem hatten sie und mein Schwager mir als Kind eingebläut, dass ich viel essen müsse. Als ich damals bei ihnen in ihrer alten Heimat zu Besuch gewesen war, hatten sie immer geunkt, mein Magen hätte eine falsche Lage im Bauch. Ich würde zu wenig essen, weil mein Magen quer liege. Wenn ich richtig essen würde, würde er sich allmählich anpassen.
Noch während Sofie schimpfte war ich fertig. Auf dem Tellerchen lag einsam und verlassen die dritte Kartoffel. Die ich natürlich unangetastet wieder zurückgetan hatte. Vergebens spähte ich nach einem Nachtisch. Es gab keinen. Sie brannte sich eine Zigarette an und ging mit der Bemerkung, ich könne etwas tun, wobei sie auf den Abwasch zeigte, in das Wohnzimmer. Fluchend wusch ich ab. Als ich mich danach in der Stube auf die Ledercouch legen wollte, sagte sie: „Das ist die gute Stube! Die wird nur bei Besuch benutzt!“ Aha. Ich war also nicht zu Besuch hier. Ich suchte „mein“ Zimmer in der ersten Etage auf und legte mich hin. Da mir die Luft hier nicht gefiel, hatte ich vorher das stählerne Rollo hochgezogen und das Fenster weit geöffnet. Ich erwachte durch ein wildes Schütteln. Sofie stand zornbebend vor mir: „Wer hat Dir erlaubt, das Fenster aufzumachen?“ „Keine Angst. Im ersten Stock wird doch keiner Einsteigen.“ Sie schloss das Fenster und knurrte: „Hier werden die Fenster nicht geöffnet. Wenn es unbedingt sein muss, dann wird das Rollo etwas hochgezogen. Die Luft die durch die Ritzen kommt genügt zum Lüften.“ Als ich am späten Nachmittag in die Wohnküche kam, war Klaus da. Er hatte sein Mittagsmahl gerade beendet und schimpfte. „Es sollte doch heute Gulasch geben. In der Schüssel war aber nur ein bisschen Soße!“ Sofie stand am Kühlschrank, eine Zigarette im Mundwinkel und nuschelte: „Kurt, der Vielfraß hat alles aufgegessen!“ Danach belehrte sie mich über das Lüften. „Erstens. Wir heizen mit Gas. Gas ist teuer. Langes Lüften kühlt die Räume aus und wir verbrauchen zu viel Gas. Zweitens. Bei hochgezogenen Rollladen werden die Fenster zu schnell schmutzig. Drittens. Die Leute brauchen nicht zu wissen, dass wir Besuch haben.“ Aha. Ich war also doch ein Besucher. Zynisch ergänzte ich: „Und viertens, wenn die Fenster nie offen sind, wird das Mauerwerk feucht!“ „Klaus hörst Du das? Der schneit hier rein. Hat den großen Rand und bringt uns um unser Geld!“ „Ich kann ja wieder wegfahren, wenn Euch mein Besuch nicht passt!“ Damit ging ich raus und sah mir den Garten an. Die Gartenhäuschen waren massiv. Die Fenster wohl ewig nicht mehr geöffnet worden. Die Obstbäume hatte niemand verschnitten. Im Carport war eine Wäscheleine gespannt.
Am Abend kam Benno, der Sohn meiner Schwester. Ich war gespannt. Als Kinder hatten wir das Städtchen unsicher gemacht. Die Kleinstädter sehnten jedes Jahr den Tag herbei, an dem der „Leibzscher Lausejunge“ wieder wegfahren würde. Seit meinem letzten Besuch waren viele Jahre vergangen. Meine Schwester war aus der kleinen thüringischen Stadt ins Ruhrgebiet gezogen und nach weiteren Umzügen im Herzogtum Jülich gelandet. Benno arbeitete als Forschungsingenieur in der Kernkraft. Wie würde er reagieren?
Benno benahm sich fast wie erwartet. Anstatt mich zu umarmen, sagte er: „Bissde aus der Ostzone gegomm, willsde Dich mal saddfresse? Nimm Dich zusammen. Mudder hadd schon gesacht, dass Du unser Geld zum Fensder rausschmeisd!“ Na, dachte ich, der Empfang ist ja toll. Das wird ein richtiger toller Urlaub!

Nachdem ich am nächsten Morgen kräftig gefrühstückt hatte, es gab zwei dünne Schnitten mit Margarine, fuhr ich mit dem Bus in die Stadt und kaufte für mich Proviant ein. Beschriftete die Tüten und Dosen und lagerte sie im Küchenschrank und im Kühlschrank ein. Es wunderte mich sehr, dass ich im Erdgeschoss allein war. Später erfuhr ich, dass Sofie außer freitags nie vor zwölf aufstand. Um meine Vorräte nicht schon heute anzureisen, suchte ich eine Gaststätte. Fand aber in der näheren Umgebung nichts. Das Grundstück gehörte zu einer Siedlung in der hauptsächlich  Beschäftigte der Kernforschung wohnten. Der Weg in die Stadt zog sich. Eine gute Stunde hatte ich zu laufen. Busse fuhren nur morgens und abends.

Als ich am Nachmittag zurückkam, schnauzte mich meine Schwester an: „Wo hast Du Dich herumgetrieben? Du kannst doch nicht einfach herumlaufen, wie Du willst!“ „Moment. Ich bin alt genug, um selbst zu entscheiden, was ich mache!“ „Du hast zum Mittagessen da zu sein!“ „Was gibt es denn?“ „Pasta.“ Ich hatte keine Ahnung, was Pasta war, und sah neugierig in einen der beiden kleinen Töpfe. Spaghetti. Im anderen, noch kleineren Topf war so etwas Ähnliches wie Tomatensoße.  Beides wurde im Wasserbad angewärmt und natürlich war es für drei Personen gedacht. Mir fielen drei Spaghettis und ein Teelöffel Tomatensoße zu, die ich mit Genuss verzehrte. Nach diesem köstlichen Mahl, Nachspeise gab es wieder nicht, verkündete ich, dass ich am nächsten Tag kochen würde.

Nach einem Verdauungsspaziergang unterhielt ich mich mit Sofie. Sie erzählte mir, dass Benno in der Stadt allein leben würde. Nach einer unglücklichen Liebe hätte er nie wieder ein anderes Mädchen angesehen. Er sei sehr großzügig, obwohl er nicht viel verdienen würde. Er würde nur ausgenutzt. Freitags würde er sie zum Einkaufen in die Stadt fahren. „Einmal in der Woche besucht er seine alte Mutter und bringt ihr immer etwas mit“, erzählte sie stolz. Was er mitbrachte, hatte ich schon gesehen. Ein Berg Hemden und andere Sachen lagen in der Waschküche. Im Keller auf Entdeckungstour hatte ich ein komfortabel eingerichtetes Wannenbad, eine moderne Waschküche und jede Menge Vorräte entdeckt. In einem Wandregal lagerte weniger Schönes. Viele Gläser mit „eingemachtem“ Obst. Außer dem Obst war in den meisten Gläsern eine dicke Schimmelschicht. Sollte es wirklich einmal Kompott geben, würde ich großzügig verzichten.

Der nächste Tag war ein Freitag. Als ich gegen sechs im Obergeschoss im Bad war, bewegte sich plötzlich die Türklinke und dann wummerte es an die Türe. Sofie brüllte: „Sofort Aufmachen ich muss ins Bad!“ Ich öffnete die Tür. Meine Schwester schoss herein und schimpfte: „Heute ist Freitag. Benno fährt mich in die Stadt zum Einkaufen. Wenn er kommt, muss ich fertig sein. Also raus hier!“ Ich schnappte meine Sachen und ging ins Gästezimmer. Zog mich an und begab mich zum Frühstück in die Wohnküche. Kurze Zeit später erschien Sofie völlig angezogen. Ich frühstückte in aller Ruhe weiter. Sie roch an meinem Zeug, schüttelte ihren Kopf und machte sich selbst etwas. Was gibt es da mit dem Kopf zu schütteln, dachte ich. Das waren Meeresfrüchte in Öl. Lecker. Ich sah zur Uhr. „Wann kommt Benno?“ „Gleich!“ Ich verlangte einen großen Topf, eine große Schüssel und Zutaten für mein Essen. Kartoffeln waren da. Vieles andere nicht. Also musste ich in die Stadt fahren. „Wann kommt Benno genau?“ „In seiner Mittagspause um zwölf.“ Jetzt war es halb acht. So ein Blödsinn. „Ich gehe in die Stadt.“ „Du brauchst nicht zu laufen. In ein paar Minuten kommt ein Werkbus. Stell Dich an die Haltestelle. Der nimmt Dich mit!“ Toll. Ich hatte Glück und der Busfahrer nahm mich hin und her mit.  Als ich zurückkam, war meine Schwester immer noch da. Unbeeindruckt begann ich, zu kochen. „Wo sind die Kartoffeln?“ „Im Keller.“ Merkwürdig. Bei meiner Entdeckertour hatte ich keine gesehen. Sie ging los und brachte mir drei Kartoffeln. „Unsinn. Ich brauche einen Topf voll:“ Sie ging knurrend und brachte aus ihrem Geheimgelass eine Handvoll Kartoffeln. Nun wurde es mir zu bunt. Ich war ihr ein Stück gefolgt und ahnte, wo das Versteck war. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie keine Zwiebeln aß. Speisen mit Zwiebelsalz gewürzt würde sie aber Essen.  Um beim Arbeiten nicht gestört zu werden, überredete ich sie, im Vorgarten in der Sonne sitzend auf Benno zu warten. Als sie nach eins eintraf, war das Essen fertig.

Ich hatte eine große und eine kleine Schüssel Kartoffelsalat gemacht. Dazu gab es wahlweise Hering oder Spiegelei. In der kleinen Schüssel war speziell für sie Salat ohne Zwiebeln.
Wir aßen uns richtig satt. Was hatte sie am ersten Tag gesagt: Wir essen nicht so viel? Ihre Schüssel war schnell leer. Der Salat in der großen Schüssel reichte noch fürs Abendbrot und es blieb auch noch fürs nächste Frühstück reichlich übrig. Dachte ich. Als ich am nächsten Morgen in den Kühlschrank sah, war kein Salat mehr zu entdecken. Klaus sagte mir am Nachmittag: „Ich bin in der Nacht aufgestanden und habe den Rest gegessen. Endlich konnte ich mich einmal richtig satt essen!“
Abends gab es dann einen Mehrheitsbeschluss: Onkel Kurt kocht!

Kurt Meran von Meranien

Klingelingeling
Es kommt der … Nein, nicht der Eiermann wie es in einem  Schlager einmal hieß.
Ich sitze in der Küche und frühstücke, als es an der Wohnungstür klingelte. Lege die Schnitte weg. Wische mir den Mund ab, stehe auf und schlängele mich zur Wohnungstür. Kein Mensch da. Gehe weiter Frühstücken. Bin gerade fertig, als es wieder klingelt.
Diesmal an der Haustür. Wer könnte da geklingelt haben? Da ich so gut wie nie Besuch bekomme, kann es nur der Postbote sein.
Auf dem Signalfeld der Wechselsprecheinrichtung brennt kein Licht. Ich öffne meine Tür und lausche. Nichts. Schließe die Tür und gehe wieder in die Küche.
Klingelingeling an der Wohnungstür. Ich sprinte zur Tür und reiße sie auf. Niemand da! Verdammt und zugenäht! Wer verarscht mich hier?
Ich räume ab und beginne aufzuwaschen. Klingelingending an der Wohnungstür. Altes Lied - keiner da und auch keine Schritte im Haus. Laut mache ich meinem Ärger Luft: "Welches Rindvieh klingelt hier dauernd?" Nichts rührt sich!
Das Vorstehende wiederholt sich mehrmals, ohne dass ich den Verursacher  feststellen konnte.

Von den Mitarbeitern der DHL ist ja bekannt, dass sie nur etwa 10 Sekunden an der Haustür warten, bis sie beim Nachbarn klingeln oder wieder gehen. Die Hermesleute handeln ebenso. Allerdings sagen sie, wenn ich mich melde, nicht wie die DHL: Post ein Paket für sie, sondern: "Aufmachen - Hermes!"
Es ist auch schon vorgekommen, dass ich gemerkt habe, wer da geläutet hatte und an der offenen Tür meinen Namen rief. Als der DHL-Mensch an mir vorbeiging wiederholte ich meinen Namen. Er knurrte:"In der vierten Etage wird die Sendung angenommen. Gehen sie mir aus dem Weg!" Ich wartete bis er wieder herunterkam und fragte nach. Seine Antwort: "Wenn sich der Empfänger nicht meldet, klingle ich woanders." "Glauben Sie etwa ich stehe an der Tür und warte darauf, dass jemand klingelt?" "Die Wohnungen hier sind nicht so groß, da können sie in Sekunden an der Tür sein." "Ach so. Ich darf nichts anderes machen, als auf das Klingeln zu warten!" Das "Sie Idiot" verkniff ich mir. Ich stieg von der ersten in die vierte Etage und klingelte. "Herr Mayer entschuldigen Sie bitte die Störung. Die DHL hat gerade ein Paket für mich bei Ihnen abgegeben". Herr Mayer sieht mich an und sagt:"Woher wissen Sie das?" Ich erkläre es. Mayer sagt: "Ohne die amtliche Mitteilung kann ich die Sendung, für die ich unterschrieben habe nicht ausliefern!" Mayer ist Beamter. Ich tigere also von der vierten Etage ins Erdgeschoss. Im Briefkasten ist nichts! Steige wieder in die vierte. Mayer faucht mich an: "Was wollen Sie denn nun schon wieder?" Wieder meine Erklärung  und Mayer sagt: "Woher soll ich wissen, dass Sie berechtigt sind, das Paket in Empfang zu nehmen?" "Sehen Sie doch nach der Anschrift!" "Ich sehe überhaupt nichts an. Geben Sie mir die Benachrichtigung und fertig!" Wütend gehe ich und ruf bei der Deutschen POST an. Die freundliche Beamtin sagt mir, dass der Zusteller ordnungsgemäß gearbeitet hat: "Öffnet der Empfänger nicht, wird anderweitig zugestellt!"
Zwei Tage später lag die Benachrichtigung im Briefkasten. Ich dachte gar nicht daran, mir das Paket in der vierten Etage abzuholen. Der Inhalt war unverderblich und konnte bei Mayer schmoren. Abends klingelte es an der Wohnungstür. Ich ließ mir Zeit. Keiner da. Ich sagte laut: "Welches Rindvieh macht hier Klingelputzen?" Zwei Minuten später klingelte es wieder. Nach dem zweiten Klingelton öffnete ich die Tür. Mayer. Er sah mich an ohne etwas zu sagen. Ich sagte auch nichts. Schließlich meinte er: "Haben Sie die Benachrichtigung?" Ich nickte und fragte: "Haben Sie das Paket?" "Sehen Sie eins?" "Warum klingeln sie dann?" "Wollen sie das Paket nicht endlich bei mir abholen?" "Nein. Ich verweigere den Empfang"!
Zwei Tages später treffe ich Frau Mayer auf der Straße. Grantig schnauzt sie mich an: "Sie Rotzlöffel. Wie können Sie es wagen, uns so in Ungelegenheiten zu bringen. Telefoniererei und Renner ei für nichts." Zwei Tage später nimmt meine Bekannte ein Paket für Mayer an. Mayer kommt abends mit der Benachrichtigung und will sein Paket abholen. Ich sage: "Tja Herr Mayer, da gibt es ein Problem. Es gibt ja zwei Mayer im Haus. Woher soll ich wissen, dass sie der Richtige sind?" "Reden Sie nicht. Ich habe hier die Benachrichtigung!" "Na und. Wenn der DHL-Mann die nun in den falschen Briefkasten geworfen hat?" "Ich sehe mir das Paket an!" "Das Paket ist schwer. Das trage ich nicht herum!" "Ich kann ja rein kommen." "Ich lasse doch keine fremden Leute in meine Wohnung!" Am nächsten Tag standen drei Männer vor meiner Tür. Die beiden Mayer und ein DHL-Mann. Alle drei sahen sich diskutierend das Paket an, dass der DHL´er schließlich wieder mit nahm. Zwei Tage später klingelte es an der Haustür: "Post. Ein Paket für Mayer. Würden sie es entgegennehmen?" "Welcher Mayer?" "Das ist doch egal!" "Mir nicht. Guten Tag!" Seitdem sprechen die beiden Mayer nicht mehr mit mir. Beide Frauen hatte ich danach zum Kaffeetrinken eingeladen. Sie haben sich meine Wohnung im Detail angesehen und den Weg von der Küche zur Wohnungstür gründlich erforscht. Nun weiß dass ganze Viertel, wie meine Wohnung aussieht und wie die Wohnungswege gestaltet sind.
Mitte Januar wünschte ich meinem Nachbarn ein gesundes neues Jahr. Er bedankte sich, wünschte mir das Gleiche und fragte, ob ich im Krankenhaus oder verreist gewesen wäre. Nein. Meinte er: "Ich habe mehrmals bei Ihnen geklingelt. Aber sie waren nie da!" Der Nachbar wartet also noch nicht einmal die zehn Sekunden, wie der Postbote!

Kurt Meran von Meranien 15.01.2017

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Wunderbare Frauenwelt
 
Ich bin absolut kein Frauenfeind, ganz im Gegenteil!
Aber mir gefällt einfach nicht die Unverfrorenheit, mit der die Frauen uns Männer behandeln! Egal ob wir uns gerade kennenlernen, oder fest zusammen sind.
Ständig wollen sie uns erziehen!

Ich nehme vor einiger Zeit an einem interessanten Vortrag teil und sitze neben einer mir unbekannten, sehr ansehnlichen Dame. In der Pause, wir stehen zusammen am Buffet und trinken Kaffee, beginnt sie plötzlich, mir merkwürdige Fragen zu stellen. „Sagen sie, was tragen sie für Unterwäsche?“ Vollkommen verblüfft stotterte ich: „Feinripp“. Sie schüttelt ihren Kopf und fragt: „Und was für einen Duft?“ Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Wilderm.“
Sofort fing die Erzieherei an.
Sie trug mir in sehr bestimmten Ton auf, mir moderne Unterwäsche zu kaufen und mich von meinem jetzigen Duft zu trennen. „Sie müssen ein aggressives Parfüm benutzen. Es muss ein Ruck durch die Frau gehen, die in ihre Nähe kommt. Ihr Parfüm ist viel zu passiv und zurückhaltend. Wenn sie mit einer Frau zusammen sind und sich auskleiden, muss diese Frau schon beim Anblick ihrer Dessous und erst recht von ihrem Duft hingerissen sein! Noch bevor sie aktiv werden, muss sie von ihnen gebannt sein! Sie muss gar nicht mehr von ihnen loskommen können!“
Nach einigen Schrecksekunden fasste ich mich und bat, auch etwas fragen zu dürfen.
Als sie hoheitsvoll nickte, fragte ich: „Tragen sie einen durchsichtigen BH?“ Und als sie mich daraufhin verblüfft anstarrte, fragte ich weiter: „Rasieren sie ihre Bikinizone?“ Sie stotterte. „Natürlich rasiere ich die überflüssigen Haare ab.“ Ich belehrte sie freundlich lächelnd: „Das sind keine überflüssigen Haare! Die Sexuallockstoffe haften auf den Haaren besser als auf der glatten Haut. Gerade SIE sollten deshalb diese Haare wachsen lassen!“
Sie atmete schwer.
Nun fragte ich, immer noch lächelnd: „Tragen sie einen String?“ Jetzt kam sie wieder zu sich und explodierte. „Das alles geht Sie einen feuchten Dreck an! So etwas fragt man eine Dame nicht!“ „Aha“, machte ich. „Was ich für Unterwäsche trage geht ja eigentlich nur mich, und die Frau an, die mit mir schlafen will! Wollen sie mit mir schlafen?“


Nach diesen Worten pfiff ich auf den zweiten Teil des Vortrages und verließ fluchtartig den Raum, verfolgt vom Geschrei dieser Dame! Damit mir das nicht wieder passiert, legte ich mir einen neuen Duft zu. Aber der scheint auch nicht richtig zu sein, denn ich bemerke bei den Frauen keinen Ruck!

Kurt Meran von Meranien 08.03.2007 Für "Schönefelder Blätterwirbel" 1. Jg. der Schönefelder Schreibwerkstatt geschrieben

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In den Vorhof der Hölle - könnte man sagen, und zurück

Ich hatte vergangene Woche einen routinemäßigen Arzttermin bei meiner Hausärztin. Ich gehe lieber zu Ärztinnen, als zu Ärzten. Ärztinnen guggen weitgehend neutral, wenn ich mich ausziehen muss. Ärzte nicht! Entweder guggen sie zynisch oder hasserfüllt. Ich kann bei ihrem Gesichtsausdruck einschätzen, wie sie selbst bestückt sind.
Na ja. Frau Doktor besieht mich von allen Seiten und stellt die bewussten, allgemeinen Fragen. Nachdem ich alles aufgezählt habe, was ich habe und was ich mir wünsche, untersucht sie mich speziell. Nach Abschluss der Untersuchung erinnerte mich ihre Miene, an den Gesichtsausdruck einer entfernten Bekannten. Diese hatte einmal, wie sich herausstellte zu meinem Leidwesen, mit mir einen Besuch in meiner Wohnung verabredet.
Ich bereitete mich vorsichtshalber auf den Besuch ganzkörperlich vor. Man weiß ja nie, was passiert. Als wir zum ersten Mal zusammen Essen waren, hatte sie zwar gesagt: Du bist mir zu alt, aber …
Als ich gerade Duschen will, klingelt es an der Haustür! Der Besuch. Eine Stunde zu früh! Ich drückte den Türöffner und öffnete die Wohnungstür. Dass ich nichts an hatte, machte nichts. Entweder sie kam rein und alles ging seinen Gang oder sie verzichtete - flüchtete!
Sie verzichtete - aber flüchtete nicht. Ich konnte in Ruhe Duschen, während sie ihren Rede-Wasserfall laufen ließ. Sie sprach und sprach …

Die Ärztin sprach auch. Aber nicht mit mir, sondern mit dem Rettungsdienst!
In der Notfallaufnahme konnte man sich im Vorhof der Hölle fühlen. Das dritte Mal, das gleiche Spiel. Die Vorhofbeschäftigten verfluchten die Hausärzte, waren aber zu den Eingelieferten nach längerer - langer Warte- und Vorbereitungszeit einigermaßen freundlich. Na gut, das ist beim Empfang im Vorhof der Hölle, die Großmutter des Teufels auch.
Ich kenne die Vorgänge inzwischen. Beim ersten Mal schaffte ich es bis in eine Kurzbehandlung. Beim zweiten Mal wimmelte mich die Großmutter ab und jetzt beim dritten Mal schaffte ich es direkt in die Hölle!

Es war aber nicht höllisch - es war toll! Wenn ich meine stets gepackte Reisetasche hätte mitnehmen können, wäre ich geblieben, zu mindest länger. Aber mehrere Tage in immer den gleichen Sachen oder dem hinten offenen zur verfügungestellten Hemd herumlaufen, ist nicht immer angenehm. Morgens ja!
Viele kleine Teufelinnen halfen beim Putz. Der Morgentoilette! Es war ein Genuss, sich von den kleinen Teufelinnen helfen zu lassen!
Die anderen Helfer und Helferinnen waren auch nicht ohne. Sie waren nicht ohne, sie waren mit. Innen und außen die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in Person! Ich brauchte nicht zu klingeln, nur zu lallen und schon stand ein Helfer bereit. Bereit, in jeder erdenklichen Lage zu helfen, ohne zu knurren oder die Geduld zu verlieren.
Allerdings wäre es langweilig gewesen, wenn die Teufelchenchen nachmittags weg waren, wenn die Spezialbehandlung nicht gewesen wäre.

Man muss  durch die Hölle gehen, um in den Himmel zu kommen. Also, wenn der "Vorhof" nicht wäre, dann immer wieder!


Kurt Meran von Meranien 11.12.2016


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Sommernachtsträume
Peter lag in seinem Garten auf der Terrasse auf der Rollliege. Immer wenn er nichts zu tun hatte, oder nicht arbeiten wollte, legte er sich hin. Es gab auch niemanden, der ihn antrieb. So wie früher, als er noch verheiratet war. Da hatte seine Frau dauernd gemosert: Mach dies – tu das.
Es war schön hier zu liegen. Um ihn herum brummte und summte es. Ein paar Meter weiter zwitscherten die verschiedensten Vögel. Es dauerte auch nicht lange, und er schlief langsam ein. Niemand störte ihn.
Als er aufwachte war es bereits dunkel. Auf dem Gartenweg leuchteten seine Solarlampen. An den beiden Pfählen die die Rank Netze hielten leuchteten ebenfalls Lichter. In den Rank netzen blinkerten bunte Schmetterlinge und Libellen aus Glas. Peter liebte dieses romantische Licht. So wie er alles Romantische liebte. Am schönsten war es, wenn er mit einer Frau in seinem Wohnzimmer dunkelroten, fast schwarzen, vollmundigen, samtigen Rotwein trank, bunte Kerzen leuchteten und sie Melodien von Ravel oder einem anderen großen Komponisten hörten.
Seufzend erinnerte er sich an schöne Stunden zu zweit. Unlustig stand er auf, ging in seine kleine Laube und machte sich für den Heimweg fertig. Er zog seine Turnhose aus, um seine Unterwäsche anzuziehen. Als er so nackt in der Laube stand, bekam er eine verrückte Idee. Warum eigentlich schon nach Hause gehen? Es war erst elf. Er könnte doch noch ein bisschen bleiben.
Er besah sich seinen Flaschenvorrat. Öffnete eine Flasche Tempranillo, griff sich ein Rotweinglas und ging wieder auf die Terrasse. Schenkte sich das Glas randvoll, tat eine Klassik-Kuschel-CD in den Player und legte sich wieder hin. Am Wein nippend stellte er sich vor, wie es wäre, wenn er jetzt Besuch von einer Frau, seiner Traumfrau bekäme. Was würde sie tun, wenn sie ihn hier nackt liegen sah? Würde sie sich ausziehen und zu ihm legen? Ein zusammengeklappter Liegestuhl lehnte an der Laubenwand. Würde sie sich über seine Nacktheit mokieren? Würde sie darauf bestehen, sich zusammen in der Laube auf die Polsterliege zu legen? Was würde wenn?
Nach einer ganzen Weile, während er so vor sich hin träumte, hatte er das Gefühl, dass er nicht mehr allein war. Tritte hatte er nicht gehört. Die Insekten und Vögel übertönten mit ihrer Abendmusik jeden anderen Laut.
Er richtete sich auf. Und da war sie! Seine Traumfrau! Groß, aber nicht zu groß. Salopper Pullover, weite lange Hosen. Ein länglich - rundes Gesicht. Braune rötlich schimmernde Haare. Links eine Art Scheitel bildend. An ihrer rechten Hand sah er zwei Ringe. Sie lächelte. Stützte sich auf seine Oberschenkel und gab ihm einen Kuss auf den linken Mundwinkel. Ehe er reagieren konnte stellte sie den Liegestuhl auf, nahm einen Schluck aus seinem Glas, und begann sich auszuziehen. Pullover, BH, Hose, Slip. Fuhr aus ihren Schuhen und den Söckchen. Nun stand sie vollkommen nackt vor ihm. Während sie sich entkleidet hatte, hatte er sie verstohlen gemustert. Sie hatte einen gut gewachsenen Körper. Die Brüste groß und fest, Hell schimmernd hoben sie sich von ihrer gebräunten Haut ab. Auf ihrem rechten Schulterblatt entdeckte er eine Blume. Eine Blumenranke ringelte sich bis zur Schulter hoch. Ihr Schamberg war dicht bewachsen. Die Haare schimmerten im Solar licht. Wieder beugte sie sich zu ihm. Fuhr mit ihren Fingerspitzen leicht über seinen Körper. Ihre Finger kreiselten um seine Brustwarzen. Seine Muskeln spannten sich. Ein unsagbar schönes Gefühl durchzog ihn. Ihre Finger spazierten weiter. Magengrube. Bauchansatz. Er hatte einen ganz schönen Bauch, obwohl er kein Biertrinker war. Die Finger glitten über seine Hüften, an den Schenkelaußenseiten bis zu den Knien. Während sie an den Innenseiten seiner Schenkel wieder nach oben fuhren, spielte ihre Zunge über seine Brust, seinen Bauch. Zunge und Finger würden sich bald begegnen. Und da merkte er es schon. Er spannte sich noch mehr. Seine Mannheit hatte sich schon lange aufgerichtet. Während ihre Zunge sich langsam vortastete, umschlossen ihre Lippen mehr und mehr seinen Schaft. Ihren linken Arm hatte sie um seinen Körper gelegt. Ihre rechte Hand massierte leicht seine Oberschenkelinnenseiten. Sie kniete neben ihn. Er rutschte, ihre Brüste umfassend, langsam vom Liegestuhl. Während er ihre Brüste hingebungsvoll massierte, nahm sie ihn immer mehr in sich auf. Er lag jetzt auf dem Teppichboden der Terrasse. Nun glitt sie, er hatte sich entspannt, seine Mannheit auslassend, langsam auf ihm nach oben. Als ihr Mund den seinen berührte, küssten sie sich ausgiebig. Sie war eine Künstlerin im Zungenkuss. Nach einer Weile, begann sie seine Mannheit zu massieren. Nur ganz kurze Zeit. Dann setzte sie sich auf ihm zurecht, und nahm ihn wieder in sich auf. Beide kamen schnell in den richtigen Takt. Zuerst hatte er nur kreisende Bewegungen gemacht, bis sie ungeduldig wurde.
Nun begann das zuckende Spiel der vereinten Körper. Mit rhythmischen Bewegungen, erst langsam, dann immer schneller. Beide stöhnten, schrien, kreischten. Die Vögel waren verstummt, die Insekten verschwunden. Nach beider Lustschrei lag sie eine Weile bewegungslos auf ihm. Dann drehte er sich mit ihr behutsam herum. Nun begann er sie zu reizen. Küssend, massierend. Und wieder begann das Spiel. Als sie endlich voneinander ließen, schimmerte in der Ferne am unteren Rand des Himmels schon ein grauer Lichtstreifen. Sie stemmte sich langsam auf. Küsste ihn kniend auf seine empfindlichen Stellen. Streichelte sein Gesicht. Und während er langsam wieder ins Reich der Träume sank, bemerkte er noch, wie sie sich anzog. Ihm einen letzten Kuss gab, und auf leisen Sohlen ging.
Als er aufwachte war er allein. Er lag völlig entspannt auf dem Boden der Terrasse. Gelassen sah er sich um. Neben ihm lagen zwei leere Flaschen. Auf dem Gartentisch stand ein fast leeres Glas. Der zweite Liegestuhl lehnte zusammengeklappt an der Laube.
Sein ganzer Körper war feucht. An manchen Stellen etwas mehr. Nach und nach erinnerte er sich an das Geschehen in der Nacht. War tatsächlich eine Frau, seine Traumfrau hier gewesen? Er erinnerte sich an ihr Aussehen.

Sie musste einfach dagewesen sein.  

Kurt Meran von Meranien 16.07.2009 

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Lehrlinge
– Könnte eine Fortsetzung der Geschichte – „Aus dem Leben eines Globetrottels - sein

In der Eisenbahnerzeitschrift „Fahrt frei“ las ich 1965, dass der Facharbeiterausbildungsbereich Betrieb und Verkehr des Amtsbezirkes seinen Plan mit mehr als hundert Prozent erfüllt hatte. Über diese Meldung wunderte ich mich und sprach bei Gelegenheit mit dem Lehrobermeister. Ich wusste genau, dass von den einhundertundelf ausgebildeten Lehrlingen nur elf bei der Bahn geblieben waren. Wieso waren die dann über hundert Prozent? Der Obermeister, natürlich ein verdienter Genosse, war über meine Frage erstaunt. Es dauerte eine Weile bis er antwortete. Für diese Verzögerung gab es Gründe. Ich war nicht in der SED und ich war gar kein bestallter Lehrfacharbeiter! Voraussetzung für die verantwortungsvolle Tätigkeit als Lehrfacharbeiter war, dass sich der Eisenbahner gesellschaftlich bewährt hatte! Dass er ein sozialistisch erzogener Mensch war, der fest an der Seite der Arbeiterklasse stand, bzw. dieser angehörte.
Ich konnte nichts dergleichen vorweisen. Zuerst fiel das Wörtchen „von“ unangenehm auf. Dann war ich kein Pionier gewesen, hatte nicht an der Jugendweihe teilgenommen und war weder durch die „Schule“ der FDJ gegangen noch Parteimitglied geworden. Ich war in der Partei, aber nicht in der SED, sondern in der LDPD. Zuerst hatten die leitenden Genossen gedacht, ich wäre Ihresgleichen. In Zivil trug ich selbstverständlich das Parteiabzeichen der LDPD. Wahrscheinlich, so vermutete ich, kannten die Genossen das Aussehen ihres eigenen Parteiabzeichens nicht so genau. Sonst wäre es ja nicht zur Verwechslung gekommen.
Schließlich bekam ich eine Antwort, die mich nicht befriedigte, aber „einleuchtend“ war. „Sie müssen anders an die Sache herangehen. Ursprünglich wollten nur neun Jugendliche Eisenbahner werden. Nun haben sich aber elf Facharbeiter entschlossen, bei der Bahn zu bleiben. Ist das nicht  toll?“ Dieser Rechnerei und den „über“ hundert Prozent, hatte ich nichts entgegenzusetzen.
Auf das Lehrstellwerk war ich gekommen, da dort Leute gebraucht wurden. Ich war auf der Betriebsakademie gewesen. Hatte alle Prüfungen mit GLANZ bestanden. Der Weg war frei, mehr als Unterassistent zu werden. Das Stellwerk war ein ganz normales Wärterendstellwerk der Bauform „Jüdel“. Allerdings das schönste und übersichtlichste Stellwerk im Amtsbezirk. Gut gepflegt. Die Weichen-, Signal- und Fahrstraßenhebel  glänzten genauso, wie der Linoleumfußboden und das ganze Gebäude. Mit elf Weichen und fünf Hauptsignalen konnten dreizehn Fahrstraßen hergestellt werden.
Die Schulleitung kümmerte sich bei  Dienstplangestaltungen der Lehrlinge nicht darum wer Dienst hatte. Anfangs staunte ich darüber, dass Lehrlinge die Schichten tauschten, um bei mir mitlaufen zu können. Ich war zwar nicht besonders begeistert, wenn Lehrlinge auftauchten, nahm mich aber ihrer an.

Wenn man nur zusieht, dann lernt man kaum etwas. Deshalb durften die Lehrlinge unter bestimmten Voraussetzungen auch mitarbeiten. Zuerst musste ich herausfinden, welchen Stoff sie in der Schule gerade behandelten. Es nutzte ihnen nichts, wenn Eisenbahn Betriebs- und Verkehrsdienst-Lehrlinge im Unterricht mit dem Fahrkartenwesen oder dem Güterverkehrsdienst beschäftigt waren, und auf dem Stellwerk Weichen umstellten. Da es zu wenig Ausbildungsposten gab, wurden die Lehrlinge nach „Nase“ und nicht nach Unterrichtsthemen  verteilt. Ich hatte im Reise – und Güterverkehrsdienst gearbeitet und konnte ihnen in Theorie und Praxis helfen und praktische Aufgaben stellen. Wurde in der Schule der Stellwerksdienst behandelt, musste sie eine kleine Prüfung bei mir bestehen und konnten dann zugreifen.  Mussten aber immer ansagen, was sie beim Einstellen einer Fahrstraße zu beachten hatten (Fahrwegprüfung) und welche Hebel umzustellen waren. Logischerweise kannte ich die Fahrstraßeneinstellungen und die Rangiermöglichkeiten aus dem Kopf und kenne sie auch heute, nach 50 Jahren, noch.
Um praktisch vorführen zu können, was passiert, wenn zum Beispiel ein Ausfahrsignal vorzeitig in Haltstellung gebracht wird, verständigte ich mich mit dem Fahrdienstleiter. Auf dem Befehlsstellwerk gab es Signalwiederholer und der FdL hätte sich nicht nur gewundert, wenn, während der ausfahrende Zug noch durch meinen Bezirk rollte, das Signal HALT zeigte.
Ich fragte nach und erfuhr, dass die anderen Stellwerksmeister, alle waren bestallte Lehrfacharbeiter, die Lehrlinge zur Kenntnis nahmen, sich aber kaum um sie kümmerten.
Da die „bestallten“ Lehrfacharbeiter mehr Lohn bekamen, lehnte ich schließlich die Lehrlinge ab und schickte sie sogar weg. Nein, nicht nachhause, sondern in die Schule. Das brachte Schwierigkeiten, die ich ganz schnell abstellen konnte. Im jeweiligen Dienstbuch der Lehrlinge trug ich ein, was mir der Lehrmeister einmal vorgeworfen hatte: „Ich bin kein Mitglied der SED und darf lt. Aussage des Lehrmeisters keine Lehrlinge ausbilden!“ Das bekamen auch die Bahnhofsleitung, die Berufsschule, der Kreisvorstand der LDPD und der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung schriftlich. Während des nun einsetzenden Gesprächsmarathon, fragte ich bei einer harten Auseinandersetzung erst einen Mitarbeiter der SED-Leitung und dann einen der LDPD-Kreisleitung, was besser wäre: „Schicke ich die Sache dem Bezirksblatt der LDPD oder dem Organ der SED?“ Umgehend glätteten sich die Wogen und ich wurde „bestallt“!  

Als ich Jahre später Bahnhofsvorsteher war, arbeitete ich für Lehrlinge, die mir die Betriebsberufsschule aufs Auge drückte spezielle Aufgaben aus. Aufgaben, die meine Beschäftigten  in der betrieblichen Weiterbildung auch zu lösen hatten.
Zum Beispiel folgende Aufgabe für die Fahrkartenausgabe: Familie Vogler aus C. möchte in den Urlaub nach Beeskow fahren. Zur Familie gehören: Volker Vogler (Vater), Vanessa Vogler (Mutter), die 15-jährige Tochter Vera, der 9-jährige Sohn Walther, das 3-jährige Nesthäkchen Heike. Dazu der Schäferhund Wau, die Tigerkatze Mau, das Meerschweinchen Quick und der Kanarienvogel Piep. Die Familie will während der Schulferien, vom 12. Juli bis zum 26 Juli nach Beeskow fahren. Walther bleibt bei den Großeltern in Ferenneuendorf. Die Großeltern holen ihn von der Bahn ab. Auf der Rückfahrt nimmt die Familie Walther mit nach Hause.
Aufgabe: Fertigen Sie die entsprechenden Fahrausweise/Fahrkarten von C. nach Beeskow und zurück für die einzelnen Familienmitglieder aus. Außerdem erstellen Sie die Vorschläge für Zugverbindungen am 12. und 26. Juli.

Normalerweise fuhr man von C. nach Beeskow über Berlin-Ostbahnhof. Da aber Sohnemann zu den Großeltern sollte, musste man zwischen Jüterbog und Königs-Wusterhausen die Verbindungsbahn benutzen
In den Fahrkartenausgaben der großen Bahnhöfe wurden die Edisonschen-Fahrkarten, die sogenannten „Pappen“ ausgedruckt. Verbindungen die nicht gedruckt werden konnten, weil keine Druckmatritzen vorlagen, wurden per Hand auf Fahrkartenvordrucken ausgeschrieben. Um meine Aufgabe zu überprüfen, ging ich in Zivilkleidung zu einem der größeren Bahnhöfe und verlangte die Fahrkarten. Auf dem eigenen Bahnhof konnte ich das ja nicht machen, da ich dabei die „Karte“ verraten hätte.
Die Fahrkartenverkäufer mussten nicht nur die Fahrkarten ausfertigen, sondern auch nachsehen, welcher Bahnhof für den Ort Ferenneuendorf am günstigsten zu erreichen war. Die normalen Fahrkartenausgaben streikten und schickten mich zum Schalter für handgeschriebene Fahrkarten. Die streikten auch und schickten mich zum Lehrschalter. Der Lehrling war vollkommen hilflos und die Lehrfacharbeiterin ebenfalls. Der Gruppenleiter wurde geholt. Dann kam der Abteilungsleiter. Der Schalter wurde geschlossen und nach etwa einer Stunde hätte ich die Fahrkarten und Fahrpläne bekommen können, wenn mir nicht  „eingefallen“ wäre, dass ich mich erstens im Datum geirrt hatte und zweitens gar nicht so viel Geld dabei hatte.

Die Sache hatte zwei positive und ein negatives Nachspiel. Negativ war, dass die Lehrlinge in der Schule darüber sprachen und der Vorsteher des großen Bahnhofs natürlich erfuhr, wer an dem Schalter die Fahrkarten verlangt hatte. In allen Fahrkartenausgaben des Dienstortes hing nun meine Personenbeschreibung, incl. Tätigkeit und Dienstrang. Positiv war erstens, dass sich nun ihrerseits meine Lehrfacharbeiter, nachdem sie sich von ihrem Entsetzen über meine Initiativen erholt hatten, für ihre Lehrlinge ähnliche Aufgaben ausdachten und zweitens, dass mich der Amtsvorstand belobigte.

Als Lehrfacharbeiter stellte ich mir selbst ein Bein. Ich begann „meine“ Lehrlinge in Versform zu beurteilen. Die Schule fand das toll. Und alle Lehrfacharbeiter bekamen die Aufgabe, Beurteilungen der Lehrlinge anzufertigen. Natürlich nicht in Versform. Alles war empört und ich schimpfte vorsichtshalber kräftig mit.
Während meiner Zeit, als Lehrfacharbeiter erlebte ich viele verschiedene Einstellungen der Lehrlinge zur Ausbildung. Es gab Lehrlinge die wirklich wissbegierig waren und gut mitarbeiteten. Andere, die zwar froh waren eine Lehrstelle bekommen zu haben, aber absolut kein Interesse an der Bahn, außer an den Freifahrscheinen, hatten. Dann gab es die überheblichen, die sich für gar nichts interessierten und auch nicht zu begeistern waren. Ein Mädchen führte dauernd den Satz im Munde: „Ich brauche das ALLES nicht, meine Mutter ist bei der URANIA, die regelt das!“ Ich fragte bei den anderen Bereichen nach. Die junge Dame hatte weder im Personenverkehr, noch im Güterverkehr Interesse gezeigt und nur ihren Spruch von sich gegeben. Also schrieb ich sie ab. Stand sie mir im Weg, verbannte ich sie hinter die Hebelbank.  Eines Tages sprach mich auf irgendeiner Tagung eine Dame an. Sie hätte gehört, ich wäre Eisenbahner. Sie hätte ein Problem. Die URANIA-Mutter. Ich fragte sie, ob sie sich ihre Stellung bei der URANIA erarbeitet oder sie ihr in den Schoß gefallen wäre. Zwei Tage später war Töchterchen ausgerechnet mein „Gast“. Ich zuckte mich nicht. Sie bekam wie üblich ihre zwei Unterschriften. Ein paar Tage später stand sie mir vor der Hebelbank dauernd im Weg und wollte plötzlich eine Weiche umstellen. Das gab es bei mir nicht! Ich führte die obligatorische Prüfung durch. Dummerweise mussten der Meister der Signal- und Fernmeldemeisterei auftauchen und auch der Schichtleiter. Der Meister kannte meine Methoden. Der Schichtleiter nicht. Er mischte sich ein. Ich stellte ihn vor die Wahl: Entweder er lässt mich machen oder er übernimmt den Dienst! Der Meister schaltete ihn dann aus. Der Schichtleiter kam nie wieder zur Dienstpostenkontrolle. Der Vorsteher war nur ein einziges Mal dagewesen. Die junge Dame hatte plötzlich sehr großes Interesse, klebte mir dauernd an der Pelle und wurde mit der Zeit lästig.

Ich erlebte mit Lehrlingen noch krassere Dinge. Dazu muss ich vorausschicken, dass wir auf unserem Stellwerk eine Art Ruheraum eingerichtet hatten. Die weiblichen Lehrlinge hatten immer einmal das Bedürfnis „zu Ruhen“. Wir allerdings auch. In manchen Nächten war nicht viel zu tun. Es gab zwar eine Holzbank, aber die war für mich zu kurz. Ich brachte deshalb eine Luftmatratze mit, die ich in einem unbewohnten sorry unbelegten Spind aufbewahrte. Im Anfang meiner Eisenbahnerzeit hatte ich auf einem Verkehrsdienstposten öfters in den Nächten das Bedürfnis gehabt mich hinzulegen. Natürlich war ich auch einmal erwischt worden. Dem Vorwurf des Schichtleiters, ich hätte im Dienst geschlafen, entkräftete ich mit der Erklärung, dass ich nicht verbotener Weise geschlafen hätte, sondern nur geruht hatte. Ruhen war nicht verboten. In keiner Vorschrift stand etwas von Ruhen.

Eine sehr hübsche junge Dame im zweiten Lehrjahr beschäftigte sich kaum mit dem praktischen Lehrlingsdienst, sondern mit anderen Dingen. Dazu gehörte auch, dass sie immer dann das Bedürfnis hatte, ihre Fingernägel zu verschönen, wenn ich Frühstückte. Der Geruch des Lackentferners und des Fingernagellacks hatte zur Folge, dass ich nichts Essen konnte. Ihr übriges Benehmen war nicht viel anders. Eines Tages trug ich in ihr Dienstbuch alle Fakten ein, die mir und den anderen Kollegen nicht gefielen. Drei Wochen hatte ich Ruhe und die anderen Stellwerksmeister konnten sich über sie ärgern. Dann erschien sie eines Tages wieder. Beim Bescheinigen ihres Dienstantritts bemerkte ich, dass mein Eintrag im Dienstbuch fehlte. Ich sah mir das Buch genauer an. Es war ein NEUES. Wo ist das andere Buch? Sie antwortete nicht, hatte aber nach einer Stunde das Bedürfnis zu Ruhen. Ich blies die Luftmatratze auf und sie ging in den Ruheraum. Normalerweise rührten und regten sich die Damen in dem Raum nicht weiter. Ich hörte aber auf einmal ein fortwährendes Rascheln. Was machte die junge Dame? Sie zog sich aus!  Mir blieb die Luft weg, als ich keinen uniformierten Eisenbahnerlehrling, sondern EVA dort stehen sah! Sie drehte sich mehrmals hin und her und sagte in aller Ruhe: „Herr Meran, wenn Sie den Eintrag löschen, oder vergessen, ich sage dann ich hätte das alte Buch verloren, dann dürfen Sie einmal!“ Ich hatte erlebt, was mit älteren Kollegen passierte, wenn sie den Reizungen der jungen Damen nicht widerstanden hatten! Ins Kittchen wollte ich nicht! Ich befahl ihr, sich sofort wieder anzuziehen und verständigte ihre Lehrmeisterin. Die junge Dame zog sich nicht an. Ich setzte sie so wie sie war vor die Tür. Zum Vergnügen von einigen Gleisbauarbeitern, die ihr anboten, mich zu vertreten. Die Lehrmeisterin war mir böse. Ich hätte ihr den Plan durcheinander gebracht. Zwei Jahre später sah ich eines Abends die junge Dame auf dem Hauptbahnhof wieder.  Sie war nicht entlassen worden und arbeitete als Kontrolleurin der Handgepäckaufbewahrungsautomaten. Sie erkannte mich sofort. Na ja, wer erkennt mich nicht. Auf die Uhr sehend meinte sie, sie hätte gleich, um Zweiundzwanziguhr Feierabend. Ob ich schon etwas vorhätte? Ich hatte!

Als ich später an der Eisenbahn-Ing. Schule Betriebsdienst unterrichtete, Vorsitzender der Facharbeiterprüfungskommission und Leiter der Erwachsenenqualifizierung und noch später Hauptgruppenleiter Betrieb im Netzbereich der DB war, konnte ich bei Prüfungen und ähnlichem auf meine Erfahrungen aufbauen. Meine Unterrichtsmethoden und die Prüfungen passten zwar nicht in das gebotene Konzept,  wurden aber Legende.

Vor längerer Zeit saß ich in einer renommierten Gaststätte allein an einem Tisch. Andere hatten da auch am Tisch gesessen, waren aber inzwischen gegangen.  Am Nebentisch hatten ein paar Leute platzgenommen. Sie unterhielten sich angeregt. Lauschend stellte ich fest, dass mir die Themen und teilweise auch die Begebenheiten bekannt waren. Ich hatte sie allerdings anders im Gedächtnis. Und dann erkannte ich, wenn auch schemenhaft ein paar der Leute. Ich musste einmal hinaus und kam auch unerkannt am Tisch vorbei. Wiederkommend gelang mir das nicht.  Ich musste mich an den Tisch setzen! Ziemlich laut gaben sie sich Erinnerungen hin. Der ganze Raum hörte grinsend mit. Ich atmete auf, als ich erfuhr, dass sie nur ein paar Tage hier waren. Solche Themen wie: „Erinnerst Du Dich noch an den Polterabend in L.?“ Ich war betrunken nach Hause gekommen und hatte vergessen, dass ich frisch verheiratet war. Die fremde Frau in meinem Bett hatte ich vor die Türe gesetzt. „Hatte die Sache mit dem Güterzug auf Gleis 10 Folgen?“ Da hatte ich aus Versehen einen Zug in die falsche Richtung fahren lassen und hinterher den Lokomotivführer ausgelacht, weil er gefahren war. „Hatte die Wette in E. eigentlich Folgen?“ Ich war 1960 in E. im Harz im Urlaub. Eines Abends wettete ich, dass ich im Schlafanzug tanzen gehen würde. Es war April und hundekalt. Ich hatte, entsprechend der Wette, nur den Schlafanzug, Hausschuhe und auf dem Weg meinen Bademantel an. Den Bademantel gab ich an der Garderobe des besten Lokals ab. Nach zwei Körben hatte ich Glück und die aufgeforderte Dame tanzte mit mir. Die Kapelle schenkte mir ein Solo. Und noch eins. Und ein weiteres. Danach holte ich meinen Bademantel und ging wieder ins Hotel. Ich verirrte mich und fand nicht gleich mein Zimmer. Beim Frühstück am Morgen, bekam ich eine Einladung vom Bürgermeister zu einem Gespräch. Anwesend war dann außer dem Bürgermeister der Sekretär der Kreisleitung der SED. Sie eröffneten ein Parteiverfahren, weil ich mich unsittlich benommen hätte. Das Parteiverfahren sollte im Betrieb abgeschlossen werden. Wurde aber nicht. Es fiel unter den Tisch. Auch die hatten nicht erkannt, dass ich nicht in der SED war. Allerdings durfte ich nicht wieder nach E. Und unsittlich hatte ich mich auch nicht benommen. Ich bezahlte einundzwanzig Jahre die gerichtlich festgesetzten Alimente.

Oder. Oder. Oder … Es war eine lange Nacht der Erinnerungen.

Das Positive an dem Abend bzw. der Nacht war, dass ich nicht mehr verheiratet bin und es die SED nicht mehr gibt! Sonst …


Kurt Meran von Meranien  04.06.2016

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! PALMÖL ist nicht nur im TANK – sondern auch in industriellen LEBENSMITTELN ! Für PALMÖL muss der REGENWALD sterben ! WAS TANKST DU – WAS ESSEN DEINE KINDER ?

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